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Kategorie: Europa (Seite 1 von 255)

Verborgene Schätze inmitten von Fachwerkspracht – Von Kapellen bis Keller: Die Highlights der Deutschen Fachwerkstraße

Sich Zeit nehmen, durch romantische Gassen schlendern sowie große und kleine Schätze entdecken: Auf einer Städtetour entlang der acht Regionalstrecken der Deutschen Fachwerkstraße gibt es viel zu sehen. Mehr als 100 schmucke Städte von der Elbe im Norden über die Oberlausitz bis zum Bodensee im Süden glänzen mit prächtigem Fachwerk, tollen Bauten und verborgenen Kleinoden.

Kleines Fachwerkjuwel in Mosbach

Im baden-württembergischen Mosbach etwa können Gäste mit dem Haus Kickelhain eines der kleinsten Fachwerkhäuser Deutschlands bewundern – mit nur 26 Quadratmetern Grundfläche und insgesamt 52 Quadratmetern Wohnfläche auf drei Etagen verteilt. Etwas Besonderes ist auch die ehemalige Stiftskirche St.Juliana. Als Folge der Kurpfälzer Religionsdeklaration 1707 wurde das Gotteshaus in den katholischen Chor und das protestantische Kirchenschiff geteilt. Wen die Reise entlang der Regionalroute hingegen nach Bietigheim-Bissingen führt, der sollte das Stadtmuseum Hornmoldhaus besuchen. Die Innenmalereien und das Zierfachwerk aus der Renaissancezeit sind prächtig. Enzaufwärts lohnt ein Blick auf das imposante Eisenbahnviadukt, das zu den schönsten Kunstbauten aus der Frühzeit der deutschen Eisenbahnen gehört. Mehr Infos zu allen Fachwerkstädten gibt es unter www.deutsche-fachwerkstrasse.de.

Besuch der Laurentiuskapelle in Miltenberg

Auch das fränkische Miltenberg glänzt mit einer prächtigen historischen Altstadt. In der Fachwerkstadt können Gäste zum Beispiel im Apothekenmuseum in die Geschichte des Apotheken- und Medizinwesens eintauchen und am Ortsrand die Laurentiuskapelle bewundern, eine der bedeutendsten gotischen Kapellen in Franken. Nicht allzu weit entfernt liegt das schmucke Ochsenfurt, zu dessen originellsten Baudenkmälern das Lanzentürmchen auf dem Neuen Rathaus mit seiner Spielwerkuhr gehört. Die Uhr gilt als die älteste in Funktion befindliche, von Hand aufgezogene, schmiedeeiserne astronomische Turmuhr Europas.

Das Stadtmuseum Hornmoldhaus beherbergt die stadtgeschichtliche Sammlung der Stadt Bietigheim-Bissingen. Foto: djd / Deutsche Fachwerkstraße / A. Mende

Kellerführung in Bad Langensalza

Manche Schätze sind tief verborgen. Zum Beispiel im „steinreichen“ Bad Langensalza. Etwa einen Meter unter dem Pflaster der thüringischen Stadt liegt der über Jahrtausende gewachsene Travertin – auch Marmor des Nordens genannt. Aus dem porösen Kalkstein wurden bereits im Mittelalter Gebäude errichtet, welche heute noch stehen. Unter ihnen entstanden riesige Keller, die Gäste bei speziellen Kellerführungen besichtigen können. Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, das liebevoll eingerichtete Haus der Zünfte in der Judengasse im hessischen Grünberg oder die Türmerwohnung im Kirchturm der Homberger Stadtkirche St. Marien: In den Städten entlang der Deutschen Fachwerkstraße locken viele weitere Schätze.

Quelle: djd

Koffer packen und auf zum Flughafen: 13 bezaubernde Last Minute Reiseziele für diesen Sommer

Endlich ist es so weit: Der langersehnte Sommer ist da! Dieses Jahr ließ er leider etwas auf sich warten, aber wie heißt es so schön? Besser spät als nie! Nach den letzten beiden doch eher etwas reiseunsicheren Sommern geht der Trend auch in diesem Jahr wieder in Richtung Last Minute Reisen.

Wer noch keinen Sommerurlaub geplant hat, sollte sich langsam spurten. Für alle, die noch etwas Inspiration suchen, hat sich Travelcircus auf die Suche nach besonders schönen Destinationen gemacht und 13 bezaubernde Last Minute Reiseziele gefunden, an denen der diesjährige Sommerurlaub einfach unvergesslich wird. Egal ob Urlaub am feinen Sandstrand, ein aufregender Städtetrip oder doch lieber ein Sommer im kühlen Norden – hier ist für jeden etwas dabei!

Das Wichtigste in Kürze:

● Menorca ist die perfekte Insel für Weinliebhaber und Wanderfreunde

● Bei 14,3 °C können auch Frostbeulen endlich mal nach Island

● In Izmir übernachtet es sich mit nur 26,50 € pro Person besonders günstig

● Mit 14 km Strand ist Tel Aviv die perfekte Wassersport-Metropole

● Unglaublich schnell: In nur 1 Stunde von München nach Venedig

● Geheimtipp Tirana muss sich nicht hinter den anderen Zielen verstecken

Fantastische Last Minute Reiseziele

Gibt es etwas Schöneres als die Vorfreude auf den nächsten Urlaub? Insbesondere in den Sommermonaten wohl kaum. Da wollen Reiselustige nur noch den Koffer packen, zum Flughafen fahren und in das nächste Abenteuer starten. Manch einer bucht seinen Urlaub schon weit im Voraus und andere lieben es, sich kurzfristig für ein Ziel zu entscheiden.

Für alle, die noch eine kleine Entscheidungshilfe benötigen, haben wir uns selbst auf die Suche nach wahrhaft großartigen Last Minute Reisezielen für diesen Sommer gemacht. Insgesamt haben wir 60 verschiedene Reiseziele genauer unter die Lupe genommen. Dabei haben wir uns zum einen die Flugzeiten ab Berlin, München, Hamburg und Frankfurt und zum anderen die durchschnittliche Luft- und Wassertemperatur in den Monaten Juli und August angesehen.

Darüber hinaus haben wir uns auch durchschnittliche Hotelpreise für eine Übernachtung im mindestens 4-Sterne Hotel in der Nacht von Freitag auf Samstag an dem entsprechenden Reiseziel angesehen. Dafür wurde die Hotelsuche von Google verwendet und der Durchschnittswert aus den durchschnittlichen Preisen vom 08.07. – 09.07. sowie vom 12.08. – 13.08. ermittelt.

Auf der Suche nach besonders verlockenden Last Minute Reisezielen haben wir uns zahlreiche Urlaubsziele genauer angesehen. Bei der Auswahl war letztendlich wichtig, dass es von mindestens drei unserer ausgewählten Flughäfen Direktflüge gibt und diese nicht länger als 4,5 Stunden dauern, damit sich auch ein Kurztrip dorthin lohnt. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, dass sich die Urlaubsländer nicht doppeln.

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – so ist natürlich auch bei den Urlaubsvorlieben. Sonnenanbeter lieben es warm, sonnig und am Meer, wer es nicht so warm mag, den zieht es im Sommer eher nach Norden und Städtetrip-Fans lieben es auch durch die sonnigen Straßen ihrer Lieblingsmetropolen zu schlendern. Bei unseren 13 zauberhaften Last Minute Reisezielen kommt garantiert jeder auf seine Kosten.

Grafik: travelcircus.de

Reiseziel 1: Izmir, Türkei

Last Minute muss nicht immer teuer sein. Reisen in die Türkei sind oft günstig und sehr beliebt. Neben Alanya und Side ist noch eine weitere Stadt bei deutschen Urlaubern besonders beliebt: Izmir. Die bezaubernde Küstenstadt ist zum einen die drittgrößte Stadt der Türkei und zum anderen auch die grünste Metropole des Landes.

Mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von lediglich 26,50 € pro Person ist ein Urlaub in Izmir außerdem ein wahres Schnäppchen. Viele Hotels bieten hier All Inclusive Pakete an. Wer aber trotzdem noch etwas in der Stadt essen möchte, findet zahlreiche lokale und internationale Restaurants und auch köstliches Street Food.

Ein absolutes Muss bei einer Reise nach Izmir ist der Besuch des Kemeralti Basars. Auf dem Markt gibt es nahezu alles, was das Herz begehrt: Frische Lebensmittel, Cafés, Restaurants, traditionelle Teehäuser, Souvenirlädchen und Unmengen an verschiedensten Ständen, an denen man so gut wie alles kaufen kann.

Im Juli und August wird es in Izmir sehr, sehr warm: durchschnittlich 28,45 °C. Wer sich da im wohlig warmen Wasser der Ägäis abkühlen möchte, muss allerdings etwas weiter aus der Stadt raus, beispielsweise nach Cesme zum Ilca Strand, der übrigens auch als Karibik der Türkei bezeichnet wird.

Weitere Highlights der Stadt Izmir sind der Kültürpark, der Konak Platz, die Hisar Moschee und, auch wenn es nicht direkt in Izmir ist, natürlich die Ruinen von Ephesos.

Reiseziel 2: Malta

Sommer, Sonne, Strand und lauter süße kleine Städte erwarten Urlauber auf der südeuropäischen Insel Malta. Egal ob einem der Sinn nach baden, shoppen, Kultur oder wilden Partys steht, auf der wunderschönen Mittelmeerinsel gibt es die perfekte Mischung aus allem.

Von Berlin, München und Frankfurt aus geht es in weniger als 3 Stunden direkt bis nach Malta, von Hamburg aus muss einmal umgestiegen werden. Einmal auf der Insel angekommen, gibt es unendlich viel zu entdecken. Wie wäre es da beispielsweise mit einem Bootsausflug zur Blue Grotto oder zur Blauen Lagune auf Comino, einem Besuch der St. Paul Katakomben, einem spaßigen Tag im Popeye Village oder vielleicht einem Stück unglaublich gutem Schokoladenkuchen über den Dächern Mdinas?

Mdina dürfte auch so manchem Game of Thrones Fan bekannt vorkommen. Die Stadt diente in der 1. Staffel als Kulisse für Königsmund. Wer genau aufpasst, kann noch mehr Drehorte der berühmten Serie auf Malta entdecken.

Bei durchschnittlichen 26,85 °C Außen- und 24,5 °C Wassertemperatur sorgen die vielen schönen Strände der Insel für eine Abkühlung. Für Partywütige empfiehlt sich zudem ein Abend in San Giljan und Paceville, wo sich Jung und Alt zum ausgiebigen Feiern trifft.

Dank des hervorragenden und günstigen Busnetzes auf der Insel können Urlauber auf Malta auch getrost auf einen Mietwagen verzichten.

Reiseziel 3: Tel Aviv, Israel

Wie wäre es mit einem Sommerurlaub in einer der aufregendsten und kontrastreichesten Städte der Welt? Dann auf nach Tel Aviv! Hier treffen Moderne und Tradition aufeinander wie an keinem anderen unserer Last Minute Reiseziele. Von Frankfurt aus dauert der Flug 4 Stunden und 18 Minuten, womit es die Hauptstadt Israels noch ganz knapp in unsere Liste geschafft hat. Von Hamburg aus gibt es allerdings leider keinen Direktflug nach Tel Aviv.

Dank der fantastischen Lage am Mittelmeer und dem insgesamt über 14 km langen Strand eignet sich ein Urlaub in Tel Aviv hervorragend für Badenixen, Sonnenanbeter und Wassersportler. Mit durchschnittlichen 27,5 °C ist das Meer in Tel Aviv auch wirklich einladend.

Tel Aviv hat aber natürlich auch noch einiges mehr zu bieten: jede Menge Kultur, beeindruckende Bauhaus-Architektur, spannende und vielfältige Museen, unendliche Shopping-Möglichkeiten, eine wunderschöne Altstadt und ein pulsierendes Nachtleben.

Gutes und günstiges Essen, faszinierende Street Art, den coolen Levinsky Markt und jede Menge Hipster Feeling verspricht das urbane Viertel Florentin. Hier bietet es sich übrigens besonders gut an, eine Food Tour zu buchen.

Pro Nacht im 4 Sterne Hotel zahlt man 122 € pro Person in Tel Aviv. Wer es etwas günstiger haben will, sollte nach schönen Hotels in Jerusalem Ausschau halten. Ein Besuch Jerusalems ist eh ein absolutes Must-See auf einer Reise nach Tel Aviv.

Reiseziel 4: Thessaloniki, Griechenland

Auch Griechenland gehört zu den begehrtesten Sommerzielen deutscher Urlauber. Dabei zieht es sie vorrangig auf die wunderschönen Inseln wie Kreta, Korfu oder Santorini. Doch auch auf dem Festland hat Griechenland einiges zu bieten. Da wäre zum einen die berühmte Hauptstadt Athen oder zum anderen die zweitgrößte Stadt des Landes: Thessaloniki.

