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Autor: Theodor von Tane (Seite 1 von 38)

Ein Date mit Aurora – 11 magische Orte, um die Nordlichter zu beobachten

Wer träumt nicht davon, einmal im Leben die wunderschönen glitzernden Nordlichter zu sehen? In manchen Regionen der Erde ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, ihnen zu begegnen als in Deutschland – und wir wissen ganz genau, wo!

Die Reiseexperten von Travelcircus haben sich auf die Suche nach den besten Orten und schönsten Unterkünften gemacht, von denen aus die wunderschönen Nordlichter betrachtet werden können. Dabei haben wir 11 nahezu magische Unterkünfte gefunden und noch jede Menge andere interessante und hilfreiche Facts über die faszinierenden Lichter zusammengestellt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Von September bis März ist Nordlichtzeit
  • Die Nordlichter von oben sind wahrlich eine unvergessliche Erfahrung
  • Nicht nur grün – Polarlichter können in sechs verschiedenen Farben auftauchen
  • Aus dem Bett oder einem Jacuzzi lassen sich die Lichter besonders gut beobachten
  • Bei der Polarlichtjagd muss nicht zwangsläufig gefroren werden

Nordlichter – ein magisches Naturschauspiel

Das zauberhafte, meist grünlich schillernde Phänomen am Nachthimmel verzaubert Menschen auf der ganzen Welt und gehört zu den Dingen, die viele unbedingt einmal in ihrem Leben gesehen haben wollen. Kein Wunder, denn die Lichter sind wahrlich wunderschön und faszinierend zugleich. Übrigens haben die Lichter mehrere Namen: Nordlichter, Polarlichter, Aurora borealis oder auch Mirrie Dancers.

Doch wie entstehen die Nordlichter eigentlich? Die farbenfrohen Lichter haben wir den sogenannten Sonnenwinden zu verdanken. Das sind elektrische Partikel, die die Sonne abstößt und von denen ein sehr kleiner Teil (ca. 2 %) durch das Magnetfeld der Erde dringt. Das Magnetfeld lenkt die Teilchen zu den Polen der Erde um. In den oberen Schichten unserer Erdatmosphäre reagieren die Partikel mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der Luft, was zu den wunderschönen Lichtern führt. Klingt super kompliziert, ist aber einfach ein fantastisches Naturschauspiel, das nahezu magisch wirkt.

Grafik: Travelcircus.de

Wo können die Nordlichter am besten beobachtet werden?

Simpel gesagt, sind die Nordlichter im Norden der Welt sichtbar. Je näher man sich am Nordpol befindet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, die Lichter sehen zu können. Genauer gesagt sind Orte besonders geeignet, die sehr nah am oder gar im Polarlichtoval sind. Das Polarlichtoval ist eine Art Gürtel, der sich um die magnetischen Pole der Erde befindet.

Zu den Gebieten im bzw. ganz nah am Polarlichtoval gehören Alaska, Island, Nordkanada, der Norden von Finnland, Schweden, Norwegen und Schottland. Außerdem können Nordlichtliebhaber auch in Grönland und im Norden Sibiriens Glück haben. Das Polarlichtoval kann sich übrigens, wenn die Sonnenaktivität besonders stark ist, auch verschieben. So können die Nordlichter unter Umständen auch in Deutschland sichtbar sein.

Es gibt nicht nur das Polarlichtoval im Norden, sondern auch eins im Süden. Die sogenannten Südlichter, auch Aurora australis genannt, sind zwar viel seltener zu sehen, sind aber nicht minder schön. Wer sie einmal live sehen möchte, sollte in die Antarktis oder in den Süden von Australien, Neuseeland, Argentinien oder Chile reisen.

Die Farben der Nordlichter

Auf den meisten Fotos sind grüne Nordlichter zu sehen. Doch die schönen Lichter können auch in anderen Farben erscheinen. Die Farbe hängt davon ab, in welcher Höhe sich die Lichter befinden und an welche Atome die Partikel ihre Energie abgeben.

In einer Höhe von 80 bis 150 km stoßen die Partikel meist auf Wasserstoff und das grüne Leuchten entsteht. In einer Höhe von 150 bis 600 km hingegen treffen sie vermehrt auf Stickstoffatome. Dadurch entsteht ein blaues oder rotes Leuchten. Die Lichter können außerdem auch lila, weiß oder gelb sein, auch wenn das eher seltener der Fall ist.

Auf Polarlichtjagd von September bis März

Einer der Gründe, weswegen die Nordlichter so beliebt und faszinierend sind, ist, dass sie nicht immer sichtbar oder generell da sind. Es gibt Leute, die ihr halbes Leben damit verbringen, nach ihnen zu jagen und einfach nie das Glück haben, sie zu erwischen. Genauso gibt es aber auch Glückliche, die in einer Nordlichtregion leben und sie immer wieder beim Tanzen beobachten können.

Generell ist die Wahrscheinlichkeit, die Nordlichter zu sehen, im Winterhalbjahr deutlich höher. Von September bis März, insbesondere in den Monaten September, Oktober, Februar und März, ist es gut möglich, das Farbenspiel mit bloßem Auge beobachten zu können.

Was viele nicht wissen ist, dass Aurora auch in den Sommermonaten existiert. Sie ist allerdings so hell, dass man eine Spezialausrüstung und eine Menge Glück braucht, um sie zu sehen.

Tipps für die Suche nach Aurora

Auch innerhalb der Nordlichtersaison sind sie nicht jeden Abend sichtbar. Es müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss der Himmel beispielsweise am besten stockfinster und klar sein. Bei Regen oder über einer großen, hell beleuchteten Stadt ist die Wahrscheinlichkeit, die Lichter zu sehen, deutlich geringer.

Apps zur Polarlicht-Vorhersage

Im Norden Islands, in Tromsø oder auf Svalbard stehen die Chancen oft besonders gut, die Nordlichter fast täglich zu sehen, sofern der Himmel wirklich klar ist. Wer die Suche nach Aurora aber nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte sich immer wieder verschiedene Polarlicht-Vorhersagen ansehen.

Am besten geht das online oder ganz einfach per App. Es gibt zahlreiche Apps, die sich sowohl für Touristen als auch für professionelle Nordlicht-Jäger eignen. Beispiele für solche Apps sind: Aurora Now, Northern Lights Aurora, hello aurora oder auch Aurora.

Die Aurora App, die derzeit nur für iOS verfügbar ist, gibt Infos darüber, wo die Nordlichter aktuell sichtbar sind. Sie zeigt auch an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung am eigenen Standort, gemessen am KP-Index, ist.  Der KP-Index gibt Auskunft darüber, wie hoch die aktuelle geomagnetische Aktivität eines Standortes ist. Je höher der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, die Lichter zu erleben. Die Skala geht dabei von 0 bis 9 – in Berlin ist die Chance also aktuell gleich null.

Die App zeigt zudem auf einer Karte genau an, wo sich das Polarlichtoval aktuell befindet. Außerdem gibt es die Möglichkeit einzustellen, dass man eine Benachrichtigung bekommt, wenn Aurora am aktuellen Standort sichtbar sein könnte. So kann bei der Suche nach den magischen Lichtern eigentlich nichts mehr schief gehen.

Die passende Kamera für das perfekte Foto

Wer die Nordlichter tatsächlich gefunden hat, möchte diese vermutlich auch auf dem einen oder anderen Foto oder Video festhalten, nicht wahr? Am besten funktioniert das mit einer richtigen Kamera, sowohl mit einer spiegellosen Systemkamera als auch mit einer Spiegelreflexkamera. Um die tanzenden Lichter einzufangen, empfiehlt es sich, unbedingt ein Stativ zu benutzen.

Im Idealfall sollte zudem ein Weitwinkelobjektiv mit einer Blende von maximal f2.8 verwendet werden. Darüber hinaus werden ein ISO-Wert von 400 oder 800 sowie eine Belichtungszeit zwischen 10 und 20 Sekunden empfohlen. An vielen Orten werden übrigens spezielle Fototouren angeboten, auf denen erfahrene Nordlicht-Fotografen auch gerne Tipps für das perfekte Foto geben.

Theoretisch ist es auch möglich, mit dem Smartphone Bilder des Lichterspektakels zu machen. Die Aufnahmen sind allerdings mitunter nicht so gut wie mit einer richtigen Kamera.


11 magische Orte, um die Nordlichter zu beobachten

Im Norden gibt es so viele tolle Orte, an denen Nordlicht-Liebhaber die Möglichkeit haben, eventuell einen Blick auf das Farbenspiel zu erhaschen. In manchen von ihnen gibt es mittlerweile sogar spezielle Hotels und Unterkünfte, die explizit darauf ausgelegt sind, einen ganz besonderen Moment mit Aurora zu erleben.

Die Reiseexperten von Travelcircus haben sich auf die Suche nach genau solchen magischen Unterkünften gemacht und eine Auswahl aus 11 besonders zauberhaften zusammengestellt. Aber Achtung, bei diesen Bildern besteht akute Sehnsuchts-Gefahr!

Unterkunft 1: Borealis Basecamp in Fairbanks, Alaska (USA)

Alaska ist für viele Menschen ein absoluter Sehnsuchtsort. Nicht zuletzt, weil es dort so viele atemberaubende Natur, schier unendliche Weiten und jede Menge Ruhe gibt. Wer einen Urlaub in Alaska plant, möchte vermutlich einfach mal der Großstadthektik entfliehen und die wunderschöne Natur genießen.

In den kälteren Monaten hat Alaska auf jeden Fall noch zwei weitere schlagkräftige Argumente: Schnee und die Nordlichter! In Fairbanks haben wir eine Unterkunft gefunden, die perfekt dafür geeignet ist, beides miteinander zu verbinden: das Borealis Basecamp.

Hier haben Gäste die Wahl zwischen einer Nacht im luxuriösen Iglu oder in einem stylischen Cube. Von beiden aus gibt es einen fantastischen Blick Richtung Himmel und zu den tanzenden Lichtern.

Buchen kann man übrigens nur Pakete mit mind. 2 Nächten ab 980 $ pro Person inkl. Transport von/nach Fairbanks, einer Hundeschlittentour und einer Schneewanderung.

Unterkunft 2: Arctic Tree House Hotel in Rovaniemi (Finnland)

Einmal den Weihnachtsmann besuchen – dieser Traum kann in Erfüllung gehen. Neben dem berühmten Santa Clause Village hat der Ort im Norden Finnlands aber noch so einiges mehr zu bieten: Jede Menge magisch glitzernder Schnee, die Möglichkeit eine aufregende Husky-Schlittenfahrt zu unternehmen und eine Vielzahl an zauberhaften Unterkünften. Eine besonders Schöne ist das Arctic Tree House Hotel mit seinen luxuriösen Hütten. Jede der Hütten hat zwei Schlafzimmer, eine eigene Sauna sowie einen Kamin – sie sind also nicht nur super schön, sondern auch unglaublich gemütlich. Wer sich eine Nacht in einer der fabelhaften Hütten gönnen will, zahlt ab 415 € pro Nacht.

Das absolute Highlight ist der fabelhafte Blick auf die schillernden Nordlichter. Die großen Fenster laden die Hotelgäste gerade so dazu ein, die Lichter zu beobachten und sich von ihnen verzaubern zu lassen.

Unterkunft 3: Kakslauttanen Arctic Resort in Saariselkä (Finnland)

Soll es doch lieber eine Nacht im Glasiglu sein? Dann auf ins Kakslauttanen Arctic Resort nach Saariselkä.   Wer sich auf dieses einmalige Erlebnis einlässt, hat die Wahl zwischen Glasiglu, Schneeiglu, Kelo-Glasiglu, Blockhütte und größeren Hütten, je nachdem, mit wie vielen Personen man reist. Die Preise beginnen hier bei 588 €/Nacht.    

Das Haus des Weihnachtsmannes, welches sich auf dem Gelände befindet, ist zudem eine ganz besondere Hochzeitslocation. Heiraten unter den Nordlichter inmitten der Wälder Lapplands – klingt wahrhaft magisch, nicht wahr?

Unterkunft 4: Hotel Arctic in Ilulissat (Grönland)

Wie wäre es mit einem Aufenthalt im nördlichsten 4* Hotel der Welt? Das großartige Hotel Arctic befindet sich in Ilulissat direkt am Fuße des Ilulissat-Eisfjords und überzeugt nicht nur mit seiner einzigartigen Lage, sondern auch mit erstklassigem Service, schönen Zimmern und unglaublich gutem Essen. Besonders cool im Hotel Arctic ist eine Übernachtung im Umiaq Outdoor Room direkt am Fjord (ab 1995 DKK/Nacht). Das Hotel dürfte Joko und Klaas Fans auch bekannt vorkommen. Beim Duell um die Welt treffen die beiden nämlich genau dort auf „Herman the German” zum Eisschollen-Wrestling.

Auch die Aktivitäten, die vor Ort möglich sind, sprechen eindeutig für einen Urlaub im grönländischen Ilulissat: Bootsfahrten durch den Eisfjord, Walsafaris, Hubschrauber-Rundflüge, Schneewanderungen, Hundeschlittentouren und natürlich auch Nordlichterbeobachtungen.

Unterkunft 5: Hotel Rangá in Hella (Island)

Auch Island gehört eindeutig zu den Ländern, die ganz besonders zum Nordlichter Beobachten einladen. Jedes Jahr reisen Tausende Urlauber auf die wunderschöne Insel, um dort das magische Zusammenspiel von Eis und Feuer zu erleben. Wasserfälle, Gletscher, Vulkane, heiße Quellen, süße Islandpferde und eben die beliebten bunten Nordlichter sind nur ein paar der Gründe, die Island zu einem so beliebten Reiseziel machen.

Insbesondere der Norden der Insel ist ein wahres Nordlichter-Paradies und gehört zu den Regionen der Welt, in denen die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, die Lichter sehen zu können – natürlich nur bei klarem Himmel. Auch auf der Insel gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung steigt, je dunkler es ist bzw. wenn so wenig künstliches Licht wie möglich zu sehen ist.                

Ein Hotel, das einen ganz besonders wundervollen Blick in den Nachthimmel und zu den Nordlichtern verspricht, ist das Hotel Rangá in Hella. Das Hotel hat nicht nur eine traumhafte Lage, sondern auch unglaublich schöne Zimmer, die alle einen unterschiedlichen Stil haben. Eine Übernachtung im günstigsten Zimmer gibt es dabei schon ab 342 €.

Hotelgäste, die sich für die Lichter und die Sterne interessieren, können sogar die hoteleigenen Teleskope nutzen oder an einer der regelmäßig stattfindenden Nachthimmel-Touren mit einem erfahrenen Astronomen teilnehmen.

Zu den absoluten Highlights des Hotels zählen auch Outdoor Jacuzzis. Wie schön muss es bitte sein, im verschneiten Island bei Nacht im Jacuzzi zu sitzen und dabei die Nordlichter beim Tanzen zu beobachten?

Unterkunft 6: Treehotel in Harads (Schweden)

Baumhäuser sind nur etwas für Kinder – nein, das stimmt definitiv nicht. Wer auch als Erwachsener, mit oder ohne Kinder, hoch oben in den Bäumen übernachten möchte, ist im Treehotel im schwedischen Harads genau an der richtigen Adresse.   Inmitten der beeindruckenden Baumwipfel verstecken sich verschiedene Baumhäuser mit super coolen Designs. Da wären beispielsweise ein Ufo, ein Vogelnest oder ein Mirrorrcube, der quasi eins mit der Umgebung wird. Die Preise starten bei 4700 SEK/Nacht.

Die Unterkünfte alleine sind wirklich schon einen Urlaub wert. Wer aber zwischen September und März dort nächtigt, hat zusätzlich noch die Möglichkeit, einen Blick auf Aurora zu erhaschen. Vor Ort ist es außerdem möglich, zahlreiche verschiedene Erlebnisse wie Ice Dining, eine Rentierschlittenfahrt, einen Saunaaufenthalt oder eine Nordlichter-Tour zu buchen.

Unterkunft 7: Fairmont Jasper Park Lodge in Jasper (Kanada)

Eine Hütte im Schnee direkt unter dem leuchtenden Nachthimmel – dieser Traum kann in der Fairmont Jasper Park Lodge für einen Preis ab 329 CAD/Nacht Realität werden. Das wunderschöne Resort liegt inmitten der kanadischen Rocky Mountains und besteht aus mehreren Hütten, einem Haupthaus, einem eigenen Golfplatz, acht Restaurants und einem riesigen Spa. Klingt traumhaft, oder?   Im Winter lädt der See vor der Tür zum Eislaufen und das 30 km entfernte Skigebiet Marmot Basin zum Skifahren ein.   Für alle, die sich für Sterne und die Nordlichter interessieren, empfehlen wir einen Besuch des Jasper Planetariums, das nur wenige Meter vom Resort entfernt ist.      

Unterkunft 8: Blachford Lake Lodge in Yellowknife (Kanada)

Kanada ist nahezu prädestiniert für traumhafte Urlaube im Schnee, romantische Lagerfeuermomente und jede Menge Outdoor-Abenteuer. Auf der Suche nach fantastischen Orten zum Beobachten der Nordlichter haben wir die wunderschöne Blachford Lake Lodge in Yellowknife entdeckt. Die fünf gemütlichen Hütten und die fünf Zimmer der Lodge laden zu einem unvergesslichen Urlaub inmitten der kanadischen Natur ein. Die Sauna und der Outdoor-Jacuzzi sorgen dabei noch für eine kleine Portion Wellness in der Wildnis.

Das Resort ist außerdem einer der schönsten Orte, um die Nordlichter zu beobachten, sowohl im Winter als auch im Sommer. Das Tipi im Resort ist dabei der ideale Treffpunkt für alle, die auf der Jagd nach Lichtern und Fotos von ihnen sind. Im Tipi selbst kann sich am Lagerfeuer aufgewärmt, eine heiße Schokolade getrunken oder leckere S’mores gesnackt werden.

Vor Ort werden verschiedene Aktivitäten angeboten, die das Ganze noch unvergesslicher machen. Da wären beispielsweise ein Iglu-Bau-Workshop im Winter oder Kanufahren im Sommer. Besonders cool ist übrigens auch, dass man sich wecken lassen kann, wenn die Lichter zu sehen sind.

Wer einen Urlaub in der Blachford Lake Lodge verbringen will, muss ein ganzes Paket buchen. Im Winter hat man die Wahl zwischen 3, 4 und 7 Nächten ab einem stolzen Preis von 1.989 CAD pro Person. Darin inkludiert sind aber auch alle Mahlzeiten, verschiedene Workshops, Wifi und die Anreise per Buschflugzeug von Yellowknife nach Blachford. Der ganze Ausflug ist ein wahrlich unvergessliches Abenteuer!

Unterkunft 9: Lyngen Experience Lodge in Nord-Lenangen (Norwegen)

Traumhafte Lodges verstecken sich nicht nur in Kanada. Auch in Norwegen haben wir eine ganz besonders schöne gefunden. Ganz weit im Norden Norwegens, etwa 2 Stunden nördlich von Tromsø, befindet sich die Lyngen Experience Lodge. Dieses Urlaubsdomizil in Nord-Lenangen ist auf jeden Fall ein unbeschreiblich schöner Ort, insbesondere um die traumhaften Nordlichter zu beobachten.

Wer hier eincheckt, hat die Wahl zwischen einem Apartment, einem Zimmer in der Lodge oder einer unvergesslichen Nacht in der Aurora Hütte. Die Hütte befindet sich direkt am Wasser und bietet einen der wohl schönsten Ausblicke der Welt. Das gläserne Dach ermöglicht es den Gästen, die Sterne, Aurora oder im Sommer auch die Mitternachtssonne zu bewundern, während sie schön eingemummelt im Bett liegen.

Vor Ort werden zahlreiche aufregende Touren angeboten, aber auch wer auf eigene Faust losziehen will, kann rund um die Lodge super viel erleben – von Bootstouren über atemberaubende Wandertouren bis hin zu Walsafaris, Schneemobiltouren und Begegnungen mit Rentieren.

Das perfekte Highlight für Nordlichtjäger ist die vom Hotel angebotene Northern Lights Experience. Auf dieser Tour geht es zum Nordlicht-Zelt im dunklen Wald, wo dann bei einem warmen Lagerfeuer, heißen Getränken und leckeren Snacks auf die Nordlichter gewartet wird. Ein Experte begleitet die Tour und gibt hilfreiche Hinweise und beantwortet alle Fragen rund um das wunderschöne Lichterspektakel.

Unterkunft 10: Busta House Hotel in Busta (Schottland)

Wer nach den Nordlichtern sucht, denkt vermutlich nicht zuerst an Schottland. Doch auch im wilden Norden Großbritanniens ist es möglich, die sogenannten Mirrie Dancers zu erspähen.   Besonders gut geht das auf der atemberaubenden Isle of Skye oder auch auf den Shetland Inseln, ganz im Norden Schottlands. Mit etwas Glück können Städtetrip-Liebhaber das grüne Leuchten über der schottischen Hauptstadt Edinburgh genießen.

In den Highlands und auf den schottischen Inseln gibt es viele schöne kleine Hotels, Hütten und Cottages, in denen es mit Sicherheit magisch wäre, unter den Nordlichtern zu schlafen. Ein besonders schönes befindet sich dabei in Busta auf den Shetland Inseln: das Busta House Hotel. Eine Nacht im Standard Doppelzimmer gibt es ab 130 £ inkl. Frühstück.

Die fantastische Lage und sein wunderschönes Innen-Design machen das Hotel übrigens auch zu einer äußerst beliebten Hochzeits-Location.

Unterkunft 11: Iglu Airbnb in Leynar (Färöer)

Die wunderschönen Färöer-Inseln sind ein absolut unterschätztes Reiseziel. Wer auf der Suche nach wilder Natur, rauer Seeluft und etwas Ruhe ist, sollte unbedingt mal eine Reise auf die Färöer-Inseln unternehmen.   Dank ihrer Lage weit im Norden Europas können Urlauber und Einwohner dort auch in den Genuss der Nordlichter kommen.   Vermutlich sind sie von allen Orten und Unterkünften der Insel sichtbar. Egal ob über dem Meer oder über der rauen Landschaft – die Nordlichter sind auf Färöer wunderschön anzusehen.

Wir haben uns auf den Inseln umgesehen und super coole Iglu-Häuser gefunden, von denen aus der Blick Richtung Aurora besonders magisch sein muss. Eines der Iglus in Leynar kann glücklicherweise ganz unproblematisch über Airbnb gebucht werden. Es verfügt über zwei Schlafzimmer, eine kleine Küche und riesige Fenster, die einen unglaublichen Panoramablick garantieren. Der Mindestaufenthalt beträgt 3 Nächte und der Preis pro Nacht beträgt aktuell 148 €.

Perspektivenwechsel – Aurora aus der Luft bewundern

Für gewöhnlich schauen wir nach oben, um die zauberhaften Nordlichter zu beobachten. Doch wie wäre es mal mit einem kleinen Perspektivenwechsel? Mit etwas Glück kann man während eines Fluges einen Blick auf die Lichter erhaschen. Wer ganz hoch im Norden zur Nordlichter Zeit einen Nachtflug hat, könnte Glück haben.

Es gibt allerdings auch Touranbieter, die genau solche Nordlicht-Flüge anbieten. An ausgewählten Tagen, an denen die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, die Lichter zu sehen, gibt es ganz besondere Erlebnisflüge in den Nachthimmel.

Omega Breaks bietet mehrmals im Jahr die sogenannte Northern Lights Flights Experience an. Teilnehmer erhalten vor dem Flug eine Experten-Präsentation, bei der sie viele interessante Fakten rund um die wunderschönen Nordlichter erhalten. Anschließend geht es in die Luft. Eine Tour dauert in etwa 3 – 3,5 Stunden. Bei völliger Dunkelheit in der Kabine können der Nachthimmel, die Nordlichter und andere astronomische Highlights wie die Milchstraße dann ganz besonders gut beobachtet werden.

Auch während des Flugs geben Astronomen interessante Infos und Kommentare zu all den wundervollen Dinge, die die Teilnehmer zu sehen bekommen. Flüge gibt es ab Leeds-Bradford, Manchester, Birmingham, Bristol, Gatwick, Stansted, Newcastle, Edinburgh und Glasgow. Tickets gibt es ab 249 £ – nicht ganz günstig, aber dafür ist es auch ein wahrlich einzigartiges Erlebnis!

Zusammenfassung

Egal wo die Nordlicht-Reise hingeht, eine Begegnung mit Aurora ist auf jeden Fall ein ganz besonderes und wunderschönes Erlebnis. Manch einer begegnet ihr nur einmal, andere sind immer wieder auf der Suche nach ihr und reisen von Ort zu Ort, um die schillernden Farben immer wieder zu sehen.

Die Nordlichter sind faszinierend und ziehen Beobachter seit jeher in ihren Bann. All die ausgewählten Unterkünfte eignen sich ideal für das Beobachten der Nordlichter, sofern der Himmel klar und die Sonnenaktivität besonders stark ist. Doch auch, wenn man Aurora vielleicht nicht entdeckt, sind all die Unterkünfte auch so eine Reise wert.

Quelle: travelcircus.de

Auf den Spuren wunderschöner Bauwerke – Architekturreise durch Deutschland

Besucht man zum ersten Mal eine neue Stadt, fällt eines immer sofort ins Auge: wunderschöne Architektur. Auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in großer Zahl vertreten, kommt man bei unglaublichen Bauwerken einfach nicht mehr aus dem Staunen heraus. Charmante Fachwerkhäuser, beeindruckende Kirchen, bezaubernde Schlösser und abgefahrene moderne Gebäude – Architektur ist in Deutschland mindestens genauso vielfältig wie die Auswahl an Brot beim Bäcker.

Doch aus welcher Zeit stammen die unglaublich schönen Bauwerke? Und wo in Deutschland verstecken sich die architektonischen Schätze? Für die Antworten sind die Reiseexperten von Travelcircus mit Architekturbüchern im Gepäck losgezogen und haben eine Zeitreise durch die wundervollen Epochen der Architekturgeschichte mitgebracht.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutschland hat weltweit die drittgrößte Anzahl an UNESCO-Welterben
  • Ein gotischer Dom wurde erst nach 600 Jahren fertiggestellt
  • Die Römer gründeten schon vor über 2.000 Jahren heutige Städte
  • Eine reiche Familie brachte die Renaissance nach Deutschland
  • Antike Vorbilder kommen in der Architekturgeschichte besonders gerne vor
    Architekturreise durch Deutschland. Grafik: Travelcircus.de

    Architektur in Deutschland

    Von charmanten Fachwerkhäusern über prunkvolle Schlossanlagen bis hin zu monumentalen Gebäuden – was gibt es Einprägsameres als Architektur? Anhand gut erhaltener Bauwerke lassen sich auch heute noch die Geschichte sowie die Gegenwart Deutschlands deutlich ablesen.