Die aufregende Metropole liegt glücklicherweise direkt am Meer, sodass es sich dort auch bei hohen Temperaturen im Sommer gut aushalten lässt. Die durchschnittliche Wassertemperatur von 26,5 °C ist auch einfach perfekt für endlose Stunden am Meer. Außerdem ist Thessaloniki ein wahres Schnäppchen: Eine Nacht im 4* Hotel kostet hier gerade einmal 39,23 € pro Person.

Thessaloniki ist zudem ein Paradies für Geschichtsliebhaber. Zu den beeindruckendsten Museen der Stadt gehören das Museum für Byzantinische Kultur sowie das Archäologische Museum.

Darf es doch etwas mehr Luxus oder ein feiner weißer Sandstrand sein? Dann auf nach Chalkidiki. Die schöne Halbinsel ist nur eine Stunde mit dem Bus entfernt und kann es locker mit Korfu, Mykonos und Co. aufnehmen.

Reiseziel 5: Menorca, Spanien

Alle wollen nach Mallorca und genau deswegen empfehlen wir in diesem Sommer eine Reise nach Menorca. Im Juli und August wird es mit 25,3 °C herrlich warm und das Meer ist mit 25,5 °C genauso warm wie auf der Schwesterinsel Mallorca.

Eine Übernachtung im 4 Sterne Hotel ist mit einem Durchschnittspreis von 113,50 € pro Nase allerdings etwas kostspieliger als auf Mallorca, aber dafür günstiger als auf Ibiza.

Menorca ist weniger für feuchtfröhliche Partys als für entspannte Badeurlaube und erholsame Wanderausflüge bekannt. Auf der Insel gibt es zahlreiche gut ausgezeichnete Wanderwege für unterschiedliche Fitnesslevel und aufgrund der wunderschönen vielfältigen Landschaft gibt es viel zu entdecken.

Zu den Highlights auf Menorca gehören definitiv ein Besuch des Leuchtturms am Cap Cavalleria und ein Ausflug nach Binibeca Vell. Vom Leuchtturm aus erwartet Urlauber der wohl schönste Blick über die Nordküste der Insel. Die weißen Häuser und verwinkelten Gassen von Binibeca Vell sind nicht nur traumhaft schön, sondern mittlerweile auch ein wahrer Instagram Hotspot. Wer das Fischerdorf lieber etwas für sich haben möchte, sollte es lieber erst gegen Abend besuchen.

Ein kleiner Tipp für alle Weinliebhaber: Auf Menorca gibt es zahlreiche zauberhafte Bodegas mit köstlichen Weinen. Die wohl schönste ist die Bodegas Binifadet – hier gibt es sogar Wein-Eis.

Reiseziel 6: Tirana, Albanien

Ein Reiseziel, was bestimmt (noch) nicht bei allzu vielen ganz oben auf der Bucket List steht, ist Albanien. Dabei haben Albanien und insbesondere die Hauptstadt Tirana von Kultur über Natur bis hin zu einem pulsierenden Nachtleben wirklich einiges zu bieten.

Im Stadtzentrum der Balkan-Metropole befindet sich der Skanderbeg Platz, welcher der zentrale und wichtigste Platz des Landes ist. Im Sommer lassen sich von dort aus bei angenehmen 24,55 °C alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Dazu gehören die Skanderbeg Statue, die Et’hem-Bey-Moschee, die Oper oder auch das Historische Nationalmuseum.

Wer Lust auf etwas Natur, Wandern und einen traumhaften Ausblick hat, sollte mit der Seilbahn auf den 1.600 m hohen Mount Dajti fahren. Auch wenn Tirana keinen eigenen Strand hat, kommen auch Sonnenanbeter und Beach Babes nicht zu kurz: Knapp 20 km von Tirana entfernt liegt die wunderschöne Lalzi Bucht. Der schöne Strand ist besonders bei Tauchern und Familien sehr beliebt. Auch für das leibliche Wohl wird vor Ort mit Restaurants und kleinen Kiosks bestens gesorgt.

Und gerade weil Tirana noch kein Touristen-Hotspot ist, kann man hier noch wirklich günstig urlauben. Eine Nacht im 4 Sterne Hotel kostet gerade einmal unschlagbare 33,75 € pro Person. Auch die Preise für Speisen und Getränke sind verhältnismäßig günstig. Einen Aperol Spritz in einem Restaurant im Stadtzentrum gibt es schon für 300 ALL (ca. 2,50 €).

Reiseziel 7: Pula, Kroatien

Ein großartiges Last Minute Sommer Reiseziel für Geschichtsfans ist Pula in Kroatien. Sie ist eine der ältesten Städte Kroatiens und das Wahrzeichen der Stadt, das Amphitheater, wurde bereits im 1. Jahrhundert erbaut. Wer möchte, kann die beeindruckende Arena besichtigen oder sich dort am Abend sogar Konzerte oder Filme in einzigartiger Kulisse ansehen.

Bei einer sonnigen Durchschnittstemperatur von 24,2 °C schlendert es sich ganz hervorragend durch die Gassen der schönen Altstadt, am Triumphbogen, am Augustus Tempel oder auch am Kastell von Pula entlang.

Für die richtige Abkühlung sorgen die traumhaften Strände und die durchschnittlich 25 °C warme Adria. Von familienfreundlichen Stränden über Hundestränden bis hin zu abenteuerlichen Badebuchten ist hier für jeden etwas dabei. Besonders schön und etwas abgelegen ist der Canyon Verudela, welcher sowohl zu Fuß (mit festem Schuhwerk!) als auch mit dem Kajak erreichbar ist.

In der Bucht von Pula befindet sich zudem ein kleines Highlight für alle Joko und Klaas Fans und Lost Places Liebhaber – die Insel Otok Katarina. Genau auf diesem ehemaligen Militärgelände wurde eine Folge der Erfolgsshow Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt gedreht, in der beide Teams eine besondere Form von „Capture the flag” spielen durften.

Reiseziel 8: Lissabon, Portugal

Wer es im Sommer gerne warm, aber nicht zu heiß mag, ist in Portugal an der richtigen Adresse. Dank der Lage am Atlantik herrscht in dem schönen Land ein eher mildes Klima. So auch in Portugals wunderschönen Hauptstadt Lissabon, in der das Thermometer im Juli und August im Schnitt auf 24 °C klettert und eine Übernachtung nur 66,50 € p.P. kostet.

Bei diesen angenehmen Temperaturen ist ein Stadtrundgang auch im Hochsommer wirklich erträglich. Wer sich dennoch im 19 °C kühlen Atlantik abkühlen möchte, muss ein wenig aus Lissabon rausfahren. Die Stadt selbst hat nämlich leider keinen Strand. In der Nähe finden Wasserliebhaber dafür einige besonders schöne, die vor allem bei Surfern und anderen Wassersportlern beliebt sind.

In Lissabon selbst gibt unendlich viel zu besichtigen und zu erleben. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören zweifelsohne das Castelo de São Jorge, das Panteão Nacional und das Torre de Belém. Wer sich die Stadt nicht nur zu Fuß und nicht in einem Hop On Hop Off Bus ansehen will, sollte eine Fahrt mit der ikonischen gelben Straßenbahn unternehmen. Die Linie 28 eignet sich dafür am besten. Gerade tagsüber ist diese gerne überfüllt. Es empfiehlt sich definitiv an der 1. Station einzusteigen und dann die Fahrt im vollen Zug zu genießen.

Auch ein Abstecher ins Viertel Alfama darf nicht fehlen. Hier erwarten Besucher kleine Gassen, portugiesische Lebensfreude, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und jede Menge kleine süße Cafés.

Reiseziel 9: Venedig, Italien

Die Deutschen lieben la dolce vita – da darf ein Last Minute Reiseziel in Italien natürlich nicht fehlen! Für eine spontane Sommerreise eignet sich beispielsweise die beeindruckende Kanalstadt Venedig, alleine schon, weil der Flug meist sehr günstig und die Flugdauer unschlagbar ist. Von München aus dauert es gerade einmal eine Stunde und selbst von Hamburg, was geografisch am weitesten entfernt ist, sind es weniger als zwei Stunden.

Brücken, der berühmte Canal Grande und romantische Gondeln prägen das Stadtbild Venedigs und zieren zahlreiche Postkarten und Instagram-Accounts. Wie schön wäre es, das alles mal mit den eigenen Augen zu sehen und einmal auf dem Piazza San Marco einen guten italienischen Kaffee zu trinken? Also nichts wie los nach bella Italia!

In den Sommermonaten Juli und August klettert das Thermometer auf überaus angenehme durchschnittliche 23,55 °C, es kann aber auch durchaus sehr heiß im Sommer in Venedig werden. Für die perfekte Abkühlung sorgt da glücklicherweise das eine oder andere köstliche Eis.

Die schöne Stadt ist zudem für ihre Laguneninseln berühmt. Eine der schönsten ist Burano, die vor allem für ihre bunten Häuser und köstliche frittierte Meeresfrüchte bekannt ist. Burano erreicht man am schönsten mit dem Wasserbus Nr. 12. Dieser hält auch noch an drei weiteren bezaubernden Inseln: Murano, Torcello und Mazzorbo – perfekt für ein italienisches Insel-Hopping.

Reiseziel 10: Nizza, Frankreich

Die Côte d’Azur ist nur etwas für die Reichen und Schönen? Nein, sie ist ein ideales Reiseziel für all diejenigen, die gerne an richtig schönen Orten urlauben. Das französische Nizza liegt direkt am Mittelmeer und gehört zweifelsohne zu den schönsten Sommer-Reisezielen Europas.

Mit 23,25 °C ist das Meer angenehm warm und die schönen Strände laden förmlich nur so zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Auf der berühmten Promenade des Anglais wird flaniert, köstlich gespeist und der eine oder andere spritzige Aperol getrunken – natürlich mit einem unbeschreiblich schönen Blick aufs Meer. Die schönste Aussicht über die Stadt hat man übrigens vom La Colline du Chateau, der Aufstieg lohnt sich!

Nizzas Altstadt strahlt in warmen Tönen und wartet mit zahlreichen süßen Cafés, kleinen Souvenirläden und einem herrlichen französischen Flair auf Urlauber aus aller Welt. Wer Blumen und frisches Obst liebt, wird sich garantiert in den wunderschönen Blumenmarkt, dem Marché aux Fleurs, verlieben.

Eine Nacht im schicken 4 Sterne Hotel ist mit durchschnittlich 107 € pro Person zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht unbezahlbar.

Kleiner Tipp für alle, die noch mehr von der Côte d’Azur entdecken möchten: Für 1,50 € geht es mit dem Linienbus in viele andere schöne Städte wie Cannes, Menton, Antibes und sogar nach Monaco!

Reiseziel 11: Stockholm, Schweden

Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal von einem Sommer in Schweden geträumt? Laue Sommernächte, köstliche Zimtschnecken, zauberhafte Museen und wunderschöne bunte Häuser versprechen einen traumhaften Städtetrip. Bei durchschnittlichen 17,65 °C schlendert es sich doch auch besonders schön durch eine der schönsten Hauptstädte Skandinaviens.

Von Hamburg und Berlin aus dauert der Flug nach Stockholm gerade einmal 1 Stunde und 33 Minuten, von Frankfurt und München aus knapp über 2 Stunden. Wenn die Flugzeiten günstig liegen, ist es sogar möglich einen aufregenden Tagestrip nach Stockholm zu unternehmen. Wer lieber länger bleibt, zahlt im Juli und August durchschnittlich 65,75 € p.P. für eine Übernachtung im mindestens 4 Sterne Hotel.

Stockholm besteht aus 14 Inseln, da ist es wahrlich keine Überraschung, dass hier an einem der vielen kleinen Strände auch Badenixen auf ihre Kosten kommen.

Zu den absoluten Highlights der Stadt gehören das Freilichtmuseum Skansen, das Schloss Drottningholm, ein Spaziergang durch die berühmte Gamla Stan und eine Fahrt mit der U-Bahn oder besser gesagt die kunstvoll gestalteten U-Bahnhöfe.

Über 100 Künstler haben 90 Stockholmer U-Bahnhöfe in wahre Kunstwerke verwandelt. Wer sich die einzigartigen Bahnhöfe ansehen möchte, kauft sich am besten ein 24-Stunden-Ticket für 165 SEK (ca. 15,44 €) und nimmt eine Kamera mit Stativ mit.

Reiseziel 12: Dublin, Irland

Sattgrüne Wiesen, pure Lebensfreude, über 750 Pubs und ein richtig kühles Guinness – das klingt nach einem perfekten Sommerurlaub in Dublin. Irlands wunderschöne Hauptstadt misst im Juli und August durchschnittlich 15 °C und somit ist das perfekte Reiseziel für alle, die sich nicht zwischen City und Natur entscheiden möchten. Mit einer Flugzeit von nur 1 Stunde und 45 Minuten ab Hamburg und 2 Stunden und 25 Minuten ab Berlin ist Dublin auch wirklich nur einen Katzensprung entfernt.