    Den Großteil seines Daseins in verschiedene Herrschaftsgebiete unterteilt, kann man in Deutschland heutzutage vielfältige Architektur entdecken. Von Stadt zu Stadt, innerhalb eines Ortes oder sogar in einem Gebäude existieren unterschiedlichste Baustile nebeneinander und schaffen ein einzigartiges und wunderschönes Bild des Landes.

    Antike (500 v. Chr. – 400 n. Chr.)

    Das Leben in der Antike hat die Menschen schon immer fasziniert. Kein Wunder, waren die Römer zum Beispiel mit ihrer Kultur für die damalige Zeit schon sehr weit entwickelt. Auch in der Baukunst waren sie besonders fortschrittlich, denn sie bauten nicht nur Siedlungen, sondern auch ganze Städte sowie ausgezeichnete Befestigungsanlagen.

    Genau solche Grenzbefestigungen, wie z. B. der Limes, entstanden auch in heutigen deutschen Gebieten und können immer noch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz sowie Bayern erkundet werden.


    In einer der ältesten Städte Deutschlands kann man auch heute noch den Spuren der Römer folgen. Die Rede ist natürlich von Trier. Vor über 2.000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet, wurde diese schon damals nicht als Armeen-Lager, sondern als kultivierte Stadt genutzt.

    Am Eingang der Stadt steht die Porta Nigra. Das mit am besten erhaltene Stadttor aus der Antike ist heute Triers Wahrzeichen. In der gesamten Stadt verteilt gibt es zahlreiche Bauwerke der Römer, die heute UNESCO-Welterben sind: die Römerbrücke, die Konstantinbasilika, die Kaiserthermen, das Amphitheater und die Barbarathermen.

    Doch auch Bauwerke anderer Epochen wie der Trierer Dom (Romanik) sowie die Liebfrauenkirche (Gotik) lassen sich in Trier finden.

    Weitere ehemalige römische Städte: Mainz (Mogantiacum), Speyer (Noviomagus) und Xanten (Colonia Ulpia Traiana)

    Romanik (800 bis 1250)

    Wie der Name der Epoche unschwer erahnen lässt, wurden in der Romanik römische Vorbilder für die Baukunst herangezogen. Die Nutzung des Baustils wurde von den damalig herrschenden sächsisch-ottonischen Kaisern und Königen vorangetrieben; er manifestierte sich vor allem in Klöstern und Kirchen.

    In der Romanik wurde beim Kirchenbau eine römische Markthalle, auch Basilika genannt, nachgeahmt. Besondere Merkmale waren dabei die Verzierung der Gebäude, bei der besonders gerne Rundbogenfenster, Würfelkapitelle, Bogenfries und Stufenportale eingesetzt wurden. An der Straße der Romanik, die durch Sachsen-Anhalt führt, findet man auch heute noch zahlreiche Werke der Epoche.

    Ein bedeutendes Bauwerk der Romanik in Deutschland ist der Dom zu Speyer. Der im 11. Jahrhundert vollendete Dom war zu dieser Zeit das größte christliche Gebäude der Welt. Der Bauauftrag stammte vom damaligen salischen König (später Kaiser Konrad II.) und machte den Dom nicht nur zu einem Zeichen des Christentums, sondern auch zu einem der Macht.

    Heute gehört der Dom zu Speyer zu den UNESCO-Welterben. Die Stadt Speyer ist aber nicht nur deswegen auf jeden Fall eine Reise wert. Als eine der ältesten Städte Deutschlands gibt es auch hier spannende historische Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

    Weitere Bauwerke der Romanik: Dom zu Limburg, Stadtkirche Bacharach, Lübecker Dom, Kloster Maulbronn, Wartburg Eisenach

    Gotik (1250 bis 1500)

    Auch in der Gotik spielte das Christentum weiterhin eine wichtige Rolle. Hinzu kam der wachsende Reichtum mancher Städte. So konnte sich die in Nordfrankreich entwickelte Idee der Gotik schnell bis nach Deutschland verbreiten.

    Anders als in der Romanik sollten die Kirchen in der Gotik schwerelos wirken. Ziel war es, den Gottesstätten mehr Andacht zu schenken. Dieser Effekt wurde durch eine besondere Skelett-Bauweise erreicht: Tragende Elemente (das Skelett) aus Holz, Stahl oder Stein bildeten das Gerüst, sodass keine massiven Wände gezogen werden mussten.

    Von außen konnte das Skelett den gestalterischen Wünschen angepasst werden. Verziert wurden die Kirchen dabei gerne mit Kelchkapitellen, Kreuzblumen sowie den aus Stein gefertigten Maßwerkfenstern.

    Eine der größten Kathedralen der Welt wurde im gotischen Stil gebaut: der Kölner Dom. Während der Bau des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes bereits 1248 begann, wurde die Kirche erst 1880 zu Zeiten des Historismus vollendet. Durch seine späte Fertigstellung wurde der Dom im 19. Jahrhundert zu einem deutschen Nationalsymbol. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das unversehrte Gebäude auch zu einem Symbol für Lebenswillen.

    Fun-Fact: Während beim Bau des Kölner Doms Sandstein verwendet wurde, kam dieser in anderen Teilen Deutschlands nicht unbedingt vor. Im Norden hingegen gab es viel Backstein, wodurch hier die sogenannte Backstein-Gotik entstand.

    Weitere Bauwerke der Gotik: Rathaus in Stralsund, Magdeburger Dom, Freiburger Münster, Fachwerkhäuser in Celle, Goslar und Quedlinburg

    Renaissance (1500 bis 1650)

    Denkt man an die Renaissance, hat man sofort wunderschöne italienische Werke vor Augen – den Petersdom in Rom, die Scuola Grande di San Marco in Venedig oder auch die Baptisterium San Giovanni in Florenz. Formen aus der Antike wie dekorative Säulen, Giebeldreiecke, Kuppeldächer sowie Bogenfenster wurden hier wieder aufgenommen. Kein Wunder, dass der Name Renaissance von dem französischen Wort renaîntre für Wiedergeburt abgeleitet wurde.

    100 Jahre später als in Italien fand dieser Baustil auch in Deutschland Anklang. Doch fiel es den Menschen in Deutschland immer wieder schwer von der gotischen Bauweise abzulassen, wodurch die beiden Stile häufiger miteinander gemischt wurden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Rathaus in Bremen. Besonders in der damaligen Handelsstadt Augsburg wurde die Renaissance durch die Familie Fugger ins Leben gerufen.

    Ein unglaubliches Bauwerk der Renaissance in Deutschland ist das Augsburger Rathaus. Aufgrund von Planungsschwierigkeiten erst 1615 bis 1624 erbaut, gilt es als Meisterwerk des Architekten Holl. Das in dem italienischen Stil komplett neu erbaute Haus erinnert alleine durch das integrierte Wappen an seinen gotischen Vorgänger. Mit seinen sechs Stockwerken galt das Haus damals als weltweit einzigartig.

    Dank der Einwanderung der reichen Familien Fugger 1367 gibt es in Augsburg noch weitere bezaubernde Renaissancegebäude: Auf der Europäischen Fuggerstraße gibt es noch die Kirche St. Anna sowie die Fuggerhäuser mit Damen- und Turnierhof zu entdecken.

    Weitere Bauwerke der Renaissance: Residenzschloss Dresden, Schloss Hartenfels & Rathaus in Torgau, Schloss Johannisburg in Aschaffenburg

    Barock (1650 bis 1750)

    Die Zeit des Barocks war in Deutschland gleichzeitig auch die Zeit der Herrschaftsarchitektur der Fürsten- und Königshäuser. Im Kontrast zur Renaissance wurde den klaren, nüchternen Formen mit theatralischen Akzenten Ausdruck verliehen. Besonders beliebt waren plastische Formen, die sich an geschwungenen Linien orientierten.

    Eine zauberhafte Gartenanlage umgeben von wunderschön verzierten Häusern, Pavillons und Balustraden – der prachtvolle Dresdner Zwinger raubt einem beim ersten Anblick den Atem. Der ursprünglich als Vorhof des geplanten Schlosses für den Kurfürsten Friedrich August I. erbaute Komplex gehört zu den bedeutendsten Werken des Barocks.

    1709 fertiggestellt, diente die Anlage als Orangerie und natürlich als Festareal, welches das Prestige der Stadt repräsentierte. Da das Schloss nie entstanden ist, wurde der Bereich zur Elbe hin erst 1855 mit der Semperoper abgeschlossen.

    Weitere Bauwerke des Barocks: Würzburger Residenz, Neues Palais Potsdam, Schloss Weißenstein in Pommersfelde

    Rokoko (1725 bis 1780)

    Noch üppiger wurde es in der Spätphase des Barocks, denn hier übernahm der Rokoko die Oberhand. Die Ornamente wurden leichtlebiger und beschwingt, aus der Farbwelt wurden zarte Pastelltöne verwendet und die Innenräume wurden noch pompöser ausgestattet.

    Beispiel des Rokokos: Schloss Sanssouci in Potsdam, Wieskirche in Steingaden

    Klassizismus (1770 bis 1850)

    Nach mehr als 100 Jahren voll prunkvollem Barock und Rokoko sehnten sich die Menschen wieder nach der Einfachheit der Dinge. Als 1748 Pompeji entdeckt wurde, diente diese Ausgrabung als Anlass, wieder einmal die Antike in den Vordergrund rücken zu lassen – die Geburtsstunde des Klassizismus.

    Es wurden wieder antike Formen, wie z. B. Säulen eingesetzt. Konträr zur Renaissance wurden diese Elemente nicht unbedingt zu dekorativen, sondern streng zu konstruktiven Zwecken verwendet.

    Jeder kennt es – das Brandenburger Tor. Eines der letzten Stadttore Berlins hat sich während seiner Geschichte zu einem weltweit bekannten Nationalsymbol entwickelt. Doch auch bei seiner Fertigstellung 1793 war es schon etwas ganz Besonderes. Die prächtige Quadriga auf den riesigen Säulen zeigt, dass sich hier von römischen zu griechischen Vorbildern hingewendet wird.

    Als eines der ersten Bauwerke des Klassizismus im damaligen Preußen, leitete es den Beginn dieser Stilepoche ein. Doch es blieb nicht das einzige klassizistische Gebäude Berlins. Ganze 68 weitere Gebäude wie die Neue Wache, das Schauspielhaus, das Schloss Belvedere im Schlossgarten Charlottenburg sowie das Alte Museum werden dieser Epoche zugeschrieben. Letzteres war der erste Bau, der auf der heutigen wunderschönen Museumsinsel eröffnet wurde.

    Weitere Bauwerke des Klassizismus: Propyläen in München, Schloss Wörlitz, Schloss Wilhelmshöhe in Kassel

    Historismus (1850 bis 1900)

    Im 19. Jahrhundert rückten Literatur und Philosophie in den Vordergrund, der Baukunst wurde weniger Beachtung geschenkt. Neue Gebäude entstanden daher im Stil des Historismus. Man griff bekannte Formen wieder auf und ahmte vergangene Baustile schlichtweg einfach nach.

    Zunächst wurden allerdings auch viele unvollendete gotische Werke, wie z. B. der Kölner Dom, endlich fertiggestellt. Von Kirchen über Rathäuser bis hin zu staatlichen Gebäuden wurden aber auch zahlreiche neue Bauten im Stil der Neogotik, aber auch der Neoromanik, der Neorenaissance sowie des Neobarocks erbaut.

    Auch 1886 bis 1897 wurde das sechste Hamburger Rathaus im Stil der Neorenaissance erbaut. Das direkt neben der kleinen Alster errichtete Gebäude mit seinem 122 m hohen Turm ist heute ein wichtiges Element des Hamburger Stadtbilds.

    Fans der Neorenaissance sollten auch unbedingt mal einen Abstecher nach München machen. Auf der Ludwigstraße kann man sich hier von zahlreichen Gebäuden aus der Epoche des Historismus verzaubern lassen.

    Weitere Bauwerke des Historismus: Nauener Tor Potsdam (Neogotik), Semperoper Dresden (Neobarock), Schloss Neuschwanstein (Neoromanik und -gotik), Berliner Dom (Neorenaissance- und -barock)

    Jugendstil (um 1900)

    Mit der reinen Nachahmung im Historismus hatten viele Menschen schnell ein Problem. In England entwickelte sich die sogenannte „Arts and Crafts”-Bewegung, die in Deutschland als Jugendstil bekannt geworden ist. Gegen den Historismus, aber auch die Entindividualisierung der Industrialisierung ankämpfend, wurden im Jugendstil wieder dekorative Elemente wie geschwungene Linien und besonders auch florale Ornamente eingesetzt.

    Ein wichtiger Ansatz war jedoch auch, dass die gestalterischen Aspekte eines Gebäudes diesem auch in seiner Funktion dienen mussten. Man wandte sich von historischen Bauformen ab und machte sich auf die Suche nach einem zeitgenössischen Baustil.

    Eine Gruppe, die es schaffte, einen für sich zeitgenössischen Stil zu finden, war die Künstlerkolonie in Darmstadt. 1899 auf der Mathildenhöhe gegründet, führte sie dazu, dass Darmstadt zu einem wichtigen Mittelpunkt des Jugendstils in Europa wurde.

    Mit dem heutigen UNESCO-Welterbe, bestehend aus einem Ausstellungsgebäude, einem Hochzeitsturm, einem Museum sowie Künstlerhäusern, gelang den Darmstädtern mit ihrer zukunftsweisenden Architektur ein Aufbruch in die Moderne.

    Weitere Bauwerke des Jugendstils: Elisabethhalle Aachen, Hackesche Höfe Berlin, Sonnenhaus Coburg, Theresienstein Hof Saale

    Moderne (seit 1910)

    Wie bereits im Jugendstil angedeutet, bahnte sich seit 1910 in der Architektur eine moderne Bauweise und Formgebung an. Innerhalb dieser Epoche der Moderne entwickelten sich zahlreiche Strömungen wie Internationaler Stil, Expressionismus, Bauhaus, Funktionalismus, Konstruktivismus und viele mehr. Drei der großen epochalen Einschnitte sind die Klassische Moderne, die Postmoderne sowie die Neue Moderne.

    Redaktionstipp: Wer sich neben der Architektur auch für die Raumgestaltung und das Design seit der Zeit der Industrialisierung interessiert, sollte auf jeden Fall mal einen Abstecher nach Weil am Rhein machen.   In einem Gebäude des modernen Architekten Frank O. Gehry befindet sich das Vitra Design Museum mit einer riesigen Ausstellung zum Thema Möbel- und Innenraumgestaltung.

    Klassische Moderne (1910 bis 1960)

    In der Klassischen Moderne entwickelten sich zahlreiche neue stilistische Einrichtungen wie die „Chicagoer Schule” des Architekten Louis Sullivan, der Deutsche Werkbund oder die Stijl-Gruppe Holland. Auch wurde mit neuen Materialien, wie z. B. Stahl, experimentiert. So konnte der Horizont der Bauweise erweitert werden. 

    Eine wichtige architektonische Lehrstätte in Deutschland zur Zeit der Klassischen Moderne war das Staatliche Bauhaus in Weimar. Mit dem gewählten Begriff Bauhaus wollten sich Architekten wie Walter Gropius der Vereinigung von Kunst und Technik sowie der Schaffung einer besseren Gestaltung der menschlichen Umwelt widmen. 

    Weitere Bauwerke der Klassischen Moderne: Einsteinturm in Potsdam, Neue Nationalgalerie Berlin

    Postmoderne (1980 bis 1995)

    1980 kamen die Ideen der Postmoderne, die in den 1960er Jahren in den USA ihren Ursprung fanden, auch nach Deutschland. Konträr zu anderen modernen Strömungen wandte man sich in der Postmoderne nicht von der Tradition ab, sondern wieder historischen Vorbildern zu. Stilelemente aus vergangenen Epochen mussten damit nicht funktional sein, sondern wurden bei eigenen Bauwerken als Zitate an die Vergangenheit genutzt.

    Der Messeturm Frankfurt wurde 1991 als höchstes Hochhaus innerhalb Europas errichtet. Bei der Form, die an einen Bleistift erinnert und auch so von den Frankfurtern genannt wird, hat sich der Architekt Helmut Jahn an Wolkenkratzern aus der Stilrichtung Art-Déco orientiert.

    Weitere Bauwerke der Postmoderne: Neue Staatsgalerien Stuttgart, Städtisches Museum Abteiberg in Mönchengladbach, Metropolitankirche Agia Trias in Bonn

    Neue Moderne (seit 2000)

    Auch seit der sogenannten Neuen Moderne werden die Ideen des Modernismus in der Architektur durchgesetzt. Geprägt von zahlreichen spannenden Strömungen und unglaublich talentierten Architekten scheint es in dieser Epoche bei der Kreativität keine Grenzen mehr zu geben.

    Ein Beispiel für die Neue Moderne ist der Neue Zollhof in Düsseldorf. Hier hat der Architekt Frank O. Gehry um das Jahr 2000 einen einzigartigen Gebäudekomplex am Düsseldorfer Hafen designt. Es entstanden drei geometrische Bauten, die durch ihre Form eher an Skulpturen als an Häuser erinnern. Das Besondere an diesen Gebäuden ist außerdem, dass sich alle drei in Form und vor allem auch in Material unterscheiden: Weißer Putz (links), Edelstahl (Mitte) und roter Klinker (rechts).

    Weitere Bauwerke der neuen Moderne: Universitätsbibliothek Cottbus, Waldspirale Darmstadt, Bürohaus The Cube Berlin

    Zusammenfassung

    „Schönheit liegt im Auge des Betrachters” – diese Aussage ist in der Architektur genauso formgebend wie Säulen in der Antike. Doch ein kurzer, sehr zusammengefasster, Blick auf die Geschichte und Entwicklung der Architektur ermöglicht es, das ein oder andere Gebäude beim nächsten Mal mit ganz anderen Augen zu sehen.

    Scheinbar uninteressante Gebäude werden plötzlich faszinierend, die Schönheit oder Komplexität mancher Bauten wird nur noch mehr verstärkt und man lernt sein eigenes Land nochmal auf eine andere, ganz neue Art und Weise kennen und lieben.

    Diese kleine Zeitreise durch die Architektur Deutschlands gibt Anlass, die Taschen zu packen, auf Entdeckungstour zu gehen und sich dabei auf jeden Fall von unzähligen architektonischen Schätzen verzaubern zu lassen.

    Quelle: Travelcircus.de

    Urlaub dahoam in der verschneiten niederbayerischen Toskana: Ein Eldorado für Winter-Urlaube in Bad Griesbach im Rottal

    Urlaub in fernen Ländern und außerhalb von Deutschland: Weit entfernte Ziele stehen hoch im Reisekurs. Aber auch der sogenannte Urlaub dahoam ist 2023 immer noch praktisch und nicht weniger reizvoll, das beweist Niederbayern. Wer sich gerne an der frischen Luft bewegt, idyllische Natur genießt und nach dem Sport ein Bad im Thermalwasser schätzt, ist in Bad Griesbach gut aufgehoben. In den sanften Hügeln des Rottals, das als Toskana von Niederbayern gilt, können Urlauber walken, laufen, radeln, schneeschuhwandern und baden. Rund um den Luftkurort finden Outdoor-Fans ein neu gestaltetes 242 Kilometer langes Wander- und Radwegenetz, das im Winter und im Sommer einen aktiven Urlaub ermöglicht.

    Das Rottal bei Bad Griesbach bietet herrliche Weitblicke. Foto: djd/Bad Griesbach/www.pedagrafie.de

    Bizarre Felsformationen und weite Ausblicke

    Der Strammer-Max-Pfad beispielsweise hat eine Länge von 17 Kilometern und gilt als einer der schönsten naturbelassenen Wanderwege Ostbayerns. Waldpassagen wechseln sich ab mit weiten Aussichten. Es geht vorbei an bizarren Felsformationen und einer steinzeitlichen Höhle. Bei Sankt Salvator lohnt sich ein Besuch der ehemaligen Prämonstratenser-Stiftskirche mit ihrem prächtigen Deckengemälde und dem aufwendigen Hochaltar. Auf der sieben Kilometer langen Badhaus-Runde stößt man auf den Geldfelsen und das Projekt Gipfelkunst. Außerhalb des Waldgebietes locken weite Ausblicke bis in den Bayerwald und nach Oberösterreich. Alle Touren gibt es unter www.badgriesbach.de. Wer das hügelige Rottal auf zwei Rädern erkunden möchte, der hat die Möglichkeit, auf ein E-Bike umzusteigen. In der Altstadt und in Bad Griesbach-Therme stehen nun neue E-Ladesäulen zur Verfügung. Mit dem eingebauten Rückenwind lassen sich auch Themenwege wie der Römer- oder der Apfel-Radl-Weg, der Klosterwinkel und Routen an den Flüssen Rott, Inn und Donau erradeln.

    Nach dem Sport ist vor der Entspannung

    Nach der Bewegung tut ein Bad in der Therme besonders gut: Das heilkräftige Wasser lockert die Muskeln und sorgt für wohlige Entspannung. Fast alle Hotels in Bad Griesbach-Therme haben eigene Badelandschaften im Haus oder sind über beheizte Bademantelgänge mit der öffentlichen Wohlfühl-Therme verbunden. Dort sprudelt das 18 bis 37 Grad warme Heilwasser in 16 Innen- und Außenbecken, die nach einer sportlichen Winterwanderung zum Kraft und Energie tanken einladen.

    Quelle: djd/Bad Griesbach

    Auf zu den Fjorden: 130 Jahre Postschiffroute – Zwei neue Seereisen im Jubiläumsjahr 2023 können ab sofort gebucht werden

    Am 2. Juli 1893 stach Kapitän Richard With mit dem Dampfer DS Vesterålen zur allerersten Postschiffreise in See. Das heißt, im Jahr 2023 existiert die legendäre Route seit 130 Jahren. Längst ist sie fester Bestandteil der norwegischen Kultur.

    Im Jahr 1893 stach Kapitän Richard With zur allerersten Postschiffreise in See. Foto: djd / Hurtigruten

    Die schönste Seereise der Welt

    Mit einer Reise auf den traditionsreichen Hurtigruten Postschiffen geht für viele Passagiere ein Lebenstraum in Erfüllung: einmal die atemberaubende Natur auf einer Seereise in den hohen Norden Norwegens erleben. Die Route entlang von 100 Fjorden und 1.000 Bergen verläuft gut zur Hälfte durch arktische Breitengrade. Von Bergen aus nimmt das Schiff Kurs auf Kirkenes im äußersten Nordosten des Landes, dann geht es zurück in den Seehafen der zweitgrößten Stadt Norwegens. Unterwegs werden 34 Häfen angelaufen und Waren an die Bewohner abgelegener Gemeinden geliefert. Währenddessen können die Reisenden jede Menge Eindrücke an Land sammeln: von majestätischen Fjorden, Bergen, Gletschern und malerischen Fischerdörfern. An Bord kommen einheimische Passagiere mit Reisenden aus aller Welt ins Gespräch.

    Mit dem Original feiern

    Hurtigruten verbindet Tradition und Innovation – was Gäste auch im Jubiläumsjahr hautnah erleben können: Mit historischen Vorträgen und Aktionen an Bord wird die lange Geschichte der Postschiffroute gefeiert, mit modernisierten Hybrid-Schiffen und umfangreichen grünen Investitionen geht es nachhaltiger in die Zukunft. Das Festjahr wird auch kulinarisch zelebriert: Gäste erwartet an Bord ein Fünf-Gänge-Jubiläumsmenü.

    Die Spitzbergen-Linie erlebt ein Comeback: Ziel ist Longyearbyen, das am weitesten im Norden gelegene Städtchen der Welt, auf Spitzbergen. Foto: djd/Hurtigruten

    Spitzbergen-Linie und Nordkap-Linie starten 2023

    Reisende können sich zudem auf zwei neue Seereisen mit dem modernisierten Postschiff MS Trollfjord freuen. Die Spitzbergen-Linie, die Kapitän Richard With zum Ende des 19. Jahrhunderts als “Sportsman’s Route” etablierte, nimmt am 2. Juni 2023 den Betrieb auf. Das Abenteuer beginnt in Bergen und führt die Reisenden entlang der Lofoten, der Vesterålen und zum Nordkap. Von dort geht es weiter bis nach Longyearbyen, dem am weitesten im Norden gelegenen Städtchen der Welt, auf Spitzbergen. Die Reisedauer beträgt 16 Tage. Zum ersten Mal überhaupt begibt sich am 24. September 2023 ein Schiff auf die Nordkap-Linie: Die 15-tägige Reise bringt Gäste von Bergen bis zum Nordkap. Anschließend geht es entlang der Küste wieder gen Süden, vorbei am ältesten Leuchtturm Norwegens in Lindesnes, dem südlichsten Punkt des Landes, bis in die Hauptstadt Oslo. Auf beiden Seereisen stehen Landgänge mit im Durchschnitt sieben Stunden Aufenthalt auf dem Programm. Für die Saison 2023/2024 können die neuen Linien ab sofort unter www.hurtigruten.de oder im Reisebüro gebucht werden. Gleiches gilt für die klassische Postschiffroute.

    Die Nordkap-Linie führt zunächst in den hohen Norden zum Nordkap, dann geht es zum südlichsten Punkt des Landes und in die Hauptstadt Oslo. Foto: djd/Hurtigruten

    Quelle: djd/Hurtigruten

    Zu Fuß in das Abenteuer Wildnis: Auf nachhaltigen Walking-Safaris Tansania entdecken

    Das Leben beginnt am Ende der eigenen Komfortzone. Denn wer die “Trampelpfade” des Alltags verlässt und stattdessen Herausforderungen annimmt, erfährt persönliches Wachstum. Auf einer Walking-Safari passiert genau das. Der große Unterschied zur klassischen Safari besteht darin, dass die einzelnen Etappen ohne einen Geländewagen zurückgelegt werden. Vielmehr beginnt das Abenteuer jeden Tag aufs Neue mit dem ersten Schritt in die Wildnis. Auf dem Weg zum nächsten Camp durchquert man wachsam das Reich wilder Tiere und nimmt dabei die Natur mit allen Sinnen wahr. Das macht das Erlebnis besonders intensiv.