Wer Trubel, fröhliche Straßenmusik, ein wenig Shopping und belebte Straßen liebt, für den ist Dublins Stadtzentrum ein wahres Paradies. Im beliebten Ausgehviertel „Temple Bar” reihen sich Pubs und kleine Lädchen aneinander und es ist einfach immer was los. Zu den Must-See Places gehören natürlich auch das Guinness Storehouse, die St. Patrick’s Cathedral und die Bibliothek des Trinity Colleges mit ihrem weltberühmten Book of Celts.

Die Stadt lässt sich übrigens auch wunderbar bei einer Free Walking Tour oder einem Pub Crawl entdecken. Auch Irlands ältester Pub befindet sich in Dublin: Im The Brazen Head gibt es neben kühlen Getränken auch vorzügliche traditionelle Speisen und Live Musik – und das schon seit 1188!

Und wer hätte gedacht, dass man in Dublin auch baden kann? Der großartige Sandstrand von Bull Island und auch Sandymount laden zum Sonnenbaden, Flanieren und Planschen ein. Auch ein Ausflug nach Howth mit kleiner Wanderung zum Leuchtturm inklusive fantastischem Ausblick gehört für uns zu einem schönen Kurztrip nach Dublin dazu.

Reiseziel 13: Reykjavik, Island

Wer an Reykjavik und Island denkt, hat womöglich vor allem die schillernden Nordlichter, eisige Schneelandschaften und wunderschöne Natur im Kopf. An einen Sommerurlaub auf der Insel ganz im Norden Europas denken wohl eher wenige. Dabei ist ein Sommer in und um Reykjavik einfach wunderschön.

Mit durchschnittlichen 14,3 °C im Juli und August ist Reykjavik zwar kein Reiseziel für Wärmeliebhaber, es ist aber auch wirklich nicht kalt. Dadurch lohnt sich eine Sommerreise nach Island vielleicht auch für all diejenigen, denen es im Winter zu kalt auf der Insel ist.

Wer bei 11 °C Wassertemperatur lieber nicht ins Meer hüpfen möchte, hat auf Island unzählige Möglichkeiten, in Schwimmbädern oder heißen Quellen zu baden. Am bekanntesten ist da natürlich die schillernde Blaue Lagune. Wer sich den hohen Eintrittspreis sparen will, findet auch kostenlose Quellen wie beispielsweise im Geothermalgebiet Hveravellir.

Die wunderschöne isländische Hauptstadt hat selbst natürlich auch einiges zu bieten. Wie wären es mit einem Tag auf dem Flohmarkt, einem spannenden Museumsbesuch, einem Kaffee in farbenfrohen Innenstadt oder einem kostenlosen Besuch des berühmten Einar Jonsson Sculpture Parks?

Mit 160,75 € pro Person pro Nacht ist eine Übernachtung im 4* Hotel in Reykjavik ein verhältnismäßig teures Vergnügen – aber ein Urlaub auf Island ist es allemal wert!


Quelle: travelcircus.de

Schöne Geschichten zu markanten Gebäuden an der Nordsee

Wir gehen an ihnen vorbei, manchmal fallen sie uns auf und wir fragen uns: „Was ist das eigentlich für ein Gebäude?“ Etwas daran ist uns aufgefallen, hat unser Interesse geweckt und nun wollen wir mehr wissen. Mit etwas Glück erfährt man tatsächlich etwas mehr. Deswegen wollen wir uns heute mal die Geschichten von markanten Gebäuden an der Nordsee anschauen.

Die alte Künstlerkolonie auf Eiderstedt

Nabustation im Katinger Watt. Bild: Malte Keller

Nördlich des Eidersperrwerks liegt eine Landschaft, die beeindruckend ist – links, hinter dem Deich, das weite Watt, rechts ein ebenso weites Land. Eines, das in Teilen vor fünfzig Jahren noch Nordsee war. Der Mensch hat es für immer verändert. Drei Kilometer hinter dem Sturmflut-Wehr versteckt sich ein Haus hinter dem alten Eider-Deich, es ist das NABU-Naturzentrum Katinger Watt. Im alten Galeriehaus ist eine sehenswerte Ausstellung, die über Tiere und Pflanzen in den Naturschutzgebieten der Eidermündung, die Geschichte der Eider, sowie den Nationalpark Wattenmeer informiert. Im Haus selbst auch eine große Bibliothek – mit Literatur zu Umweltthemen (und etwas mehr, dazu gleich). Hier arbeiten Naturschützer und junge Leute, die was lernen wollen. Im Lina-Hähnle-Haus weht ein besonderer Geist, hier kann der Gast nicht nur betrachten und begreifen – hier werden Denkanstöße vermittelt.

Bevor die Umweltschützer einzogen, lebte und arbeite hier der Künstler Hein Hoop, hier hatte er seine Galerie, er starb 1986. Hoop war unter anderem davon überzeugt, dass Kunst nicht nur in Sammlungen gehört, sondern auch nach draußen, zu den Menschen, in diesem Fall: auch ins Watt. Auch er vermittelte gewiss Denkanstöße zum Verhältnis Mensch und Natur. Als Gegenentwurf zur Olympiade 1972 in München erfand er die Wattenmeer Olympiade, gleich im Watt nebenan, als Benefiz-Veranstaltung (heute als Wattolümpiade vor Brunsbüttel) lebt sie weiter. Hein Hoop installierte außerdem zum Beispiel eine Gezeitentür im Watt, dort wo heute die Menschen versteckt aus Hütten die neue Natur nach der Eindeichung beobachten können. Diese öffnete sich bei Flut und schloss sich bei Ebbe wieder.  So machte er das Watt und die Natur an der Nordsee auch zu einer Projektionsfläche für Ideen und Gedanken, regte zum Nachdenken an. Er lebte im heutigen NABU-Haus, die Anlage war einst auch eine Künstler-Kolonie, ein Ort der Ideen, auch der ungewöhnlichen. Wer heute in den Garten tritt, spürt die Natur mit allen Sinnen – sieht die Blumen und hört die Vögel, riecht im Duftgarten und schmeckt die nahe See in der Luft, fühlt sich Geborgen in Land und Natur. Die Gewässer in der, heutigen, neuen „Watt-Landschaft“ hinterm Deich tragen heute seinen Namen – als Tür zur Erinnerung. Ist der Kopf frei und die Sinne angesprochen, tritt man unweigerlich in einen Austausch mit sich selbst und der Natur. Hier und heute ganz konkret zum Beispiel im Rahmen von den Exkursionen mit den NABU-Leuten – ins Watt, diesem Nationalpark und UNESCO-Welterbe, und in die einzigartige Welt am Meer diesseits des Deiches. Und bekommt vielleicht einen Denkanstoß. In einem Haus und drumherum, wo einst der Künstler Hein Hoop lebte und zum Nachdenken anregte. 

Die Häuser von Reußenköge

 Die Landesstraße 11 ist eine schöne Nebenstrecke zum Fährhafen nach Dagebüll, sie führt durch die Köge an der Küste, quert alte Deichlinien. Wer sie wählt, möge reisen, nicht rasen. Die Gegend lädt zur Entschleunigung ein und zum Hinsehen, sie hat Geschichte. Dieses Land wurde einst der Nordsee abgerungen und urbar gemacht, der Sönke-Nissen-Koog in den Jahren 1924 bis ´26 eingedeicht. Er ist einer der jüngsten und letzten seiner Art, liegt hart an der See, hier ist es besonders einsam, einzelne Höfe ducken sich unter dem hohen Himmel – weites, freies Land an der Nordsee. Was hier auffällt: viele Hofe sehen gleich aus – weiße Mauern und grüne Dächer. Günstig zu bauen, der Region angepasst sollten sie sein, bodenständig. Sie passen hier her, es ist ein schönes, gefälliges Bild.

Was aber besonders auffällig ist: Manche der 28 Höfe, viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz, tragen sonderbare Namen – Seeheim oder Kalkfontein, Lüderitzbucht oder Elisabethbay. Es sind Namen von Bahnstationen in Namibia. Damals war dies die Kolonie Deutsch-Südwestafrika und der Eisenbahningenieur Sönke Nissen aus Nordfriesland war für den Bau eines Streckenabschnittes dieser Bahn mit verantwortlich. Einheimische Arbeiter fanden dabei im Wüstensand Diamanten, manche der Kolonialisten wurden reich. Auch Sönke Nissen aus Nordfriesland. Er, inzwischen heimgekehrt, unterstützte Projekte in seiner alten Heimat, darunter auch die Eindeichung dieses Kooges. Zum Ausgleich und Dank für die finanzielle Hilfe bekam die Familie Nissen sieben Höfe und benannte sie zur Erinnerung an Sönke, er starb vor dem Deichschluss, und an die Eisenbahnstrecke, die er einst mit verantwortete, an die Haltepunkte am Ende der Welt. In einem Land, dass noch viel einsamer liegt als der Sönke-Nissen-Koog, aber auch an einem Meer. Von Lüderitz nach Seeheim ist es in Namibia ein weiter Weg, im Koog aber nur ein Katzensprung. Man denke daran, dass die Höfe auf privatem Grund liegen. Aber, zum Beispiel: Birgit Peters hat in einem dieser denkmalgeschützten Höfe, Nr. 51, ihre Werkstatt, sie webt und verkauft dort zum Beispiel Wolldecken, Teppiche und Schals. Sie betreibt außerdem eine Galerie für Kunst und Kunsthandwerk. Das allein ist einen Besuch wert und so kann man einen dieser Höfe betreten. Zwar nicht „Namibia“, aber allemal ein angenehmer Haltepunkt in der Einsamkeit Nordfrieslands. Einem mit schönem Garten, einer Oase. Wenig weiter liegt Elisabethbay, Hof Nr. 54. Familie Thamsen betreibt dort einen Bio-Hof mit Schweinezucht. Manchmal öffnen sie das Anwesen für Besucher; zum Gottesdienst beispielsweise oder für Konzerte. Der Hof wurde 1927 gebaut, im August 1939 kam es dort zu einem denkwürdigen Treffen: Auf Vermittlung des schwedischen Ehemannes der Witwe Nissen trafen sich Hermann Göring und eine hochrangige Delegation der britischen Regierung zu Gesprächen, um den drohenden Krieg vielleicht noch abzuwenden, über dem Koog wehte – neutrales Gebiet sollte dieser während des Treffens sein – die schwedische Flagge. 

Die alte Kaserne in den Sylter Dünen

Was für eine herrliche Lage: mitten in den Sylter Dünen zwanzig Minuten zu Fuß nördlich Hörnum, 500 Meter zum Meer, 500 Meter zum Watt, fast allein in der Natur. Einst war das Gebäude, das sich in die Dünen duckt, eine Kaserne und sieht genau so aus, heute ist das so etwas wie ein feiner Geheimtipp für Urlaub – die Jugendherberge. In den 1930er Jahren als Unterkunft für Soldaten gebaut, wie einige andere auffällige Gebäude auf Sylt auch, erinnert das große Haus aus dunkelrotem Backstein beim Ankommen an seine Geschichte als Kaserne. Nach dem Krieg war es eine Flüchtlingsunterkunft. Doch tritt der Gast heute ein, spürt er sofort: dieser Muff ist lange schon ausgetrieben und der, nennen wir es so: Jugendherbergscharme der 70er und 80er, auch. Seit einem Jahr sind Inga und Philipp Heemeyer die Herbergseltern und schon ihre Vorgänger machten aus dem alten Kasten ein gastliches, gemütliches Haus, ein Heim auf Zeit.

„Wir haben die Zimmer und Aufenthaltsräume in maritimen Farben, türkis und dunkelblau zum Beispiel, gestrichen, und Details wie Bilder oder Surfbretter erinnern an das Meer.“ Ansprechend ist das, angenehm. Bis in die späten 1980er-Jahre gab es hier keine Heizung, sondern nur Kohleöfen, und so war das Haus damals nur eine saisonale Urlaubs-Unterkunft – die Gäste räumten morgens ihre Matratzen beiseite und schufen wieder Platz im Speisesaal. Heute, und längst grundsaniert, ist die Jugendherberge Hörnum abgesehen von einer kurzen Winterpause beinahe ein Ganzjahres-Feriendomizil. Rosen blühen und ihr Duft vermischt sich mit dem des Meeres, man riecht und schmeckt die nahe Nordsee, hört sie sogar rauschen, nachts sieht man aus den Zimmer die Lichtfinger des Leuchtturms über die einzigartige Landschaft streichen, vielstimmiges Vogelkonzert inklusive – mehr mittendrin in der Natur geht kaum. „Viele Familien kommen zu uns und verbringen hier ihren Urlaub“, sagt Inga Heemeyer, „… und viele kommen immer wieder“. Obwohl das Haus nach wie vor auch bei Schulklassen beliebt ist, sind aus den Soldaten-Stuben und Vielbett-Zimmern von Generationen an Klassenfahrten natürlich längst auch ansprechende Familienzimmer geworden, manche mit eigenem Bad. Vielleicht erklärt auch dies den besonderen Charme, die Erinnerung an ersten Urlaub ohne Eltern – hier und heute vielleicht mit eigenen Kindern und auf jeden Fall mit Komfort. „Drinnen spürt man nicht mehr, dass unser Haus einst eine Kaserne war, man sieht es nur noch von außen.“ Und dann ist man gewiss mehr als überrascht, wenn man eintritt in seine Urlaubsunterkunft mitten in der Natur – in 1-A-Lage zum günstigen Preis.  

Ein Wahrzeichen von St. Peter-Ording

Der Strand bei St. Peter-Ording ist riesig und er gehört zu den schönsten in Deutschland. Dort stehen Häuser auf Stelzen; ein paar von Ihnen sind Orte einer besonderen Gastlichkeit – die Restaurants und Cafés in den Pfahlbauten. Sieben Meter über dem Sand ist dies eine Einkehr mit Hochgefühl, ein einzigartiger Genuss mit Blick weit über das Meer und dem Aroma der Nordsee in der Nase. Mal cool und loungig, mal ganz traditionell spiegeln sie auch die Vielfalt des Nordseeheilbades selbst wieder, sind selbst Teil der Geschichte von St. Peter-Ording: im Jahr 1911 stand der erste Bau auf Pfählen draußen am Strand, Giftbuden hießen sie, weil es da eben wat geevt. Etwas gab zur Stärkung und zum Wohlbefinden nach Schwimmen, Baden und in der Sonne liegen – Erfrischungshallen nannte man sie auch.

Namentlich auch Cognac und Butterkuchen gab es, heute Essen und Trinken in großer Bandbreite von Labskaus hier bis zum angesagten Drink dort. Es ist ein herrliches Spazieren am Strand mit Einkehr von einem Pfahlbau zum anderen, mit Verweilen und Genießen auf dem Sonnendeck. Ein Pfahlbau kommt manchem Gast gewiss bekannt vor: das Strandcafé Silbermöwe am Strand von Ording, das nördlichste. Hier spielte in den 1990er Jahren die ARD-Vorabendserie gegen den Wind (u.A. mit Hardy Krüger jun. und Ralf Bauer), eine Surfer-Geschichte, die filmisch erneut aufbereitet wurde. Gedreht wurde auch in der Silbermöwe. Die Wandvertäfelung in der Farbe Cappuccino (auf hochdeutsch: dunkelbraun), die Decke in einem orangenen Ton, viel Holz in creme, Fischernetze an der Theke, Muscheln und Maritimes, die Eistruhe summt. Dieser Pfahlbau, mit der Silbermöwe, wurde 1972 errichtet, sagt Jan-Christian Hans, und so 70er sieht es hier auch aus. Keine zwanghafte Nostalgiewelle, die abgeritten wird, sondern echter und ehrlicher Charme, eine Mischung aus kleinem Café und Kneipe von nebenan; gemütlich, einladend. „Wir wollen diese Tradition am Leben erhalten; DAS ist Urlaub an der Nordsee, DAS ist St. Peter-Ording“, sagt Jan-Christian Hans, Jahrgang 1992, der die Silbermöwe von seinem Vater übernommen hat.  Ein Ort selbstverständlicher Old-School-Haftigkeit und – vielleicht auch deshalb: – instinktivem Gefühl von Aufgehobensein; einer wie Hausmannskost, und die wird auch serviert – Matjes mit Bratkartoffeln, Labskaus, Sauerfleisch. Butterkuchen übrigens manchmal auch. Keine Zeitreise, das ist hier ganz einfach so. Doch die Zeit geht auch hier nicht vorüber: „Drei, vier Jahre haben wir hier noch an dieser Stelle“, sagt Hans, Strand und Sandbank verändern sich ständig, „…und schon jetzt steht unsere Haupttreppe bei mancher Flut oft im Wasser. Das mag den Charakter unserer Pfahlbauten in St. Peter-Ording ja gewiss auch ausmachen. Aber wenn man bedenkt, dass die Nordsee vor 25 Jahren noch viel weiter westlich war…! Wir werden demnächst mit unserer Silbermöwe landwärts ziehen müssen“, erklärt Jan-Christian Hans, Pfahlbauten wurden schon in der Vergangenheit umgesetzt. Ebenso sicher wird sein: auf Stelzen wird sie stehen und Gutes bleibt, Silbermöwe bleibt Silbermöwe. Modern sein und Tradition selbstverständlich leben, wie St. Peter-Ording selbst.

Die alte Kohlfabrik von Wesselburen

Kohlosseum in Wesselburen. Bild: Dithmarschen Tourismus eV

Dithmarschen ist die Kohlkammer Deutschlands, Kohlanbau bis zum Horizont. Der Marschenboden ist überaus wertvolles Ackerland und vor dem Kohl war es die Zuckerrübe, die hier gedieh und Wohlstand ins Land brachte. Wer über das flache Land fährt, sieht von Weitem schon den Zwiebelturm der Kirche von Wesselburen – und ein weiteres Gebäude von beinahe kathedralenhaftem Ausmaß – es ist, nomen est omen: das Kohlosseum. Gleichermaßen imposant wie elegant ist die historische Fabrik von 1865. Sie sieht noch immer gut aus, bestens erhalten und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Eine klare Gründerstil-Fassade aus Backstein in edlem ziegelrot, weiße, fast filigrane Rundboden-Fenster, die alte Kohl- und ursprüngliche Zuckerfabrik ist ein einzigartiges Baudenkmal, mit einer Grundfläche von 2.500 Quadratmeter, die Geschossfläche beträgt 6.500, weitere Gebäude kamen im Laufe einer hundertjährigen Nutzung hinzu. Der Laden brummte – erst mit den Zuckerrüben, dann ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Sauerkrautfabrik, bis nach Japan und in die USA reichten die Handelsbeziehungen. Die letzte Konservendose mit Sauerkraut lief, damals und vorerst, 1995 vom Band, zuletzt spezialisierte sich das Unternehmen auf Bio-Produkte, Probleme mit der Infrastruktur besiegelten das Ende.

Kohl aber ist noch immer eine ganz wichtige Sache in Dithmarschen und dass die alte Kohlfabrik nicht in Vergessenheit geriet, sondern als ein lebendiges Denkmal fortbesteht (25 Leute arbeiten hier inzwischen wieder), ist namentlich drei Männern zu verdanken: Hubert Nickels, Martin Kehl und Achim Krumbiegel. Heute werden hier pro Jahr wieder rund 500.000 Gläser bio-zertifiziertes Sauerkraut produziert. Darunter auch ein Dithmarscher Küsten-Kimchi, eine pikante asiatische Spezialität aus Kohl – Tradition und Moderne schließen sich hier nicht aus. Das Kohlosseum ist mehr als ein riesiges Gebäude: es ist Bauernmarkt ebenso wie Museum und Lehrwerksatt. Und wer weiß, vielleicht trifft man hier ja auch eine Kohl-Regentin. 1891 wurde auf dem Gelände in einem Anbauversuch erstmals Weißkohl angepflanzt. Das Haus atmet Geschichte und es ist ein herrliches Spazieren über die alten Böden und unter den alten Holzbalken, ein spannendes Stöbern. Man lernt alles über Kohl und Sauerkraut, beim Gang durch Gebäude und Geschichte. In der Krautwerkstatt lehrt und lernt man, wie sehr gesundes Sauerkraut auch zu Hause hergestellt werden kann, im Bauern-Laden gibt es nicht nur z.B. Wurst, Gemüse nach Saison, Käse und Brot, sondern natürlich Kohl in allen denkbaren und undenkbaren Variationen. Auch als Kosmetikprodukt. Ein Nebensatz aus der Ausstellung ist Programm für dieses zwar ungewöhnliche, aber faszinierende Museum – Kohl steckt nicht nur voller Vitamine, sondern auch voller Überraschungen! 

Die alte Post von Pellworm

Bevor der Tiefwasseranleger, dem Fährhafen, 1992 auf Pellworm gebaut wurde, war der kleine Hafen von Tammensiel das Tor zur Insel. Noch heute ist Tammensiel der Hauptort von Pellworm, man sieht seine Bedeutung als Ort der Ankunft und des Umschlags. Die kleine Kutterflotte hat hier ihren Liegeplatz, ein Ausflugsschiff der NPDG liegen am Kai und Sportboote sowieso, auch Güter werden nach wie vor umgeschlagen; wie zum Beispiel Heu oder Saatgut – denn Pellworm ist auch Bauernland. Ein auffälliges, gelbes Gebäude neben dem Siel fällt besonders auf; heute ist dies das Nationalpark-Haus Pellworm, ist hier die Schutzstation Wattenmeer untergebracht inklusive einer sehenswerten Ausstellung. Früher war hier die Post samt der Fernmeldeeinrichtungen, hier residierte das Fräulein vom Amt.

Der Autor Ulf Matthiesen hat in seinem Buch „Ein kleines Stück vom Paradies“ Lebensgeschichten der Pellwormerin Emmy Jensen aufgezeichnet. Darunter auch diese: Emmy Jensen, 90 Jahre alt, berichtet darin, dass nach dem Krieg hin und wieder die Engländer vom Festland herüber kamen, um nachzusehen ob jemand verbotenerweise Vieh geschlachtet oder Butter gemacht hat. Mit ihren Razzien kamen die Engländer meist nicht weit, genau gesagt – oft kamen sie mit ihren Auftrag nur bis Tammensiel. Dort war die Post, dort war das Telefon, dort war Fräulein Knudsen im Dienst und Herrin über alle Anschlüsse auf der Insel. Natürlich sah sie von ihrer Dienststelle, wenn das Schiff mit den Engländern in Tammensiel einlief. Sie musste nur noch alle Knöpfe drücken und rufen: De Engländers sind do!  Das, so erinnert sich Emmy Jensen in dem Buch, war eine Warnung an uns, schnell das Buttergerät zu verstecken. Kleine, schöne Inselgeschichten sind das, und wenn man Ohren und Augen aufmacht im Hafen von Tammensiel, den Blick aufs Meer, die Insel im Rücken, dann ist man angekommen und gut aufgehoben. Schwarzschlachten und buttern tut niemand mehr, hochwertige und leckere Inselprodukte gibt es überall und ganz offen auf Pellworm. Das wird der Inselgast schnell gewahr, denn Wurst, Käse und viele Köstlichkeiten mehr werden nicht mehr versteckt. Und das Fräulein vom Amt telefoniert übrigens auch nicht mehr in die Runde. Dass ein Schiff gekommen ist, wissen sowieso schon alle. Und die Tische sind gedeckt!  

Urlaubstipps:

Weitere Tipps und Ideen für unterhaltsame Urlaubserlebnisse finden sich auf der Seite www.nordseetourismus.de sowie im nordsee Urlaubsplaner, der über diese Seite kostenlos angefordert werden kann.

Großes Veranstaltungs- und Informationsangebot im Naturzentrum Katinger Watt, im Haus bzw. der Bibliothek sind u.a. Bücher von Hein Hoop zu finden;  www.nabu-katinger-watt.de

Radierungen und Skulpturen von Hein Hoop finden sich im Museum der Landschaft Eiderstedt;  www.museum-landschaft-eiderstedt.de

Wattolümpiade in Brunsbüttel,am 23. Juli 2022, www.wattoluempiade.de/

Teppiche, Schals, Westen, Hand- und Geschirrtücher und vieles mehr sowie eine Galerie finden im Hof 51 Sönke-Nissen-Koog www.handweberei-peters.de

Info zu Veranstaltungen in Reußenköge, z.B. über die Tourist-Info Bredstedt www.nordseeurlaub.sh

Alle Informationen und Angebote zur Jugendherberge in Hörnum, www.hoernum.jugendherberge.de

Das Pfahlbau-Cafe Silbermöwe www.strandcafe-silbermoewe.de

In der alten Kohl-Fabrik von Wesselburen gibt es Vorführungen zum Herstellen und Konservieren von Sauerkraut und vielem mehr www.kohlosseum.de

Veranstaltungen, Führungen und Ausstellung rund um die Schutzstation Wattenmeer www.schutzstation-wattenmeer.de/unsere-stationen/pellworm und Weiteres auf www.pellworm.de

Quelle: Nordsee-Tourismus-Service GmbH

Niedersächsische Landesforsten warnen vor hoher Waldbrandgefahr

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist in diesem Jahr bereits seit März im Dauereinsatz

Das anhaltend trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr deutlich ansteigen. Die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit und der leichte Wind trocknen das im Wald am Boden liegende Reisig, die Vegetation und den Oberboden stark aus. Die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor der hohen Waldbrandgefahr und appellieren an das Gefahrenbewusstsein der Waldbesucher.