    In den fruchtbaren Waldgebieten Tansanias begegnen die Abenteurer umherstreifenden Giraffen. Foto: djd / Klüger Reisen / Dustin Klüger

    Wander-Guide bringt Pflanzen- und Tierwelt näher

    Tansania bietet beste Voraussetzungen für eine Safari zu Fuß, denn das Land ist bekannt für seinen Naturreichtum. Im Nordosten ragt der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, in den Himmel. Die grünen Savannen am Fuße des Massivs sind Ausgangspunkt für sechs- oder zehntägige Walking-Safaris, etwa vom Reiseveranstalter Klüger. Nähere Informationen gibt es unter www.klueger-reisen.com. Hier können Interessierte auch ein unverbindliches Angebot anfordern. Die Organisation beginnt schon mit der Anreise: Die Abenteurer werden von einem Reiseleiter am Kilimanjaro Airport begrüßt, von dort aus geht es in Kleinbussen zu einer Lodge, um sich dort etwas zu erholen, bevor die erste Etappe entlang des Kilimanjaro Nationalparks startet. In den Folgetagen passieren die Wanderer die Gebiete Amboseli und Sinya sowie afrikanische Savannenebenen. Hier gibt es neben trockenem Grasland und einigen Salzebenen auch fruchtbare Waldgebiete zu entdecken, in denen Giraffen und Elefanten umherstreifen. Immer mit dabei sind ein Wander-Guide und ein Ranger, der für den Schutz der Gruppe zuständig ist.

    Den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen

    Vor jeder Etappe gibt es ein reichhaltiges Frühstück, zubereitet von einem professionellen Koch. Dieser stellt auch Lunchpakete als Wegzehrung für den Tag bereit, die nur noch im Rucksack verstaut werden müssen. Erreichen die Wanderer am Abend das nächste Camp, erwartet sie dort bereits ihr Gepäck im aufgeschlagenen Zelt. Bei einem Drei-Gänge-Menü vom Profikoch kann man den Tag noch einmal gemeinsam Revue passieren lassen. Wem dann noch nicht die Augen zufallen, macht es sich am Lagerfeuer gemütlich und genießt das leise Knistern beim Blick in den Sternenhimmel.

    Quelle: djd / Klüger Reisen

    Familienauszeit in der Lüneburger Heide: Freizeitattraktionen reichen von Wildparks über Lama-Trekking bis Erlebnisbäder

    Die Familie ist für die meisten Menschen das Allerwichtigste. Gemeinsam meistert man das ganze Jahr die Herausforderungen des Alltags. Doch auch eine Auszeit vom gewohnten Trott sollte man sich hin und wieder gönnen. Die Lüneburger Heide ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis für die ganze Familie: Naturbelassene Pfade mit nur geringen Steigungen eignen sich ideal für Wanderungen mit den Kleinen, auf etlichen Wegen ist man auch mit einem Buggy gut unterwegs. Werden doch einmal die Beine müde, schließt man sich einer Kutschfahrt an und genießt bei gemächlichem Tempo den Blick auf die weitläufigen Heideflächen. Wer lieber mit dem Fahrrad fahren möchte, findet bei den Fahrradverleihen der Region für jeden das passende Fortbewegungsmittel: von Mountainbikes über Tourenräder mit Kindersitz oder Fahrradanhänger bis hin zu Kinder- und Jugendfahrrädern.

    Die Reisekasse entlasten

    Da kommt bei einem Familienurlaub rasch eine ganz (un)schöne Summe zusammen. Hier empfiehlt es sich, eine Unterkunft bei einem Gastgeber zu buchen, der die ErlebnisCard Lüneburger Heide ausgibt. Die Urlauber erhalten dann automatisch die kostenlose Gästekarte, die auf dem Smartphone abgespeichert wird. Wer sie an der Kasse vorzeigt, erhält Ermäßigungen bei über 140 teilnehmenden Freizeitattraktionen, Restaurants, Cafés und Geschäften. Nähere Informationen zu den teilnehmenden Gastgebern und Leistungspartnern erfährt man unter www.erlebniscard-lueneburger-heide.de. Dort kann die Wunschunterkunft direkt gebucht werden.

    Eine Auszeit vom gewohnten Trott: Die naturbelassenen Pfade der Lüneburger Heide sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Foto: djd / Bispingen Touristik / Dominik Ketz

    Tierische Begegnungen und Entspannung an Regentagen

    Ein Ausflug der besonderen Art ist das sogenannte Lama-Trekking. Dabei sucht sich jeder Urlauber zunächst ein Lama als Begleitung aus, mit dem er dann die reizvolle Natur rund um die Samtgemeinde Amelinghausen erkundet. Das Lama führt man dabei an einer Leine mit. Mehr tierische Begegnungen sind im Wildpark Lüneburger Heide und im Wildpark Müden möglich. Diese sind das gesamte Jahr über geöffnet und bieten die Möglichkeit, vor allem heimische Tiere zu beobachten und mitunter sogar zu streicheln und zu füttern. An Regentagen sorgt ein Besuch der Soltau Therme, des Hallenbads und der Saunalandschaft Heidjers Wohl in Schneverdingen oder des Erlebnisbades Aqua Mundo im Center Parcs Bispinger Heide für Abwechslung. Gerade wenn sich das Wetter von seiner ungemütlichen Seite zeigt, tut es gut, im Schwimmbad zu entspannen und Energie für die Seele zu tanken. Natürlich darf das Herumplantschen mit den Kindern keinesfalls zu kurz kommen, damit der Urlaub für die ganze Familie zum Highlight wird.

    Quelle: djd / Bispingen Touristik

    Winterzauber in der Ferienregion Hall-Wattens – Von Winterwandern bis Rodelspaß: 5 Tipps für den Urlaub in der Tiroler Region

    Herrliche Skihänge, schöne Winterwanderwege inmitten einer ursprünglichen Natur, eine Rodelbahn auf 2.000 Metern Höhe – und die imposante Tiroler Bergwelt stets im Blick: Ein Winterurlaub in der Tiroler Region Hall-Wattens bietet viele Freizeitmöglichkeiten:

    1.) Winterwandern auf dem Glungezer Winterwaldweg

    Besonders beliebt bei Winterurlaubern ist das Skigebiet Glungezer in Tulfes. Eine topmoderne Kombibahn bringt die Wanderer ruck zuck von der Talstation in Tulfes zur Mittelstation Halsmarter auf 1.565 Metern Höhe, wo der präparierte „Glungezer Winterwaldweg“ startet. Die leichte, rund einstündige Tour führt Wanderer auf fast ebenem Weg durch einen herrlichen Winterwald – zum Einkehren lädt anschließend der Berggasthof Halsmarter an der Mittelstation ein.

    2.) Rekordverdächtige Ausblicke genießen

    Wer hingegen weiter mit dem “Tulfein Express” hinauf zur Bergstation fährt, kann sich auf den schönen Winterwanderweg zum malerisch angelegten „Zirbensee“ freuen – atemberaubende Ausblicke auf über 400 Alpengipfel sind dabei inklusive. Zum Entspannen und Genießen treffen sich Winterwanderer und Skifahrer auf der Tulfeinalm mit großer Sonnenterrasse. Die urige Alm ist bekannt für frischen Strudl, hausgemachte Fruchtsäfte und andere köstliche Tiroler Schmankerl.

    Die Glungezerbahn bringt Urlauber schnell und komfortabel auf über 2.000 Meter. Foto: djd / hall-wattens.at

    3.) Rodeln auf 2.000 Metern Höhe

    Rasantes Fahrvergnügen verspricht die neue Rodelbahn, die von der Bergstation auf 2.000 Metern Höhe zur Mittelstation führt. Auf über drei Kilometern Länge und zehn Kehren geht es flott hinunter. Da bleibt gar nicht viel Zeit, die fabelhafte Panoramasicht zu genießen, die das gesamte Skigebiet am Glungezer so besonders macht. Nicht umsonst zählt der Glungezer zu den schönsten Aussichtsbergen des Landes. Schlitten können direkt an der Mittelstation ausgeliehen werden. Weitere Erlebnistipps gibt es unter www.hall-wattens.at sowie unter www.glungezerbahn.at.

    4.) Wedelspaß für Groß und Klein

    Das Skigebiet am Glungezer ist klein, aber fein. Vor allem Genussskifahrer, Skitourengeher und Familien mit Kindern fühlen sich dort wohl. Während der Nachwuchs die ersten Schwünge im liebevoll gestalteten Kinderland auf einfachen Pisten lernt, kommen fortgeschrittene Skifahrer auf den anspruchsvolleren Strecken im oberen Bereich des Skigebiets auf ihre Kosten. Ein Tipp für Skitourengeher: Jeden Dienstag und Donnerstag ist die Gondelbahn bis zur Mittelstation bis 22.15 Uhr in Betrieb.

    5.) Erlebnisse abseits der Pisten

    Wer es nicht ganz so sportlich mag, der kann zum Beispiel eine romantische Kutschenfahrt unternehmen, einen Spaziergang durch die mittelalterliche Haller Altstadt oder eine Nature-Watch-Tour im Naturpark Karwendel.

    Quelle: djd/hall-wattens.at

    Es war einmal… 9 zauberhafte Orte entlang der Deutschen Märchenstraße

    Es waren einmal zwei Brüder, die mit ihren zauberhaften Geschichten, Märchen und Sagen bis heute große und kleine Märchenfans begeistern. Die Rede ist natürlich von Jacob und Wilhelm Grimm. Seit die beiden zwischen 1812 und 1858 ihre berühmte Märchensammlung „Kinder- und Hausmärchen” veröffentlichten, sind diese aus deutschen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken.

    Ganz besonders zur Weihnachtszeit, wenn es wieder etwas muckeliger wird, gibt es doch kaum etwas Schöneres, als dem einen oder anderen Märchen zu lauschen. Wer nicht genug von den Märchenbrüdern bekommt, hat dank der Deutschen Märchenstraße die Möglichkeit, auf den Spuren der Brüder Grimm zu wandeln und all die schönen Märchen hautnah zu erleben. Travelcircus hat sich die Deutsche Märchenstraße einmal genauer angesehen und 9 zauberhafte Orte herausgesucht, die die Herzen aller Grimm- und Märchenfans höher schlagen lassen.

    Das Wichtigste in Kürze:
    ● Märchenfiguren erwachen bei zahlreichen Stadtführungen zum Leben
    ● Feiern wie einst Jacob und Wilhelm? In Marburg kein Problem!
    ● Die Route führt durch fünf Bundesländer
    ● In Göttingen wird ein Mädchen besonders gerne geküsst
    ● Ein Werk der Brüder Grimm gehört sogar zum UNESCO Weltdokumentenerbe

    Grafik: Travelcircus.de

    Die Geschichte der Deutschen Märchenstraße
    Bei der Deutschen Märchenstraße handelt es sich um eine deutsche Ferienstraße, die Märchenfans auf den Spuren der Brüder Grimm zu zahlreichen märchenhaften Orten Deutschlands führt. Gegründet wurde die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße” 1975 in Steinau an der Straße. Durch die Ferienstraße sollte die gesamte Region attraktiver für Touristen werden – mit großem Erfolg!

    Die Deutsche Märchenstraße beginnt in der Geburtsstadt der Brüder Grimm Hanau und führt auf über 600 km an wichtigen Lebensstationen der Brüder und über 50 zauberhaften Orten, in denen Grimms Märchen beheimatet sind, bis nach Bremen und Buxtehude. Dabei durchläuft die Strecke fünf Bundesländer und acht Nationalparks.

    Die Strecke lässt sich in vier große Abschnitte unterteilen. Sie verläuft zunächst von Hanau zum Lahntal an Orten wie Steinau an der Straße und Marburg entlang. Anschließend durch das so genannte Rotkäppchenland zwischen Alsfeld und Fritzlar bis nach Kassel.

    Dort hat man dann die Qual der Wahl: Entweder nimmt man die Frau-Holle- oder die Dornröschen-Route. Letztere führt von Kassel über Hofgeismar und Trendelburg bis nach Fürstenberg. Die andere kommt an Orten wie Kaufungen, Mackenrode, Heilbad Heiligenstadt und Göttingen vorbei, ehe auch sie nach Fürstenberg führt.

    Von Fürstenberg aus gibt es wieder nur eine Strecke, die dann über zauberhafte Orte wie Hameln, Nienburg und Verden bis nach Bremen und Buxtehude führt.

    9 wundervolle Orte entlang der Deutschen Märchenstraße
    Jeder der Orte, Städte und Gemeinden, die zur Deutschen Märchenstraße gehören, ist auf seine eigene Art märchenhaft und definitiv einen Besuch wert. Wer sie alle mal besuchen will, sollte dafür etwas mehr Zeit einplanen. Als kleine Planungshilfe haben wir neun wunderschöne Orte entlang der Route herausgesucht.

    Märchenort Nummer 1: Hanau, Hessen

    Unsere traumhafte Reise entlang der Deutschen Märchenstraße beginnt natürlich im schönen Hanau, wo die Brüder 1785 und 1786 das Licht der Welt erblickten. Spuren der beiden sind in der ganzen Stadt zu finden. Am einprägsamsten ist wahrscheinlich das Brüder-Grimm-Nationaldenkmal vor dem Hanauer Rathaus. Wer sich sehr für die Geschichte der Stadt und der berühmten Märchenerzähler interessiert, kann in Hanau beispielsweise eine Themen-Stadtführung machen.

    Brüder-Grimm-Nationaldenkmal in Hanau. Alle Grafiken und Bilder zur lizenzfreien und kostenlosen Nutzung finden Sie hier: https://bit.ly/deutsche-maerchenstrasse Weitere Grimm-Highlights in Hanau sind die berühmten Brüder Grimm Festspiele, das Mitmach-Museum „GrimmsMärchenReich” sowie der bezaubernde Hanauer Märchenpfad.

    Hanau ist allerdings nicht nur bei Märchen-Fans beliebt. Auch wer auf der Suche nach wunderschönen Fachwerkhäusern, Natur und Industriekultur ist, wird in Hanau fündig. Die Stadt gehört nämlich nicht nur zur Deutschen Märchenstraße, sondern ebenfalls zur Deutschen Fachwerkstraße und zur Route der Industriekultur.