Der Waldbrandgefahrenindex (WBI)  beschreibt das meteorologische Potenzial für die Gefährdung durch Waldbrände in fünf Stufen. Die Waldbrandgefahrenstufen werden tagesaktuell mit einer Prognose für die nächsten Tage vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Die Stufen reichen von 1, einer sehr geringen Gefahr, bis 5, der höchsten Gefahrenstufe. In weiten Teilen der zentralen und östlichen Lüneburger Heide, sowie in den mittleren und südlichen Landesteilen wird in den nächsten Tagen die zweithöchste Gefahrenstufe 4 erwartet. In einigen Bereichen wird sogar die höchste Warnstufe 5 erreicht.

Waldbrandgefahr! Bild: Storyblocks

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist ab der Waldbrandgefahrenstufe 3 mit speziell geschulten Forstwirten besetzt, in diesem Jahr bereits seit März fast durchgehend. Bis jetzt wurden schon deutlich mehr Einsatztage als in den trockenen Vorjahren abgeleistet. Von Lüneburg aus überwachen die Brandwächter eine 440.000 Hektar große Waldfläche im besonders gefährdeten nordöstlichen Niedersachsen. In der Waldbrandzentrale laufen die Bilder und Daten der Überwachungskameras von 17 niedersächsischen Standorten, und seit Neuestem auch länderübergreifend von jeweils drei Standorten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, zusammen. Die hochmodernen Kameras haben einen Rundumblick von mehr als zehn Kilometern und erkennen frühzeitig Rauchentwicklungen. Damit ist bei Auftreten eines Waldbrandes eine kurzfristige Alarmierung der Einsatzkräfte möglich.

Die Landesforsten appellieren an die Waldbesucher und bitten um Mithilfe: Das im Wald herrschende Rauchverbot ist dringend zu beachten; auch achtlos aus dem fahrenden Auto geworfene Zigarettenkippen stellen eine erhebliche Gefahr dar. Fahrzeuge sollten nicht auf trockener Vegetation geparkt werden, die sich an heißen Bauteilen entzünden kann. Beim Parken ist auch darauf zu achten, Rettungswege und Waldeinfahrten freizuhalten. Beobachtete Brände oder Verdachtsfälle sind unverzüglich dem Notruf 112 zu melden.

Weitere Information zu den Niedersächsischen Landesforsten lesen Sie unter www.landesforsten.de

Quelle: Niedersächsische Landesforsten

Den Kraftort Natur aktiv erleben – Ferienregion Odenwald: Auf Rad- und Wanderfans warten tolle Qualitätstouren

Tief durchatmen und neue Landschaften erkunden: Aktivurlaub im eigenen Land ist gefragt – und damit Regionen, die viel Platz zum Bewegen und Erleben bieten. Dazu gehört ohne Frage auch der Odenwald. Fernab des Massentourismus kann man hier durch bunte Laubwälder und romantische Schluchten streifen sowie geheimnisumwobene Burgen und schmucke Fachwerkstädte entdecken. Erholungssuchende finden in der fahrrad- und wanderfreundlichen Ferienregion vielfältige Tourenmöglichkeiten – unter www.tg-odenwald.de werden sie vorgestellt.

Aussichtspunkt Gickelfelsen: Bei einer Wanderung entlang des Neckarsteigs können sich Ausflügler auf herrliche Ausblicke in die Natur freuen. Foto: djd / Touristikgemeinschaft Odenwald / Barbara Wagner

Radtour quer durch das „Madonnenländchen“

Religiöser Zeitgeschichte kommt man auf dem Odenwald-Madonnen-Radweg nach, von Tauberbischofsheim durch die Mittelgebirgslandschaften des Naturparks Neckartal-Odenwald bis in die Domstadt Speyer. Der mit drei Sternen zertifizierte Landesfernweg bietet auf 174 Kilometern Länge zahlreiche Highlights wie die romantische Fachwerkstadt Walldürn mit der barocken Basilika zum Heiligen Blut oder das schmucke Buchen, wo ein Abstecher zur Tropfsteinhöhle in Buchen-Eberstadt mit ihren Millionen Jahren alten Tropfsteingebilden lockt. Und immer wieder stößt man unterwegs auf Bildstöcke, Kreuze und Heiligenfiguren. Auf der Strecke geht es über die Trasse einer ehemaligen Schmalspurbahn und das malerische Mosbach ins Neckartal. Über die Festspielgemeinde Zwingenberg bringt die Route Ausflügler zu weiteren Höhepunkten, wie der alten Staufer- und Reichsstadt Eberbach, der Vierburgenstadt Neckarsteinach, dem romantischen Heidelberg und der malerischen Rheinebene.

Zehn Jahre Qualitätswanderweg Neckarsteig

Wanderfreunde wiederum können sich mit dem Neckarsteig auf ein richtiges Wanderschmankerl freuen. In den neun empfohlenen Etappen führt die Route – mit zahlreichen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten – vorrangig durch den Naturpark Neckartal-Odenwald vom romantischen Heidelberg bis nach Bad Wimpfen. Auf dem durchgehend markierten Weg können Wanderer in der Margaretenschlucht einen der höchsten Wasserfälle Deutschlands bestaunen oder die Burg Guttenberg mit der Deutschen Greifenwarte kennenlernen. Der vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Steig feiert 2022 sein zehnjähriges Bestehen mit vielen Aktionen und Wanderveranstaltungen. Seit der Eröffnung wurde er stetig weiterentwickelt. Waldsofas und Künstlerbänke wurden aufgestellt und Sehenswürdigkeiten mit informativen QR-Codes ausgestattet. So hat man den Reiseführer anhand seines Smartphones immer in der Tasche. Da es auf den einzelnen Etappen genügend Einkehrmöglichkeiten gibt, können sich Wanderer auf kulinarische Spezialitäten wie Grünkern oder Wildgerichte freuen.

Fünf Quiztouren im Schwäbischen Donautal bieten Rätselspaß für die ganze Familie

Fünf spannende Quiztouren bieten im Schwäbischen Donautal jede Menge Rätselspaß für die ganze Familie. Für jede und jeden ist das passende Thema dabei: In der Hansenhohl Schlucht in Thannhausen gibt es mit Kommissar Hiller einen Kriminalfall zu lösen. Im Donautal geht es mit dem Rad auf Energie-Quiztour, vorbei an Solarparks, Windrädern und Co. Und an der Brenz in Bächingen begibt man sich auf die Spuren kleiner und großer Tiere, die in dieser Flusslandschaft heimisch sind.

Ganz neu ist die Bachmuschel-Quiztour in Finningen. Dort gibt es im Brunnenbach eines der letzten Bachmuschelvorkommen in Bayern. Die Bachmuschel ist akut vom Aussterben bedroht und genießt daher besonderen Schutz. Wie dieser aussieht und warum sie sich besonders im Brunnenbach so wohl fühlt, dass erfährt man auf der neuen Quiztour. An der Erlebnisstation in der Johann-Bösl-Straße kann man der Bachmuschel dabei besonders nah kommen, sich nach der Tour im Brunnenbach abkühlen oder sich an den Matschtischen (ab Mitte Juni) austoben.

Wer auf Quiztour gehen möchte, lädt ganz einfach kostenlos „Die Quiztour-App“ im Apple App Store oder auf Google Play herunter. Danach muss nur noch die gewünschte Tour geladen werden und der Rätselspaß kann beginnen. An den Quizpunkten entlang der Touren gibt es interessante Audiobeiträge zu hören und knifflige Quizfragen zu lösen, entweder gemeinsam oder im Duell gegeneinander.

Einen Überblick über alle fünf Touren zwischen Thannhausen und Königsbronn gibt die neue Broschüre „Quiztouren im Schwäbischen Donautal“. Diese kann kostenlos unter www.dillingerland.de oder telefonisch unter 07325 9510140 bestellt werden.

Quelle: lifePR / Dillingerland

Ab in den Zug: Mit dem 9 € Ticket zu den schönsten Orten Deutschlands

Am 1. Juni war es endlich so weit: Das 9 € Ticket bringt Reisende quer durch die Republik. Egal ob von München ans Meer, von Berlin ins Allgäu oder von Köln an den Chiemsee – drei Monate lang heißt es einfach rein in die Regionalbahn und mal das wunderschöne eigene Land unsicher machen.

Bei scheinbar unendlich vielen Reise-Möglichkeiten für diesen Sommer ist es wirklich schwierig sich zu entscheiden. Für alle, die noch ein wenig Inspiration brauchen, haben sich die Reiseexperten von Travelcircus auf die Suche nach besonders tollen Reisezielen ab Berlin, Hamburg, München und Köln gemacht. Außerdem haben wir uns gefragt, ob hier und da vielleicht auch ein kleiner Abstecher ins Ausland möglich wäre – mit überraschendem Ergebnis!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer will, kann 400 km ohne umsteigen zurücklegen
  • Das Ticket bringt Reisende auch über so manche Grenze
  • 18:51 Stunden dauert es von München nach Sylt
  • Von Berlin ans Meer dauert es weniger als 3,5 Stunden
  • Mit 8x umsteigen schafft man sogar drei Länder an einem Tag

Unbegrenzter Sommer-Spaß mit dem 9 € Ticket

Jetzt kommt es wirklich: Das 9 € Ticket, mit dem der gesamte Nahverkehr innerhalb Deutschlands genutzt werden darf. Bevor es ans wilde Planen geht, wäre es hilfreich sich vorab noch über ein paar Dinge wie angebotene Strecken, Ausnahmen oder die Mitnahme von Hunden zu informieren.

Die wichtigsten Infos zum Ticket haben wir noch einmal zusammengefasst:

Wo gilt das 9 € Ticket?

Das Ticket ist mit folgenden Verkehrsmitteln im ganzen Land nutzbar:

  • S-Bahn
  • U-Bahn
  • Straßenbahn
  • Bus
  • Regionalbahn (RB)
  • Regionalexpress (RE)
  • einzelne Fähren (z. B. in Berlin und Hamburg)

Achtung – Hier gilt das 9 € Ticket nicht

In den Regionalbahnen und Regionalexpressen gilt das Ticket für Fahrten in der 2. Klasse. Was so simpel klingt, muss doch einen Haken haben, oder? Tatsächlich ist Vorsicht bei der Streckenauswahl geboten, denn das günstige Ticket gilt nur in REs und RBs der DB Regio, nicht aber in den Zügen der DB Fernverkehr AG.

So ist es beispielsweise nicht möglich in Bremen in den Regio nach Norddeich zu steigen, denn dieser RE gehört zur DB Fernverkehr AG. In der Reiseauskunft auf der Website der Bahn sowie in der App steht dann eine Info unter „Hinweise”. Diese Strecken lassen sich aber auch daran erkennen, dass beim Preis mehr als 9 € steht.

Wer schneller unterwegs sein und demzufolge einen IC oder ICE nutzen möchte, braucht allerdings weiterhin ein reguläres Ticket. Auch die grünen Züge der Flixtrain bzw. die Flixbusse sind nicht mit dem 9 € Ticket nutzbar.

Wann gilt das 9 € Ticket?

Das begehrte Ticket gilt den ganzen Sommer über, genauer gesagt jeweils im Juni, Juli und August. Für jeden dieser Monate ist ein einzelnes Ticket nötig, welches dann jeweils vom ersten bis zum letzten Tag des Monats gültig ist. Wer das Ticket also in jedem der drei Monate nutzen möchte, zahlt insgesamt nur unglaubliche 27 €.

Damit gilt das Ticket auch für den größten Teil der Sommerferien und kann folglich auch ideal für den Sommerurlaub mit der ganzen Familie genutzt werden. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen deckt das 9 € Ticket sogar die gesamten Sommerferien ab.

Wo gibt es das 9 € Ticket?

Wer das Ticket nutzen möchte, kann es bereits jetzt kaufen. Es ist beispielsweise in der DB Navigator App, auf bahn.de, an Fahrkartenautomaten, im DB Reisezentrum oder auch bei lokalen Verkehrsverbünden wie der BVG (u. a. in der App) verfügbar.

Hat man jedoch bereits eine Monats- oder Jahreskarte, muss man sich kein zusätzliches Ticket kaufen, da die Abo-Tickets automatisch auch als 9 € Tickets gelten. Das gilt übrigens auch für Semestertickets.

Fahrräder und Hunde mit dem 9 € Ticket

Mal schnell mit dem Fahrrad in den Zug und dann von Zielbahnhof aus weiterradeln? So leicht wird das leider nicht. Fahrräder können nämlich nicht kostenfrei mitgenommen werden. Wer das Rad mit in einen Zug nehmen möchte, muss ganz regulär einen Fahrrad-Fahrschein kaufen.