    Fans klassischer Musik sollten sich außerdem auf keinen Fall das Open-Air-Konzert der Neuen Philharmonie Frankfurt im Staatspark Wilhelmsbad entgehen lassen. Das ist wirklich magisch!

    Märchenort Nummer 2: Steinau an der Straße, Hessen

    Schon mal was von Steinau an der Straße gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Insbesondere Märchenliebhaber und Grimm-Fans sollten der hessischen Stadt unbedingt einen Besuch abstatten. Da die Brüder Grimm einst selbst in Steinau lebten, dreht sich in der hessischen Stadt vieles um das berühmte Brüderpaar.

    Da wäre beispielsweise das fantastische Brüder-Grimm-Haus, in dem heute ein Museum zuhause ist. Das Besondere an dem Museum ist, dass man hier die Märchen interaktiv erleben kann. Wer will, hat die Möglichkeit, die berühmten Märchen sowohl zu sehen als auch zu hören oder gar zu fühlen. Interessant ist aber auch der Teil des Museums, der sich dem jüngeren Bruder Ludwig Emil Grimm widmet. Dieser war ein bedeutender Grafiker und Maler.

    Auch an anderen Stellen in Steinau lassen sich Spuren der Brüder Grimm und ihrer Märchen finden. Die sieben Zwerge und der Froschkönig verstecken sich beispielsweise in der Stadt. Auch am Steinauer Hexenhäuschen kommen Märchenfans nicht vorbei. Direkt daneben steht auch ein Holzkäfig – so wie der, in dem die Hexe einst Hänsel gefangen hielt. All diese Orte (und weitere märchenhafte Ecken) lassen sich am besten bei einer Märchenstadtführung entdecken.

    Wer genug von Märchen hat, kann in Steinau natürlich noch jede Menge andere Dinge erleben. Wie wäre es da beispielsweise mit einem Besuch der Tropfsteinhöhle „Teufelshöhle”, einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn, einem Kletterabenteuer im Europa-Kletterwald oder einer wunderschönen Wanderung durch den Spessart.

    Märchenort Nummer 3: Marburg, Hessen

    Das wunderschöne Marburg ist vor allem bei Studenten beliebt und bekannt. Mit den vielen kleinen Cafés und Bars, der exzellenten Uni und dem lebhaften Ambiente ist Marburg auch wirklich wie gemacht für Studenten. Zwei der wohl berühmtesten Studenten der Stadt waren die Brüder Grimm, die in Marburg gemeinsam Jura studierten und sicher bereits damals eine wilde Studentenzeit in Marburg verlebten.

    Die wunderschöne Stadt an der Lahn zieht auch heute noch Scharen an Studenten und Urlaubern an. Bei den zauberhaften Fachwerkhäusern, dem imposanten Marburger Landgrafenschloss und all den kleinen Märchenanspielungen ist das auch wahrlich kein Wunder.

    Am besten lässt sich Marburg bei einer thematischen Stadtführung erkunden. Ein besonderes Highlight, das auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung entdeckt werden kann, ist der Grimm-Dich-Pfad. Keine Sorge, hier muss kein Sport gemacht werden. Es geht darum, die eine oder andere Märchenfigur oder bestimmte Märchensymbole in der Stadt zu finden. Kleiner Tipp: Manchmal lohnt es sich, nach oben zu gucken!

    Märchenhaft und wunderschön ist übrigens auch das Marburger Umland. Für alle, die gerne Aktivurlaub machen, empfehlen wir einen Ausflug zum Seepark Niederweimar. Dort kann man hervorragend baden, skaten oder radeln. Wer im Winter Lust auf Schneegestöber und jede Menge Action hat, ist im kleinen aber feinen Skigebiet Kleingladenbach an der richtigen Adresse.

    Märchenort Nummer 4: Frankenberg (Eder), Hessen

    Das romantische Frankenberg ist vor allem für sein markantes und imposantes Rathaus bekannt. Dieses hat nämlich zehn Türme, die über die niedliche Stadt hinausragen. Dank seiner vielen wunderschönen Fachwerkhäuser ist die Stadt an der Eder ein überaus beliebtes Reiseziel für Städte-Romantiker.

    Wer die Stadt ein bisschen besser kennenlernen will, kann sich der kostenlosen Stadtführung anschließen, die von April bis Oktober jeden Samstag stattfindet. Egal ob bei der Führung oder alleine, wer einmal in Frankenberg ist, sollte unbedingt Ausschau nach den „Huckepackfiguren” halten – wir verraten nicht, wo sie sind. Die lustigen Figuren sind die märchenhaften Symbolfiguren der Stadt und scheinen zu symbolisieren, dass Frankenberg ein guter Ort für ausgelassene Feste war.

    Frankenbergs fantastische Lage lädt zudem zum Wandern und Radfahren ein. Märchen-Fans empfehlen wir hier den Wald-Wichtel-Paradies-Rundweg sowie den Hänsel-und-Gretel-Radweg. Auch der Wildpark Frankenberg ist absolut einen Besuch wert. Der Eintritt ist hier übrigens frei. Da der Großteil der Tiere frei herumläuft, hat man mit etwas Glück sogar die Möglichkeit, dem einen oder anderen zutraulichen Wildtier etwas näher zu kommen.

    Märchenort Nummer 5: Kassel, Hessen

    Willkommen in der Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße: Kassel. Die Stadt ist zum einen als Stadt der Brüder Grimm und zum anderen als die documenta-Stadt bekannt. Die documenta, die als die wichtigste zeitgenössische Kunstausstellung gilt, findet nämlich alle fünf Jahre in Kassel statt.

    Kassel ist aber natürlich nicht nur alle fünf Jahre einen Besuch wert, sondern immer! Wie wäre es beispielsweise mit einem Besuch der berühmten Wilhelmshöhe? Der beeindruckende Bergpark, die Herkules-Statue an der Spitze und die berühmten Wasserspiele sind absolut sehenswert. Lust auf etwas Wellness? Dann ab in die großartige Kurhessen-Therme.

    Neben Kunst, Natur und Entspannung locken auch die Brüder Grimm jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Kassel. Von hier aus schrieben und veröffentlichten die Brüder einige ihrer einflussreichsten Werke wie die „Kinder- und Hausmärchen” oder das „Deutsche Wörterbuch”. Grimm-Liebhaber und alle, die es noch werden wollen, sollten unbedingt mal die GRIMMWELT Kassel besuchen. Dort sind u.a. die Handexemplare mit Notizen und Kommentaren der „Kinder- und Hausmärchen” ausgestellt. In der GRIMMWELT gibt es außerdem diverse Ausstellungen, Führungen und besondere Events wie Märchenlesestunden.

    Doch damit nicht genug: Im Sommer findet in Kassel jedes Jahr das beliebte Brüder Grimm Festival und im Winter der zauberhafte Märchenweihnachtsmarkt statt. Kein Wunder also, dass Kassel auch die Brüder Grimm Stadt ist.

    Märchenort Nummer 6: Göttingen, Niedersachsen

    Eine weitere Stadt, in der man auf den Spuren von Wilhelm und Jacob Grimm wandeln kann, ist Göttingen. Die Brüder unterrichteten hier beide von 1829 bis 1837 an der Universität. Außerdem haben die beiden in Göttingen einige ihrer Werke fertiggestellt, darunter auch die dritte Auflage ihrer „Kinder- und Hausmärchen”.

    Wahre Grimm-Fans sollten sich zum einen die Paulinerkirche und zum anderen die Goetheallee Nr. 6 einmal genauer ansehen. An beiden Orten sind Spuren der berühmten Brüder zu finden.

    Das allein reicht noch nicht für einen Trip nach Göttingen aus? Keine Sorge, die lebendige Studentenstadt hat noch einiges mehr zu bieten. Da wären beispielsweise die zahlreichen Kulturveranstaltungen wie die Händel-Festspiele, die Figurentheatertage, das Gänseliesel-Fest und das Jazzfestival.

    Zum anderen lockt die niedersächsische Stadt mit einer malerischen Altstadt, zahlreichen niedlichen Cafés, jeder Menge Geschichte und dem typischen Flair einer Studentenstadt. In Göttingen steht übrigens auch die vermeintlich meistgeküsste Statue der Welt: das Gänseliesel. Früher war es gang und gäbe, dass neu eingeschriebene Studenten dem Gänseliesel einen Kuss gaben. Heutzutage sind es die Doktoranden – und das obwohl es offiziell verboten ist, das Mädchen zu küssen.

    Märchenort Nummer 7: Hameln, Niedersachsen

    „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.” Nicht alle Märchen und Sagen haben ein solch friedliches Ende. An eine solcher Sagen, die kein gutes Ende nahm, werden Besucher an vielen Ecken in Hameln erinnert.

    Am 26.06.1284 soll dort nämlich der sogenannte Rattenfänger von Hameln 130 Kinder weggelockt und verschwinden lassen haben. Dieser hatte zuvor die Stadt von einer Rattenplage befreit und war anschließend nicht bezahlt worden. Um sich dafür zu rächen, entführte er alle Kinder, die mindestens vier Jahre alt waren.

    Neben der Rattenfänger-Figur in der Innenstadt kann man in Hameln auch die eine oder andere Ratte entdecken. Einige davon sind in Form von bronzefarbenen Pflastersteinen in der ganzen Innenstadt verteilt. Es lohnt sich also in Hameln besonders auf seine Umgebung zu achten. Bei den wunderschönen Fachwerkhäusern und kleinen Gässchen kann man ja aber auch gar nicht anders. Wer romantische Städte mit Kultur und Geschichte mag, ist in Hameln goldrichtig.

    Für Märchen-Fans eignet sich übrigens ein Besuch im Sommer: Jeden Mittwoch wird das großartige Musical „RATS” aufgeführt, sonntags (von Mitte Mai bis Mitte September) findet zudem das Rattenfänger-Freilichtspiel statt. Beide Stücke handeln vom Rattenfänger und sind kostenlos. Wer will, kann übrigens auch ganzjährig eine unterhaltsame Stadtführung mit dem Rattenfänger buchen.

    Märchenort Nummer 8: Buxtehude, Niedersachsen

    Doch welche zwei Tiere liefen hier um die Wette? Der Hase und der Igel natürlich. Und das sieht man in der ganzen Stadt: Sei es bei Theateraufführungen, in Form von lieblichen Figuren, die in der Stadt verteilt sind, bei Souvenirs oder sogar bei Stadtführungen – an Has’ und Igel kommt hier keiner vorbei.

    In diesem Jahr findet in Buxtehude vom 25.11. bis zum 23.12. auch wieder das beliebte Internationale Märchenfestival statt. Seit diesem Jahr wird das Festival in das Wintermärchen integriert. In weihnachtlichem Ambiente verwandelt sich die süße Stadt in eine lebende Märchenstadt. Dieses zauberhafte Treiben und insbesondere den märchenhaften Weihnachtsmarkt sollte man sich wahrlich nicht entgehen lassen.

    Buxtehude ist übrigens nicht nur ein tolles Reiseziel für Märchenliebhaber. Dank der hervorragenden Wanderwege lohnt sich die niedliche Stadt auch für Wanderfans. Dabei gibt es neben der historischen und maritimen Stadt auch allerhand schöne Natur in und um Buxtehude zu entdecken. Wer lieber radelt, dem empfehlen wir die Hase-und-Igel-Fahrradroute.

    Märchenort Nummer 9: Bremen

    Denkt man an Märchen und Bremen, so fallen einem garantiert direkt vier Tierchen ein, die auf der Suche nach Glück nach Bremen gekommen sind. Die Rede ist natürlich von den berühmten Bremer Stadtmusikanten.

    Abbilder von Huhn, Katze, Hund und Esel verstecken sich gleich mehrfach in Bremen. Die bekannteste Statue der vier ist die neben dem Bremer Rathaus. Doch wer genau hinsieht, kann sie unter anderem auch im Schnoor, am Brunnen des Handwerkshofs in der Böttcherstraße und natürlich auf zahlreichen Souvenirs entdecken.

    Von Mai bis September gibt es jeden Sonntag ein besonderes Highlight auf dem Domshof im Herzen der Stadt: Die Bremer Stadtmusikanten erzählen höchstpersönlich ihre aufregende Geschichte. Das ist ein Spaß für die ganze Familie und noch dazu kostenlos.
    In Bremen gibt es eindeutig noch viel mehr zu entdecken als die Bremer Stadtmusikanten. Zu den schönsten Wahrzeichen der Stadt gehören auch das Rathaus, der Roland, das Weserufer sowie die beliebte Schlachte und das romantische Schnoorviertel. Wer Lust auf ein besonders süßes Mitbringsel hat, sollte unbedingt einen Abstecher in die Bremer Bonbon Manufaktur machen.

    Quelle: Travelcircus

    Herbstliche Spezialitäten von der Nordsee

    Dreihundert Meter vom Lister Strand entfernt stehen im Wattenmeer seltsame Gebilde, sie sehen aus wie kleine Tische. „Dort ziehen wir unsere Austern, die Sylter Royal, bis zur Konsumreife heran“, erklärt Christoffer Bohlig von Dittmeyer’s Austern-Compagnie, „…in der Regel haben sie dann ein Gewicht von 80 bis 100 Gramm.“ Im Lister Restaurant des Unternehmens kann man sie probieren – pur oder variantenreich zubereitet. Zum Beispiel überbacken mit Kräuterbutter, Pernodbutter oder Champagnerkraut. „Natürlich beliefern wir auch Gastronomiebetriebe auf Sylt und versenden sie bundesweit.“ Einfach mal allein hingehen zu den Austernfeldern dürfe man nicht mehr, berichtet Christoffer Bohlig, zu viele Austern seien abhandengekommen. „Allerdings gibt es Führungen dorthin, und wir bieten auf Anfrage auch Gruppenführungen außer der Reihe an – einfach mal melden“, sagt Bohlig.

    Im Winter, Januar bis Februar, werden die Austern allerdings in die Halle nach List verbracht, dort überwintern rund 150 Tonnen Sylter Royal im permanenten Frischwasserstrom – der Eisgang draußen im Watt würde die Anlagen zerstören. Feinschmecker finden viele Begriffe, um den Geschmack der Sylter Austern zu beschreiben. „Für mich“, so Bohlig, „schmecken sie ganz einfach köstlich nach Meer! So, wie die Luft voller Gischt an einem stürmischen Tag am Strand.“ Die Nordsee! Das Wasser im Wattenmeer sei ideal für Austern; sauber und nährstoffreich, es tauscht sich zweimal am Tag aus, „das ist unglaublich rein.“ Bohlig und seine Leute sammeln vor Sylt auch wilde Austern. Die wachsen auf Sandbänken weit vor der Küste. „Wir nehmen unser Boot, fahren eine gute halbe Stunde hinaus und lassen uns draußen trockenfallen – denn wir haben die Lizenz zum Sammeln dieser Austern.“ Und die sind sehr viel größer: „Ein halbes Kilogramm pro Stück ist nicht ungewöhnlich, es gibt auch solche mit bis zu einem Kilo. Die nehmen wir dann hauptsächlich für zubereitete Gerichte – beispielsweise geräucherte Austern oder Austern im Tempurateig.

    www.sylter-royal.de


    Schafe treten den Deich fest, damit schützen die Tiere das Land vor der Gewalt des Meeres – vom Frühjahr bis in den Herbst stehen sie auf jedem Deich an der Küste, sie sind vielleicht das Symboltier der Nordsee schlechthin. Von Ende Oktober bis Ende Februar verbringen die Schafe in der Regel ihre Zeit nicht direkt am Meer, den Winter aber auch auf der Weide. Aus der Wolle gibt es schöne, warme Sachen zum Anziehen, aus der Milch Käse und Pflegeprodukte wie Seife – und: Lammfleisch ist lecker. Gleich hinter dem Deich, nach der Anfahrt über den Straßendamm, auf Nordstrand liegt der Hofladen Baumbach. Der Blick reicht über Weiden, Wiesen, Wasser. Im Angebot ist hier natürlich auch Lammfleisch in allen Variationen: vom Fond im Glas über Wurst bis zur frischen Keule. „Wir bekommen unser Lammfleisch von der Landschlachterei Burmeister aus Viöl. Die Lämmer lebten zwischen Niebüll und Büsum, auf den Deichen an der ganzen Westküste“, berichtet Dörte Baumbach, „jetzt im Winter gehen die Stücke zum Schmoren gut; Rippchen, Haxen. Und das Lamm-Rilette aus dem Glas ist nicht nur als Brotaufstrich lecker, sondern auch köstlich zu Bratkartoffeln.“

    Im Angebot ist ebenfalls Fleisch vom Galloway-Rind, auch diese Tiere leben hier an der Küste. Gleich nebenan: „Im Beltringharder Koog beweiden sie Naturschutzflächen, diese extensive Nutzung fördert und schützt nicht nur seltene Tiere und Pflanzen, sie sorgt auch für ein wohlschmeckendes Fleisch“, sagt Dörte Baumbach, „und: Unseren Kunden ist es besonders wichtig zu wissen, wo das Fleisch herkommt, wo das Tier gelebt hat.“ Auch vom Galloway-Rind wird so viel wie möglich genutzt – Knochen und Ochsenschwanz inklusive. Für den schnellen, aber hochwertigen, Genuss gibt es die Produkte auch vom Galloway im Glas; Gulasch oder Geschnetzeltes zum Beispiel. Köstliches von der Küste im Hofladen oder im Versand für zu Hause.

    www.lammfleisch.de


    Strandkörbe an der Nordsee. Bild: Storyblocks

    Wer kennt denn die Krähenbeere. „Ich bin schon immer gern durch die Sylter Natur gestreift, um Beeren und Früchte zu finden und zu sammeln“, sagt Sabine Clahsen aus Morsum, „… es gibt reichlich. Man muss nur wissen, wo – und was man damit machen kann!“ Marmeladen kann man damit herstellen. Zum Beispiel. Sabine Clahsen sammelt Früchte und kocht daraus neben Marmelade auch Konfitüren, Gelees und Fruchtaufstriche. „Ich entdecke auf Sylt immer wieder etwas Neues!“ Diese Produkte kann man zum Beispiel in Morsum kaufen: Dort steht ein Schränkchen vor ihrem Grundstück, darin Gläser mit Marmeladen und Co. Hagebutte und Apfel, Krähenbeere, Quitte, Cranberry, vieles mehr; „..was eben so auf Sylt wächst.“ Die Krähenbeere wächst ebenso wie die Cranberry in der Heide, und natürlich sammelt Sabine Clahsen hier und anderswo unter Berücksichtigung von Eigentumsverhältnissen und Naturschutzregeln. Die Neugier und Experimentierfreude geht in der Küche weiter: „Äpfel mit Estragon und Calvados – das passt doch gut zusammen, und ich mag Estragon selbst gern, also probiere ich das einfach mal…!“

    Manchmal würden sich Ideen ganz einfach so ergeben, dann wird ausprobiert und im Freundeskreis verkostet. Kommt es an, kommt es in das Verkaufsschränkchen. Jetzt, im Herbst und Winter, ist es auch die Bratapfel-Konfitüre. In ihrer Küche riecht es nach Rum und Rosinen, saftig, satt und aromatisch, auf dem Tisch liegen Mandeln und Äpfel. „Das wird im Advent gern genommen.“ Inzwischen wird im Mutter-Tochter-Team gearbeitet, Pia Clahsen ist seit einem Jahr mit dabei und lernt alles über Sylter Frucht und was man daraus machen kann. Im Verkaufsschränkchen ist immer ein gute Auswahl an Marmeladen und anderen Köstlichkeiten aus Sylter Frucht zu finden. „Es ist ein Verkaufsregal auf Vertrauen“, sagt Sabine Clahsen, „der Kunde wählt aus und gibt das entsprechende Geld einfach in die Kasse – das funktioniert übrigens seit fast vierzig Jahren.“

    www.sylter-marmeladen-manufaktur.com


    Weiden bis zum Horizont, Milchvieh darauf. Landwirtschaft prägt das Bild; Föhr ist auch Bauernland. In Alkersum machen sie zum Beispiel Käse. „Die Milch für unsere Käserei bekommen wir vom Nachbarhof“, berichtet Jens Hartmann vom Hofladen Föhrer Inselkäse, „…und in unserem Betrieb, hier auf dem Hof, verarbeiten wir sie zu Käse. Zu Butter, Quark und Joghurt auch – und zwar ohne Umwege. Das ist Föhrer Käse aus Föhrer Milch.“ Bereits vor rund dreißig Jahren begann Seniorchef John Hartmann damit, Käse herzustellen. Heute verkauft Familie Hartmann über den Hofladen in Alkersum und den online-shop neben vielerlei Sorten Föhrer Inselkäse zum Beispiel auch Wurst, Obst von der Insel nach Saison und „Unverpacktes“ (wie beispielsweise Nüsse) zum Selbstabfüllen.

    Föhrer Inselkäse gibt es auch im Einzelhandel auf der Insel und in der Föhrer Gastronomie. Zurück zum Käse, das ist Leidenschaft wie es bei Hartmanns auch die Landwirtschaft ist. „Wenn wir die Milch bekommen, erwärmen wir sie. Nachdem sie wieder abgekühlt ist, wird sie mit dem natürlichen Ferment Lab versetzt und damit dickgelegt“, erklärt Jens Hartmann, „die Milch trennt sich in Käsebruch und Molke.“ Der Käsebruch, also die Basis für jede spätere Sorte Käse, wird in Formen gedrückt und gegebenenfalls mit weiteren Zutaten wie Kräutern, Pfeffer oder anderen Gewürzen versehen. Dann muss der Käse reifen, es dauert Wochen. Jens Hartmann: „… das passiert hier bei uns auf dem Hof, wir gehen regelmäßig in den Reiferaum, wenden die Laibe und wischen sie mit Salzwasser ab.“ Dann ist es soweit: jung gereift und mild, oder länger gereift und entsprechend kräftiger, würziger, ist der Föhrer Inselkäse. „Klassisch gibt es unseren Käse natur, der schmeckt wie eine Mischung aus Gouda und Tilsiter“, sagt Jens Hartmann, „und beliebt ist der mit dem Bockshornkleesamen, das gibt dem Käse ein leichtes Aroma nach Walnüssen.“

    www.foehrer-inselkaese.de


    Muss ich die etwa noch puhlen? „Sie dürfen das!“ Antwortet der Amrumer Fischer Andreas Thaden. Krabben selbst zu puhlen, das sei doch wie ein Geschenk – und auspacken ist die halbe Freude. Es ist ziemlich leicht zu lernen. Andreas Thadens Heimathafen ist Wittdün auf Amrum. Vom Tonnenhafen steuert er seinen Kutter „Butjadingen“ bis hoch zur dänischen Grenze, bis hinunter an die niederländische. Oft fischt er auch vor Amrum. „Die gefangenen Krabben werden noch auf See mit Meerwasser gekocht“, sagt er. Der Verkaufstand „Steuerhaus“ liegt am Wittdüner Tonnenhafen und ist in der Regel von Dienstag bis Samstag, von 10 bis 12:30 Uhr, (Angaben ohne Gewähr) geöffnet. Marie-Louise Thaden erklärt den Kunden auch gern, wie’s geht mit der Garnele, damit beim Krabbenpuhlen niemand hungrig bleiben muss.

    An manchen Tagen steuert Andreas Thaden auch den Hafen von Dagebüll an. Informieren kann man sich dazu – und zu anderen Fischern auch – unter Information: fischvomkutter.de, dort sind Fischer aufgeführt, die direkt an der Hafenkante vom Kutter verkaufen. An der Westküste ist das beispielsweise in Husum oder Büsum der Fall. Auch Thaden verkauft manchmal Fisch, „…je nach dem, was ich im Netz hatte – mein Kutter ist schließlich kein Supermarkt.“ Dafür ist Fisch vom Kutter superfrisch und eben auch authentisch; es gibt nur das, was das Meer vor dieser Küste hergab. „Bei mir sind das je nach Saison hauptsächlich Schollen und Seezungen, Makrelen und auch kleine Nordsee-Tintenfische.“ Die Krönung, sagt er, sei der Kabeljau, gerade im Herbst und Winter ein besonderer Fang, ein besonderer Fisch, ein Genuss. Und Andreas Thaden tut draußen auf See noch etwas: er gewinnt Meersalz. Dazu leitet er die Abwärme vom Schiffsmotor durch Rohre unter eine Pfanne, darin verdampft Nordseewasser, das Salz fällt als Blüte aus, Thaden schöpft es ab und trocknet es, auch dies in Handarbeit. „Dabei bleiben die großen Kristalle erhalten, mein Meersalz knuspert im Mund, das ist richtig crispy!“ Und das stelle man sich jetzt auf einem schönen Stück vom Kabeljau vor. Wer mag, mit ´ner Hand voll Krabben dazu.

    www.fisch-vom-kutter.de


    Urlaubstipps:

    Informationen zu regionalen Spezialitäten von Erzeugern, Händlern oder gastronomischen Betriebe, die im Bereich Nachhaltigkeit verantwortungsvoll handeln wie z.B. die FÖHRgreen-, Nationalpark Partner oder Feinheimisch Betriebe gibt es auf https://www.nordseetourismus.de/nachhaltigkeit

    Weitere Tipps und Ideen für unterhaltsame Urlaubserlebnisse finden sich auf der Seite www.nordseetourismus.de sowie im nordsee Urlaubsplaner, der über diese Seite kostenlos angefordert werden kann.

    Quelle: Nordsee Tourismus

    Von Mailand bis Matera: Italien ist Filmkulisse für erfolgreiche Blockbuster und Thema zahlreicher Filmfestivals

    Filme wie „House of Gucci“, „Tenet“ oder der letzte James Bond-Streifen haben eines gemeinsam: Sie alle wurden in Italien gedreht. „Seit jeher dienen die abwechslungsreiche Landschaft und die pittoresken Orte des Belpaese Regisseuren aus der ganzen Welt als Schauplätze ihrer Filme. Wer nun auf den Spuren von bekannten Stars wie Daniel Craig oder Lady Gaga Italien entdecken will, dem geben wir im Folgenden einige Inspirationen“, sagt Antonella Rossi, Leiterin der Italienischen Zentrale für Tourismus ENIT-in Deutschland.