Da die Züge höchstwahrscheinlich sehr voll sein werden, wird außerdem dazu geraten, keine Räder mitzunehmen. Es könne nämlich nicht garantiert werden, dass genügend Platz für das Rad im Zug ist. Ist der Zug zu voll, muss das Rad leider draußen bleiben.

Auch sollte man sich besser genau überlegen, ob der liebste Vierbeiner mit in den überfüllten Zug soll. Hunde sind ebenfalls nicht im 9 € Ticket inkludiert. Laut der Bahn ist es auch nicht möglich ein extra 9 € Ticket für die Fellnase zu kaufen.

Allerdings ist Deutschland, was die Mitnahmeregelung von Hunden angeht, ein wahrer Flickenteppich. In manchen Verkehrsverbünden (z. B. in Stuttgart (VVS) oder im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)) ist dies nämlich grundsätzlich erlaubt. Wer also entsprechende Gebiete mit dem Hund durchfährt, braucht für dieses Gebiet dann kein Extra-Ticket. Hier sollte man sich aber vorab ganz genau informieren, damit es nicht doch noch sehr teuer für Hund und Mensch wird.

Wundervolle Reiseziele mit dem 9 € Ticket

Das Streckennetz der Bahn in Deutschland ist riesig, hinzu kommen noch die teilweise überaus gut ausgebauten Verkehrsnetze der einzelnen Verkehrsverbunde. Daraus ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten – sei es für einen kleinen Ausflug oder doch einen aufregenden Urlaub am anderen Ende Deutschlands.

Wir bei Travelcircus waren natürlich auch ganz neugierig, wo man gut hinkommen könnte, wie lange es dauert und auch, wie oft man so umsteigen müsste. Auf dieser Suche haben wir einige tolle Reiseziele ab Berlin, Hamburg, München oder Köln gefunden.

Dabei haben wir uns nicht nur an den beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands, an die wahrscheinlich Unmengen an Reiseliebhabern fahren werden, orientiert, sondern auch anhand unseres alljährlichen Kleinstadt-Rankings nach würdigen Alternativen gesucht. Insgesamt haben wir uns 65 Reiseziele genauer angesehen und für jeden Startpunkt ein paar besonders schöne herausgesucht, jeweils eins ohne Umsteigen, eine mittellange und eine sehr weite Strecke.

Dabei gilt es zu beachten, dass dies kein Ranking sein soll, sondern viel mehr als ein bunter Mix zur Inspiration.

Quelle: Travelcircus.de

Großartige Strecken ab Berlin

Ein Sommer in Berlin ist zweifelsohne toll. Doch ab und zu möchten auch die Hauptstädter mal etwas Abwechslung oder auch einfach etwas Ruhe fernab des Großstadtrubels. Dank seiner guten Anbindung ist Berlin ein idealer Ausgangspunkt für Reisen mit dem 9 € Ticket.

Ohne Umsteigen an die Ostsee

Berlin Hbf – Rostock/Stralsund/Wismar

Dauer: ab 02 h 41 min/ab 03 h 13 min

Kaum ein Reiseziel ist so beliebt wie die Ostsee und ihre Inseln. Welch ein Glück also, dass von Berlin aus gleich mehrere Regionalzüge direkt bis ans Meer düsen: Der RE 5 bringt Fahrgäste innerhalb von 2 Stunden und 41 Minuten nach Rostock, der RE 3 braucht lediglich 3 Stunden und 13 Minuten bis nach Stralsund und der RE 2 braucht genauso lange bis nach Wismar.

Da Berlin nicht die erste Station entlang der Strecken ist, könnten die Züge bereits in Berlin sehr voll sein. Doch mit der Aussicht auf Meer ist auch ein voller Zug für knapp 3 Stunden aushaltbar.

Der RE 5 ist übrigens auch die längste Regionalbahn-Linie Deutschlands. Von Elsterwerda in Brandenburg bis nach Rostock legt er stolze 400 km zurück.

Zum Wandern in den Harz

Berlin Hbf – Magdeburg Hbf – Wernigerode Hbf

Dauer: ab 03 h 06 min

Der Sommer eignet sich auch hervorragend für einen Wanderausflug. Von Berlin aus geht es über Magdeburg in nur knapp 3 Stunden bis nach Wernigerode in den Harz. Die bezaubernde Kleinstadt mit ihren romantischen Fachwerkhäusern ist zum einen selbst einen Besuch wert und zum anderen der perfekte Ausgangspunkt für eine Wanderung zum berühmten Brocken.

Wer will, kann mit der beeindruckenden Brockenbahn auf den Berg fahren. Diese Bahn ist allerdings nicht mit dem 9 € Ticket nutzbar.

Abenteuerreise zum Märchenschloss nach Füssen

Berlin Hbf – Dessau Hbf – Leipzig Hbf – Erlangen Hbf – Augsburg Hbf – Buchloe – Füssen

Dauer: ab 11 h 30 min

Zugegeben, diese Strecke ist etwas für Liebhaber. Fährt man sie am Stück, so braucht man 11,5 Stunden von Berlin bis nach Füssen. Insgesamt muss dabei fünfmal der Zug gewechselt werden. Eine solche abenteuerliche Anreise passt aber irgendwie auch zu einem Märchenschloss, oder? Denn wer nach Füssen will, der möchte meist vor allem eins sehen: Das beeindruckende Schloss Neuschwanstein.

Wem 11,5 Stunden zu viel sind, der kann die Strecke natürlich auch in Etappen zurücklegen. Entlang der Strecke verstecken sich noch so manch andere besuchenswerte Orte wie Leipzig, Bamberg oder Kronach. Letzteres hatte es mit seinem mittelalterlichen Stadtkern im letzten Jahr in unserem Kleinstädte-Ranking sogar auf den 8. Platz geschafft.

Beeindruckende Strecken ab Hamburg

Auch vom Norden aus lässt sich die Republik vorzüglich mit dem Zug erkunden. Insbesondere ans Meer kommen Sonnenanbeter von Hamburg aus im Nu, sei es nach Kiel, Sylt oder nach Flensburg. Mit Umsteigen und etwas mehr Zeit im Gepäck ist nahezu jede Ecke Deutschlands von Hamburg aus erreichbar.

Auf einen Kaffee in die Marzipanstadt

Hamburg Hbf – Lübeck Hbf

Dauer: ab 0 h 44 min

Der Sommer schreit nur so nach Coffee Dates und endlosen Spaziergängen. Wer dabei gerne mal ein paar neue Cafés ausprobieren möchte, steigt in den RE 8 und ist innerhalb von 44 Minuten im zauberhaften Lübeck. Eine romantische Altstadt, zahlreiche Museen, das imposante Holstentor und natürlich das unfassbar leckere Niederegger Marzipan machen Lübeck zu einem perfekten Tagesausflugs-Ziel.

Noch ein kurzer Abstecher an den Strand? Vom Lübecker Hauptbahnhof aus dauert es lediglich 22 Minuten bis nach Travemünde. Kaffee am Strand klingt für uns auf jeden Fall äußerst verlockend. 

Weintrinken an der Mosel

Hamburg Hbf – Bremen Hbf – Osnabrück Hbf – Duisburg Hbf – Koblenz Hbf – Cochem (Mosel)

Dauer: ab 08 h 23 min

An lauen Sommerabenden ist ein Getränk noch beliebter als Kaffee: Wein. Mit ihren beeindruckenden Weinbergen und magisch wirkenden Burgen ist die Region rund um die Mosel nicht nur bei Weinliebhabern unfassbar beliebt. Von Hamburg aus ist beispielsweise Cochem gut erreichbar.

Mit viermal umsteigen dauert es 8 Stunden und 23 Minuten. Wer also morgens Lust auf Wein an der Mosel hat, kann am selben Abend noch dort sein. Auch die Umstiegsorte wie Koblenz sind definitiv einen Ausflug wert.

Entspannung und Sonne satt am Chiemsee

Hamburg Hbf – Uelzen – Göttingen – Neudietendorf – Saalfeld (Saale) – Nürnberg Hbf – München Hbf – Prien am Chiemsee

Dauer: ab 13 h 50 min

Einfach mal die Seele baumeln lassen, am Wasser entspannen und nach Herzenslust durch Wälder und Berge wandern – klingt traumhaft, nicht wahr? Ein Ort, an dem all das möglich ist, ist Prien am Chiemsee. Er ist der größte Ort am Chiemsee und hat neben traumhaften Aussichten noch einiges mehr zu bieten: Kletterpark, Heimatmuseum, exzellente Shoppingmöglichkeiten, Erlebnisbad oder auch Wellness.

Über Göttingen, Nürnberg und München geht es in knapp 14 Stunden von der Hafenmetropole ans „Bayerische Meer”. Wer nicht die ganze Strecke am Stück fahren möchte, hat unterwegs zahlreiche Möglichkeiten für einen Zwischenstopp, beispielsweise in Erlangen oder Bamberg.

Spannende Ausflüge ab Köln

Köln hat zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Charme, einen aufregenden Mix aus Großstadtabenteuer und romantischer Stadtidylle direkt am Fluss. Durch die tolle Lage im Herzen des Ruhrgebiets wäre es schon fast eine Sünde, nicht in einen der vielen Regionalzüge zu steigen und das Umland sowie den Rest Deutschlands zu erkunden.

City-Hopping in NRW

Köln Hbf – Düsseldorf/Münster/Dortmund

Dauer: ab 0 h 30 min/ 02 h 11 min/ 01 h 45 min

Inselhopping ist eine wirklich beliebte Urlaubsaktivität, überall da, wo viele Inseln sind, beispielsweise in Griechenland oder Thailand. Bis dahin reicht das 9 € Ticket leider nicht, aber eine großartige Alternative zum Inselhopping könnte City-Hopping in NRW werden.

Ohne Umstieg sind zahlreiche andere aufregende Städte von Köln aus in Windeseile erreichbar:

  • nach Düsseldorf dauert es gerade einmal 30 Minuten
  • nach Dortmund 1 Stunde und 45 Minuten
  • bis ins schöne Münster etwas mehr als 2 Stunden

Ob man dann nur für ein paar Stunden bleibt oder vielleicht doch über Nacht, muss natürlich jeder selbst entscheiden. In jeder dieser Städte gibt es auf jeden Fall eine Menge zu entdecken.

Natur und Kultur in Thüringen

Köln Hbf – Löhne (Westf) – Elz (Han) – Göttingen – Weimar

Dauer: ab 07 h 55 min

In Thüringen gibt es weit mehr zu entdecken als köstliche Thüringer Bratwurst und Klöße. Das Bundesland im Herzen Deutschlands lockt Touristen aus der ganzen Welt mit seiner Mischung aus romantischen Städten und wilder Natur an. In Weimar und Jena beispielsweise lässt es sich wunderbar auf den Spuren von Goethe und Schiller wandeln, was sicher die Herzen der einen oder anderen Literaturliebhaber höherschlagen lässt.

Das bezaubernde Erfurt ist selbstverständlich ebenfalls eine Reise wert. Neben den verwinkelten Gässchen, schönen Biergärten und kleinen Cafés gibt es zudem den einen oder anderen KiKa Star zu entdecken: Bernd das Brot, Tabaluga, Hein Blöd und andere Figuren sind in der ganzen Stadt verteilt.

Knapp 8 Stunden und dreimal umsteigen für ein Date mit dem Sandmännchen klingen doch eigentlich gar nicht so übel.

Zum Feiern nach Berlin

Köln Hbf –  Hamm (Westf) Hbf – Bielefeld Hbf – Braunschweig Hbf – Magdeburg Hbf – Berlin Hbf

Dauer: ab 09 h 29 min

„Du bist so wunderbar, Berlin” – was schon seit 2011 der Werbeslogan vom Berliner Pilsner Bier ist, können wir natürlich nur bestätigen. Keine andere Metropole Europas hat so viel Wasser, Wald, Kultur und Party wie die deutsche Hauptstadt.

Wer bisher noch nie da war, oder auch wer endlich mal wieder nach Berlin will, kann von Köln aus in 9 Stunden und 29 Minuten über Bielefeld und Magdeburg bis nach Berlin fahren.

Für einen Partyabend ist das womöglich etwas zu weit, aber in Berlin kann man glücklicherweise auch ein ganzes Wochenende oder sogar länger verbringen. Und wenn man schon mal in Berlin ist, kann man auch gleich noch einen Abstecher in den Spreewald und ins ikonische Potsdam machen!

Von München an die schönsten Orte

München und der ganze Süden Deutschlands sind auch bei deutschen Urlaubern überaus beliebt. Wie großartig ist es also, dass zahlreiche Traumziele auch direkt von München aus erreichbar sind? Egal ob die Alpen, Schloss Neuschwanstein oder sogar Salzburg in Österreich – all das ist nur einen Katzensprung und eine gemütliche Zugfahrt entfernt.

Ohne Stress in die Alpen

München Hbf – Kempten (Allgäu)/Garmisch-Partenkirchen/Füssen

Dauer: ab 01 h 21  min/ 01 h 22 min/ 02 h 05 min

Von Berlin aus ist es eine gefühlte Weltreise bis nach Füssen zum Schloss Neuschwanstein, von München aus ist es lediglich eine zweistündige Zugfahrt ohne umsteigen. Spricht also wahrlich nichts dagegen, das berühmte Schloss mal aus der Nähe zu betrachten, oder?

Direktverbindungen von München aus gibt es in alle Himmelsrichtungen, natürlich auch in die Berge und zu malerischen Orten wie Garmisch-Partenkirchen. 1 Stunde und 22 Minuten benötigt der Zug von München bis nach Garmisch-Partenkirchen. Der weltberühmte Ski-Ort lohnt sich auch in den Sommermonaten. Wanderfans können von dort aus auch einige Highlights wie den Eibsee, die Partnachklamm und sogar die Zugspitze entdecken.

Soll es lieber ein anderer pittoresker Ort im Allgäu sein? Dann ab in den RE 70/76 Richtung Lindau. Entlang der Strecke befindet sich so mancher traumhafter Ort wie Kempten oder Oberstaufen, was übrigens auch für seine grandiose Pizza bekannt ist.

Auf in Sachsens schönste Städte

München Hbf – Hof Hbf – Leipzig Hbf/ München Hbf – Hof Hbf – Dresden Hbf

Dauer: ab 06  h 22 min / 06 h 24 min

Überraschenderweise ist es möglich, mit nur einem Umstieg von Bayerns Hauptstadt bis nach Dresden oder Leipzig zu fahren. In beiden Fällen steuern Reisende zunächst Hof an und nehmen von dort den Regionalexpress nach Leipzig oder Dresden. Unentschlossene können also in Hof einfach spontan entscheiden, welche der beiden sächsischen Perlen sie besuchen wollen.

Die Fahrt zu beiden Städten dauert 6 Stunden und 22 bzw. 24 Minuten und ist somit auch am Stück machbar. Wer sich für Dresden entscheidet, sollte die Wanderschuhe einpacken und unbedingt einen Wandertag zur Bastei einplanen. Die traumhafte Aussicht entschädigt definitiv den anstrengenden Aufstieg.

Wandertipp: Der Abstieg über die „Schwedenlöcher” ist übrigens beinahe noch schöner auf aufregender, und wahrscheinlich weniger überlaufen, als der reguläre Weg.

Zu den Reichen und Schönen nach Sylt

München Hbf – Nürnberg Hbf – Leipzig Hbf – Magdeburg Hbf – Uelzen – Hamburg Hbf – Elmshorn – Westerland (Sylt)

Dauer: ab 15 h 30 min

Die Lieblingsinsel der Deutschen darf natürlich nicht fehlen. Wer das Alpenpanorama mal gegen feine Sandstrände und das Wattenmeer tauschen möchte, ist auf Sylt definitiv an der richtigen Adresse. Ein Besuch der Insel der Reichen und Schönen kostet sonst von München aus ein wahres Vermögen, während der Sommermonate reicht das 9 € Ticket.

Leuchttürme, frischer Hummer, Wellness und ein einzigartiges Insel-Feeling begrüßen Urlauber das ganze Jahr über, insbesondere natürlich in den heißeren Monaten, in denen Wasserratten nach dem Schlemmen direkt ins Meer hüpfen können.

Mit 15,5 Stunden dauert es allerdings eine ganze Weile von München bis auf die Insel, es ist aber an einem Tag machbar. Wer die Strecke lieber in Etappen zurücklegen möchte, könnte beispielsweise einen Zwischenstopp in Leipzig einlegen.

Ab ins Ausland: Mit dem 9 € Ticket in Deutschlands Nachbarländer

Keine Frage, ein Kurzurlaub im eigenen Land kann wirklich wunderschön sein, ganz besonders, wenn dieses Land so vielfältig wie Deutschland ist. Wie wäre es aber dennoch mit einem kleinen Abstecher in eines unserer zauberhaften Nachbarländer?

Zum Kuchen essen nach Tschechien

Mit dem 9 € Ticket ist das mancherorts problemlos möglich. Allerdings gilt das Ticket nur für ganz bestimmte Ziele, die auch zum deutschen Streckennetz gehören. Es ist beispielsweise möglich über Mittelherwigsdorf in Sachsen nach Varnsdorf in Tschechien zu fahren und dort einen herrlichen Tag mit tschechischem Bier, grandiosem Kuchen und einem gemütlichen Spaziergang zu verbringen.

Vom Meer in Polen bis in die Schweiz

Meerliebhaber wird es sehr freuen, dass auch eine Fahrt nach Swinemünde an die traumhafte Ostseeküste mit dem 9 € Ticket erlaubt ist. Hierbei muss aber genau darauf geachtet werden, welche Verbindung genommen wird. Das günstige Ticket ist nämlich nur auf der Fahrt mit dem RB 23 von Züssow nach Swinoujscie (Swinemünde) gültig. Die Verbindung über Berlin und Szczecin kann nicht genutzt werden.

Schweizer Schokolade, köstlicher Käse und eine bezaubernde Stadt voller Kultur und traumhafter Kulissen – die Rede ist von Basel, ganz im Norden der Schweiz. Der RE 7 bringt Reisende ohne Aufpreis von Karlsruhe nach Basel. Allerdings ist nur die Fahrt zur Station „Basel Bad Bf.” inkludiert.

Wer Zugfahren so richtig liebt, könnte sogar von Basel bis nach Swinemünde fahren. 23 Stunden und 21 Minuten sowie 8x umsteigen müsste man dafür in Kauf nehmen, aber es wäre auf jeden Fall eine abenteuerliche Challenge.

Kleiner Abstecher nach Österreich

Deutsche urlauben seit jeher auch unglaublich gerne in Österreich. Beliebte Ausflugsziele sind dabei die Mozartstadt Salzburg und Kufstein. Beide Orte sind ebenfalls mit dem günstigen 9 € Ticket erreichbar, da beide von der BRB von München aus angefahren werden. Vor Ort benötigt man dann allerdings ein ÖPNV Ticket oder man erkundet die Stadt

Von Aachen mit dem Bus in die Niederlande und nach Belgien

Die eine oder andere Buslinie des AVV (Aachener Verkehrsverbund) fährt auch grenznahe Orte in Belgien oder den Niederlanden an. Liegen diese entlang der Strecke, kann auch hier das 9 € Ticket genutzt werden. Kelmis in Belgien, was auf französisch La Calamine heißt, ist dabei eins der möglichen Ziele. In Kelmis lohnt sich unter anderem eine ca. 30 minütige Wanderung zu beeindruckenden Eyneburg.

Wer richtig Lust auf holländische Pommes und Stroopwafels hat, kann ebenfalls in Aachen in den Bus steigen und mit seinem 9 € Ticket in die Niederlande düsen. Orte, die so erreicht werden können, sind Sittard, Kerkrade und Vaals.

Und wie sieht es mit den restlichen Nachbarländern aus? Nach Frankreich, Dänemark und Luxemburg kommt man leider nicht mit dem Ticket. Wer aber beispielsweise nach Straßburg möchte, fährt nach Kehl und läuft von dort oder nimmt die Straßenbahn und kauft sich ein Extra-Ticket.

Quelle: Travelcircus.de

Wandern mit Aussicht an der Lahn: Die schönsten und spektakulärsten Touren im Naturpark Nassau

Im Rothaargebirge entspringt die Lahn in einem idyllischen Quellteich. Hier beginnt der Lahnwanderweg auf gut 600 Höhenmetern und folgt dem Flusslauf bis zur Mündung in den Rhein. Im vergangenen Jahr wurde er von der Fachzeitschrift „Wandermagazin“ auf den zweiten Platz der schönsten Wanderwege Deutschlands gewählt. Seine Höhepunkte sind atemberaubend: etwa die Aussichten vom Gabelstein auf die Lahnschleife, von der Felsklippe Wolfslei ins steile Lahntal oder vom Concordiaturm auf den kaiserlichen Kurort Bad Ems mit weitem Ausblick über Taunus und Westerwald. Die letzten von insgesamt 19 Etappen sind die spektakulärsten: Der Obernhofener Klettersteig ist mit Seilen und Steighilfen gesichert, die auf einem schmalen Grat zum berühmten Goethepunkt führen. Und in der Felsenschlucht Ruppertsklamm sind rund 235 Höhenmeter zu überwinden, teilweise mit in den Fels gehauenen Haltegriffen. Wer nicht schwindelfrei ist, kann aber auch leichtere Nebenrouten wählen.

Zwischen Balduinstein und Obernhof fließt die Lahn in einer steilen Schlucht. Vom Aussichtspunkt „Gabelstein“ hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Lahn. Foto: djd / Touristik Bad Ems-Nassau / Dominik Ketz

Etappenwandern oder Tagestouren

Zwischen den wildromantischen Bergpfaden liegen verwunschene Auen, dichte Buchenwälder und einladende Städtchen wie Dausenau mit seiner mittelalterlichen Stadtmauer oder Nassau zu Füßen der gleichnamigen Burg. Fast alle Etappenorte am 290 Kilometer langen Lahnwanderweg haben einen Bahnhof, sodass Urlauber sie auch einzeln als Tagestouren erwandern können. Zudem laden etliche Nebenwege zu Erkundungen ein, die alle Ansprüche von familienfreundlichen Spazierrunden bis zu ambitionierten Bergtouren abdecken. In Bad Ems kann man auch bequem mit der Kurwaldbahn auf die Bismarckhöhe fahren, wo ein Ausflugslokal mit Panoramaterrasse und die Startpunkte zu einigen Rundwegen liegen. Unter www.badems-nassau.info sind alle Routen in interaktiven Karten zu finden, die GPX-Daten stehen zum Herunterladen bereit.

Auf den Spuren von Sagen und Märchen

Am Bismarckturm über Bad Ems startet auch der vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnete Premiumweg „Höhenluft“: Am Rundweg liegen spektakuläre Aussichtspunkte, antike Relikte aus der Römerzeit und die sagenhaften Heinzelmannshöhlen. Auf den Spuren einer weiteren Sage führt der Dörsbach-Mühlenweg von Katzenelnbogen nach Obernhof durch das Jammertal: Dessen Name erinnert an eine traurige Legende, die von erfrorenen Kindern erzählt. Von Nassau aus kann man auf der „Vier-Täler-Tour“ in fünfeinhalb Stunden bis nach Obernhof wandern: Durch stille Wälder geht es ins felsige Mühlbachtal, hinauf zum Kloster Arnstein und durch das einzige Weinbaugebiet an der Lahn. Oder man wählt in Nassau einen leichten, zweistündigen Rundweg auf dem Philosophenweg um den Burgberg im romantischen Mühlbachtal.

Quelle: djd / Touristik Bad Ems-Nassau

Nachhaltig und urban – die grünen Seiten der Schweizer Städte erleben

Die Schweizer Städte zeichnen sich durch ihre Nähe zur Natur aus und stehen dank ihrer überschaubaren Größe sowohl für Lebensqualität als auch für urbanes Flair. Historische Ortskerne, moderne Architektur und zahlreiche Grünflächen liegen oft dicht beieinander. Dank dem gut ausgebauten Schienennetz reisen Städteurlauber bequem und klimaschonend von Stadt zu Stadt. Auch innerhalb der Städte wird die nachhaltige Entwicklung stetig vorangetrieben und beispielsweise die Elektromobilität weiter ausgebaut. Zürich betreibt bereits einen Großteil der öffentlichen Verkehrsmittel mit Strom aus erneuerbaren Energien und will bis 2030 die verbleibenden Dieselbusse weitgehend durch E-Busse ersetzen. In den einzelnen Städten gibt es zahlreiche nachhaltige Angebote und Initiativen, die ein umweltbewusstes und klimaschonendes Leben fördern. Der Nachhaltigkeit auf der Spur geht es auf einen Streifzug zu den grünen Seiten der Städte quer durch die Eidgenossenschaft.

Flussbaden inmitten der Stadt in Zürich, Zürich Region
Was wäre die Schweiz ohne ihre „Badi“? Ein besonderes Erlebnis ist das Flussbaden: Basel, Bern und Genf bieten Flussbadeanstalten mit hoher Wasserqualität mitten in der Stadt. Wasserratten springen in Zürich in den Flussbädern Oberer Letten und Unterer Letten in die Limmat. Ganz besonders empfehlenswert ist das Jugendstil-Bad am Stadthausquai: die Frauenbadi. Der Name ist Programm, denn tagsüber ist das Bad nur für Frauen geöffnet. Hier schwimmt es sich mit einmaliger Aussicht auf das Grossmünster, die Wasserkirche und die umliegende Altstadt. Das Wasser, das vom Zürichsee in die Limmat fließt, ist ausgesprochen sauber. An drei Abenden in der Woche öffnet abends die Barfussbar, die dann auch Männer willkommen heißt. Das Flussbad wurde 1837 bei der Schanze der alten Stadtbefestigung für Frauen zur Körperpflege errichtet und 1888 im Jugendstil erneuert. Die Frauenbadi ist täglich von 7.00 bis 19.30 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Schweizer Franken.www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/staedte-kultur/listicles/fluss-und-seebaeder 

Urban Gardening in Basel, Basel Region
Blühende Innenstädte, essbare Städtelandschaften und Gemeinschaftsgärten liegen im Trend. Urban Agriculture Basel fördert als gemeinnütziges Netzwerk seit mehr als zehn Jahren in der Region Basel Projekte, die sich für einen biologischen und ganzheitlichen Lebensmittelkreislauf einsetzen. Interessierte können sich einen Überblick über die Projekte auf der Website verschaffen. Die Firma Edibâle beispielsweise baut im Rahmen des Projekts „#77 – Essbare Stadt“ essbare Zierpflanzen auf versteckten Hinterhöfen und Siedlungsflächen an, um die Biodiversität in der Stadt zu erhöhen. Die Wildkräuter kommen unter anderem im Restaurant Zum Onkel in Kleinbasel auf den Tisch. Das Projekt „#37 Stadtpilze“ hat sich der Pilzzucht verschrieben: In einem Pilzkeller im ehemaligen Arbeiterviertel St. Johann werden Pilze statt auf Stroh- oder Holzsubstrat auf gebrauchtem Kaffeesatz kultiviert und anschließend emissionslos per Cargobike transportiert. Die Produktionsreste werden als Dünger und Kompost weiter verwertet. Sehr lohnend ist auch ein Besuch der Basler Markthalle. Sie bietet täglich regionale, saisonale Lebensmittel sowie Street Food und lockt abends mit einer Bar und verschiedenen kulturellen Veranstaltungen.
www.urbanagriculturebasel.ch 

Gwand Festival in Luzern, Luzern-Vierwaldstättersee
Der September steht in Luzern im Zeichen der Nachhaltigkeit, denn dann findet vom 1. bis 3. September 2022 zum 13. Mal das Gwand Festival statt. Auf dem Programm steht das Thema Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen – von Mode über Wohnen bis Ernährung. Auf dem Festivalmarkt erwarten die Besucherinnen und Besucher nachhaltige Produkte und Innovationen sowie ein vielseitiges gastronomisches Angebot aus lokalen Produkten. Bei Podiumsdiskussionen und in Workshops lernen Teilnehmende, wie sie ihr Leben nachhaltiger gestalten können, zum Beispiel mittels Do-it-yourself Upcycling oder mit einer nachhaltigen Finanzplanung. Konzerte unter freiem Himmel sorgen für die abendliche Unterhaltung. Das Festival ist für die Besuchenden kostenlos.
www.myswitzerland.com/en-ch/experiences/events/gwand-sustainable-festival-13-september-in-luzern

Unterwegs mit dem Gemüse-Esel in Bern, Region Bern
Die Hauptstadt der Schweiz ist bekannt für ihre Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ihre Arkaden, ihren Bärenpark oder die Gurtenbahn. Weniger bekannt ist Bern für die Radwanderroute 888, das so genannte „Grüne Band“, das auf 59 Kilometern die naturnahe Stadt umschließt. Auf dieser Radwanderroute fährt der Biobauer Thomas Wieland, der „Gemüse-Esel“, mit seinem E-Bike wöchentlich 200 Kilogramm Gemüse und Obst in die Stadt, um seine selbst angebauten Produkte auf dem Markt oder in dem Unverpackt-Laden „Palette“ zu verkaufen. Er produziert seine Lebensmittel auf einfache Art und Weise weitestgehend ohne Einsatz von Maschinen. Auf den Spuren des „Gemüse-Esels“ lohnt sich eine Fahrt auf der abwechslungsreichen Radwanderroute, auf der das Erkunden lokaler Besonderheiten im Zentrum steht. Unterwegs gibt es auf grünen Tafeln allerlei Wissenswertes, Witziges und Überraschendes zu den Themen Natur und Landwirtschaft zu erfahren, und „Baumstamm-Bänkli“ laden zu einer Verschnaufpause ein. www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/staedte-kultur/geschichten/mit-dem-gemuese-esel-durch-das-gruene-band 

Lugano, Tessin (c) Navigazione Lago die Lugano

Erster Schweizer E-Dampfer „Vedetta 1908“ in Lugano, Tessin
Leinen los für den ersten E-Dampfer der Schweiz: Bereits im Jahr 2016 hat die Schifffahrtsgesellschaft Luganersee das über 100 Jahre alte Dampfschiff Vedetta 1908 zu einem E-Dampfer umgebaut. Während der Sommermonate erkunden Besucher auf nostalgische und gleichzeitig umweltschonende Art und Weise die Umgebung auf dem Wasserweg rund um Lugano. Auf dem Solarboot haben bis zu 30 Gäste Platz, doch es lässt sich auch für eine romantische Fahrt zu zweit buchen, inklusive Bootsmann. Die MNE Vedetta 1908 wird von Freitag bis Sonntag drei Mal täglich ab Lugano in See stechen. Für Erwachsene und Jugendliche ab 17 Jahren kostet eine Fahrt auf dem Solarboot 5 Schweizer Franken (rund 5 Euro); Kinder bis 5 Jahre fahren kostenlos mit.
www.myswitzerland.com/de-ch/planung/ueber-die-schweiz/nachhaltigkeit/nachhaltige-aktivitaeten/stilvoll-mit-dem-historischen-wassertaxi-unterwegs

Quelle: Schweiz Tourismus

Sommer im Wallis: Radeln im Bikeparadies für jedermann!

Das Wallis hat sich zu Recht einen Namen als Bikeparadies gemacht. Gut ausgeschilderte Routen, anspruchsvolle Alpenpässe und spektakuläre Wege führen Bikerinnen und Biker durch die faszinierende Landschaft. Dabei kommen sowohl Profis als auch Genussradler voll auf ihre Kosten.

Neue Touren für Bikefans im Wallis
Die Bikeregion Pfyn-Finges hat im Herbst 2021 im Herzen des Wallis ein 225 Kilometer langes Trailnetz freigegeben. Die 17 neu beschilderten Touren bieten einen hohen Anteil Singletrails für pures Bikevergnügen. Nebst zahlreichen Touren sorgen Bikeparks, Flowtrails, Pumptracks und Skills Parks für Abwechslung und Adrenalin. Und dank perfekt erschlossenem Verkehrsnetz und mehr als hundert Bergbahnen geht es entsprechend hoch hinaus.
https://ausflugsziele-news.com/2021/09/24/bike-region-pfyn-finges-eroffnet-225-kilometer-trailnetz/

Leukerbad MTB-route Valais Bike stage – (c) Valais Wallis Promotion – Pascal Gertschen

Biken im Thermalbadort Leukerbad
Der Torrent-Trail im Leukerbad gilt seit Jahren als Geheimtipp unter Bikern. Nach der Überarbeitung des Streckennetzes verspricht die Route nun mehr als 29 Kilometer Fahrspaß. Den Aufstieg von Leukerbad zur Rinderhütte überwindet man entspannt mit der Seilbahn – oder bei genügend Ausdauer aus eigener Beinkraft. Flüssig, aber nie zu steil, führt der Weg von der Rinderhütte vorerst bis zur Feselalp. Unterwegs lohnt es sich, eine Pause einzulegen, denn die Aussicht auf die Gipfel der Alpen und die Rhone-Ebene ist betörend. Durch Nadelwälder und urige Bergdörfer führt der Weg schließlich zum Zielort Leuk.
www.leukerbad.ch/biken#touren

Nachhaltiges Trailvergnügen
In der Aletsch Arena fahren Bikerinnen durch das UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch vor der einzigartigen Naturkulisse des Grossen Aletschgletschers sowie einiger Viertausender. Ab dem 11. Juni ist die Region noch um eine Attraktion reicher. Dann nämlich fällt der Startschuss für den neuen Wurzenbord-Trail. Ihrem Namen entsprechend führt die knapp drei Kilometer lange, flowige und naturnah gebaute Abfahrt vom Aussichtspunkt Wurzenbord zur Bettmeralp. Mit dem Sessellift am rechten Dorfrand erreichen Mountainbikerinnen und -biker die Bergstation Wurzenbord. Hier auf 2218 Metern Höhe befindet sich der Trail-Einstieg.

Großes Plus: Im Sinne der Nachhaltigkeit haben die Aletschbahnen zusammen mit Velosolutions den Trail ausschließlich mit elektrischen Baumaschinen und minimalen Eingriffen in die Natur gebaut. www.valais.ch/de/aktivitaeten/mountainbike/flowtrails/flowtrail-wurzenbord-bettmeralp

Bikeerlebnis Kreuzboden–Trift

Als Eldorado für Bikebegeisterte trumpft Saas-Fee Saastal auf: Ab kommendem Sommer wird der Bike Skills Park im Gebiet Kreuzboden mit einem neuen Flowtrail ergänzt. Das Biken geht also weiter. Und zwar von Kreuzboden runter zur Triftalp. Diese rund fünf Kilometer lange Strecke ist ein Teilprojekt zur Positionierung der Bergstrecke Saas-Grund–Kreuzboden–Hohsaas, die von 3200 Metern Höhe bis nach Saas-Grund auf 1560 Metern Höhe führt. Atemberaubendes und beeindruckendes alpines Mountainbiking mit einmaliger Aussicht auf die 18 Viertausender, die das Saastal umrahmen. Da schlägt so manches Bikerinnenherz höher.
www.saas-fee.ch/de/familie/sommer/familienaktivitaeten-im-sommer/bike-skills-park-kreuzboden, www.saas-fee.ch/de/medien/saastalnews

Quelle: Schweiz Tourismus

Freiluftkonzerte vor einzigartiger Naturkulisse: Musikfestival „Die Klänge der Dolomiten“ lockt ab 22. August 2022 mit 17 Vorstellungen in die Bergwelt Trentinos

Dem Himmel ein Stück näher wähnen sich Besucher des Musikfestivals „Die Klänge der Dolomiten“, wenn sie 1.200 Meter über dem Meeresspiegel, umrahmt von schneebedeckten Dreitausendern, klassischer, Jazz- und Weltmusiktönen lauschen. Denn bei der 27. Traditionsveranstaltung in den Bergen Trentinos finden alle 17 Konzerte vom 22. August bis 23. September 2022 in freier Natur, auf einer Almwiese oder vor einer Schutzhütte statt. Die Kleiderordnung ist dabei eher leger, schließlich gilt es die „Eventlocation“ im Vorfeld zu erklimmen. So wandern Künstler und Publikum gemeinsam zum Ort des Geschehens und werden mit einer einzigartigen Naturkulisse belohnt. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Festival sich seit den Anfängen im Jahr 1995 einer immer größeren Beliebtheit erfreut.

Die Dolomiten in Südtirol. Bild: Storyblocks

In diesem Jahr treten international renommierte Künstler an verschiedenen Orten in den Tälern der Dolomiten auf. Meist finden die Konzerte um 12 Uhr statt und sind bis auf das musikalische Trekking kostenlos. Dabei dürfen sich die Besucher auf ein klassisches Konzert des „Amsterdam Sinfonietta“ (26. August) oder auf Jazz-Weisen des „HalliGalli-Quartets“ (9. September) freuen. „Il Suonar Parlante Orchestra“ von Vittorio Ghielmi und Graciela Gibelli gegründet, spielen am 5. September Gipsy Baroque vom Feinsten. Die beiden Musiker waren bereits auf internationalen Bühnen wie in der Berliner Philharmonie oder bei den Salzburger Festspielen zu Gast.

Weiter gehört das musikalische Trekking vom 10. bis 12. September zu den Highlights der Veranstaltung, an der am 24. August auch ein Konzert von Alice Phoebe Lou, einer jungen Südafrikanerin, die in Berlin lebt, stattfindet. Das „ardeTrio“, das am 16. September auftritt, zählt mit der Bratschistin Danusha Waskiewicz und dem Cellisten Markus Däunert zwei weitere deutsche Musiker, die beim Festival mit von der Partie sind. Eine besondere Stimmung herrscht schließlich bei der Sonnenaufgangs-Vorstellung am 29. August, wenn gleich mehrere Künstler auf 2.060 Metern Höhe auf dem Prà Martin ihren Auftritt zelebrieren.

Das komplette Programm mit weiteren Informationen gibt es hier.

Quelle: GCE

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