    Bild: Storyblocks

    „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ in Matera

    Enge Gassen und atemberaubende Aussichten, die perfekte Grundlage für eine spektakuläre Verfolgungsjagd: Im aktuellen James Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ bietet die italienische Stadt Matera dafür die richtige Kulisse. Agent 007, standesgemäß in seinem Aston Martin, wird gleich zu Beginn des Filmes von seinen Widersachern durch die Gassen Materas verfolgt. Der Ort liegt im Süden Italiens in der Region Basilikata und hat eine wunderschöne Altstadt, die sich an die Hügel der Umgebung schmiegt und zum UNESCO-Welterbe zählt. Matera ist eine der ältesten Städte Italiens und besitzt eine einzigartige Besonderheit: die Sassi. Dabei handelt es sich um Höhlen, die von Menschen in das weiche Tuff- und Sandgestein geschlagen wurden. Sie können auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn bereits die Menschen der frühen Steinzeit lebten darin. Auch später in der Neuzeit, als die Anwohnerzahl Materas anstieg, haben die Stadtbewohner die Grotten wieder als Unterkunft genutzt. Dann gerieten sie in Vergessenheit, bis man sie 1986 wieder entdeckte und unter Denkmalschutz stellte. Heute sind darin Hotels, Museen oder Restaurants untergebracht. Sie vermitteln Besuchern ein besonderes Flair. Weitere Drehorte waren Sapri, wo am Bahnhof gedreht wurde sowie Gravina im apulischen Hinterland. Die spektakuläre Lage am Rande einer 100 Meter tiefen Schlucht, über die ein römisches Aquädukt führt, eignete sich bestens für Bonds Brückensprung. Weitere Informationen zu Filmkulissen in der Basilikata gibt es hier.

    „House of Gucci” in Mailand

    Glamour, Mode, Mailand: diese Begriffe assoziieren Fashionistas oft mit dem legendären, italienischen Modelabel Gucci. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die norditalienische Metropole in der Lombardei einer der Hauptdrehtorte des neuen Blockbusters „House of Gucci“ ist. Der Film handelt von der Geschichte des Modeimperiums, so dass Fans einen Besuch des Mailänder Modeviertels Quadrilatero della Moda nicht verpassen sollten. Beeindruckend sind sicherlich auch die Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II oder der weltberühmte Mailänder Dom, die ebenfalls im Streifen vorkommen. Neben den Filmschauplätzen lässt sich in einer Stadt wie Mailand noch einiges mehr entdecken, wie zum Beispiel das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci. Eines der bekanntesten Fresken Italiens, das sich in der Kirche Santa Maria delle Grazie befindet, ist durch das verfilmte Buch von Dan Brown „Das Sakrileg“ vor einigen Jahren in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und rühmt sich nun einer noch größeren Berühmtheit.

    „Tenet“ an der Amalfiküste

    Der Film „Tenet“ von Christopher Nolan erschien nach langem Warten im Sommer 2020 in den deutschen Kinos. Den Hauptcharakter verschlägt es an beeindruckende Orte auf der ganzen Welt, darunter auch an die Amalfiküste in Italien. Die malerischen Orte entlang der Amalfitana eignen sich bestens, um eindrucksvolle Szenen zu drehen. Allen voran die Terrazza dell´Infinito der Villa Cimbrone, die schon in vielen Filmen zu sehen war, wie beispielsweise im dritten „Sissi“ – Film oder in „Wonder Woman“. Die Terrazza dell´Infinito der Villa Cimbrone liegt im kleinen Örtchen Ravello und bietet einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Küste und das strahlend blaue Mittelmeer. Es wurden aber auch einige Szenen, die in Vietnam spielen, an der Amalfiküste gefilmt. Dafür haben die Macher prompt die Boote etwas umgestaltet und schon wähnt sich der Zuschauer in Vietnam.

    Italienische Filmfestivals in Deutschland

    Wer nun ganz in die Welt des italienischen Films eintauchen möchte, sollte den diversen Filmfestivals in diesem Jahr einen Besuch abstatten. Für die 28. Auflage des Verso Sud im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt, das in diesem Jahr der verstorbenen Schauspielerin Monica Vitti gewidmet ist, sind ab dem 9. November Tickets erhältlich. Außerdem tourt das Cinema Italia noch bis zum 14. Dezember durch 36 deutsche Städte und präsentiert den Zuschauern die große Vielfalt des italienischen Kinos. Das Italian Film Festival Berlin (IFF Berlin) zeigt noch bis zum 12. November insgesamt zehn Wettbewerbsfilme, die um den Publikumspreis konkurrieren. Zudem gibt es eine Hommage an Gianni Amelio, der seinen aktuellen Film „Il signore delle formiche“ vorstellen, sowie eine Retrospektive seiner Werke eröffnen wird.

    Quelle: GCE

    Das große Instagram Kleinstadt Ranking 2022: Die 20 fotogensten Kleinstädte Deutschlands

    Traumhafte Märchenschlösser, romantische Fachwerkhäuser, feinste Sandstrände und beeindruckende Berglandschaften – oh wie wunderschön und fotogen ist Deutschland! Ganz besonders die schönen Kleinstädte des Landes haben es Urlaubern und Hobbyfotografen auch in diesem Jahr wieder angetan. Dank des 9 € Tickets im Sommer gab es dieses Jahr gleich noch einen Grund mehr, das eigene Land zu entdecken und natürlich auch für Instagram zu fotografieren.

    Endlich heißt es wieder: „Spieglein, Spieglein an der Wand, welche Kleinstadt ist die fotogenste im ganzen Land?” Um diese Frage zu beantworten, hat sich Travelcircus zum sechsten Mal 1.012 deutsche Kleinstädte genauer angesehen und geschaut, welche Kleinstädte besonders viele Instagram-Posts zieren.

    Unser alljährliches Instagram Kleinstädte Ranking verrät, welche Kleinstädte in diesem Jahr am beliebtesten sind, welche besonders viele Plätze nach oben klettern konnten und wer vielleicht etwas an Instagrammability verloren hat.

    Das Wichtigste in Kürze:

    • Die Top 9 behaupten ihre Plätze
    • Stolze 111 Plätze klettert eine baden-württembergische Kleinstadt nach oben
    • Zwei Neulinge haben es unter die Top 20 geschafft
    • 86,39 % Zuwachs kann der diesjährige Überflieger aus Bayern verzeichnen
    • Sassnitz musste die Top 20 leider verlassen

    Eine interaktive Karte der Top 20 finden Sie hier.

    Grafik: Travelcircus.de

    Top 20 der beliebtesten Kleinstädte im Überblick:

    RangStadtAnzahl der Instagram-PostsPlatzveränderung im Vergleich zum Vorjahr
    1Füssen307.2290
    2Winterberg273.8930
    3Rothenburg ob der Tauber188.0000
    4Kühlungsborn161.5490
    5Heiligenhafen152.4140
    6Cochem150.4670
    7Meersburg123.0680
    8Kronach120.8570
    9Monschau110.4640
    10Bad Tölz103.150+1
    11Burghausen101.936+1
    12Eichstätt100.068+1
    13Miltenberg93.916+1
    14Nördlingen85.075+3
    15Dinkelsbühl84.979+1
    16Bad Dürkheim83.791-1
    17Sigmaringen79.666+1
    18Dingolfing76.381+3
    19Mayen73.955+1
    20Donauwörth73.180+5
    Auswertungsdaten vom 07.10.2022 – instagram.com mit Hashtag Kleinstadtnamen

    Die Top 3 der fotogensten Inseln (laut Definition Kleinstadt)

    RangStadt/ InselAnzahl der Instagram-PostsPlatzveränderung im Vergleich zum Vorjahr
    1Fehmarn342.7200
    2Norderney322.3850
    3Borkum184.6690
    Auswertungsdaten vom 07.10.2022 – instagram.com mit Hashtag Kleinstadtnamen

    Die vollständige Liste mit der Auswertung aller Top 100 Kleinstädte aus 2022 finden Sie hier: https://www.travelcircus.de/urlaubsziele/instagram-kleinstaedte

    Top 20 der beliebtesten Kleinstädte

    Deutschland ist einfach wunderschön und dabei auch so unglaublich vielfältig. Egal ob es ein Urlaub am Meer, eine Wellness-Auszeit in den Bergen oder ein romantischer Städte-Trip sein soll, in Deutschland gibt es zahlreiche großartige Orte, die Touristen und Einwohner gleichermaßen begeistern. Das zeigt sich auch ganz deutlich an den Unmengen an Fotos, die Urlauber und Hobbyfotografen nur allzu gerne auf Instagram teilen.

    Wir wollten auch in diesem Jahr wieder wissen, welche deutsche Kleinstadt die fotogenste von allen und damit ein wahrer Instagram-Star ist. Dafür haben wir uns 1.012 Kleinstädte genauer angesehen und untersucht, wie viele Fotos jede von ihnen auf Instagram hat. Entscheidend war dabei, wie in den Vorjahren, wie viele Bilder mit dem Hashtag der entsprechenden Stadt (#städtename) versehen wurden.

    Offiziell gibt es in Deutschland 1.012 Kleinstädte (als Kleinstädte gelten alle Städte mit mindestens 5.000 und maximal 20.000 Einwohnern). Insgesamt mussten wir allerdings 55 von ihnen aussortieren, da die Städtenamen entweder doppeldeutig sind oder es noch eine weitere Stadt mit demselben Namen gibt, die allerdings keine Kleinstadt ist. Insgesamt wurden letztendlich 957 Kleinstädte genauer unter die Lupe genommen.

    Welche Kleinstädte haben es dieses Jahr unter die Top 20 geschafft? Welche Stadt hat die meisten neuen Bilder? Gibt es Städte, die in diesem Jahr vielleicht auch Verluste hinnehmen mussten und was wurde aus den Vorjahressiegern? Unser großes Instagram Kleinstadt Ranking hat alle Antworten!

    Platz 1: Füssen (307.229 Beiträge)

    Die Königin der Kleinstädte
    Keine andere Kleinstadt ist auf Instagram so präsent wie das wunderschöne Füssen. Mit insgesamt 307.229 Beiträgen ist die bayerische Stadt nach wie vor die unangefochtene Nummer Eins!

    Vielleicht hat Füssen mit seinem imposanten Schloss Neuschwanstein einen kleinen Vorteil, aber kann man es Fotoliebhabern verübeln, dass sie das Märchenschloss ablichten wie verrückt? Wohl kaum! Aber auch Füssen selbst und das malerische Alpenpanorama bieten zahlreiche wunderschöne Fotomotive. In diesem Jahr wurde der Hashtag #füssen nicht ohne Grund 40.331 Mal verwendet, sondern weil Füssen einfach eine Augenweide ist!

    Platz 2: Winterberg (273.893 Beiträge)

    Sehnsuchtsort für Pisten-Akrobaten
    Jede Menge Schnee, Ski-Spaß und rasante Bike-Abenteuer bescheren Winterberg wiederholt den 2. Platz. Während die schöne Kleinstadt und ihre Umgebung im Winter ein Paradies für Wintersport-Fans sind, locken sie den Rest des Jahres vor allem Mountainbiker und Wanderenthusiasten an.

    Das ganze Jahr über werden in und um Winterberg fleißig allerlei schöne Fotos geknipst, in diesem Jahr waren es alleine 32.787 Bilder mit dem Hashtag #winterberg.

    Platz 3: Rothenburg ob der Tauber (188.000 Beiträge)

    Erneut Bronze für den bayerischen Fachwerktraum
    Mittlerweile ist es tatsächlich kaum noch überraschend, dass sich das bezaubernde Rothenburg ob der Tauber wieder die Bronzemedaille holt. Das weltberühmte Plönlein und die malerische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern verzaubern jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Besucher.

    Das zeigt sich auch deutlich in der Anzahl der Instagram-Bilder mit dem Hashtag #rothenburgobdertauber: Insgesamt kommt die wunderschöne bayerische Kleinstadt auf beeindruckende 188.000 Beiträge – im nächsten Jahr werden es bestimmt schon über 200.000 sein.

    Platz 4: Kühlungsborn (161.549 Beiträge)

    Zauberhafte Ostseeperle
    Ach wie schön ist es doch am Meer, oder? Ganz besonders die Ostsee ist ein absoluter Sehnsuchtsort vieler Deutscher. Bei den Traumstränden, imposanten Klippen und niedlichen kleinen Orten ist das auch wahrlich verständlich. All diese Dinge sind nicht nur schön anzusehen, sondern dienen auch als fabelhafte Fotomotive.

    Die fotogenste Kleinstadt an der Ostsee ist nach wie vor das schöne Kühlungsborn. Mit insgesamt 161.549 Beiträgen ist Kühlungsborn eine wahre Fotoperle und schafft es wieder auf den 4. Platz.

    Platz 5: Heiligenhafen (152.414 Beiträge)

    Kleinstadttraum am Meer
    Ganz ehrlich: Es gibt doch kaum etwas Schöneres als eine Kombination aus Meer, Strand und malerischer Kleinstadtidlylle. All das bietet Heiligenhafen Urlaubern und Einwohnern. Und all das macht sich auch besonders schön auf dem einen oder anderen Instagram-Foto.

    Für mittlerweile 152.414 Instagram-Beiträge mit dem entsprechenden Hashtag gibt es auch in diesem Jahr für Heiligenhafen wieder den 5. Platz.

    Platz 6: Cochem (150.467 Beiträge)

    Wein und Burgromantik an der Mosel
    Leider muss sich Cochem auch in diesem Jahr wieder mit dem 6. Platz zufriedengeben. Trotz 20.260 schöner neuer Instagram-Fotos mit dem Hashtag #cochem konnte die Kleinstadt an der Mosel nicht wieder an Heiligenhafen vorbeiziehen. Wir finden allerdings, dass ein 6. Platz und insgesamt 150.467 Beiträge wahrlich keine schlechte Leistung sind!

    Cochem eignet sich übrigens hervorragend als Urlaubsziel für alle, die sich für Burgen begeistern können und vor allem gerne den einen oder anderen Vino trinken.

    Platz 7: Meersburg (123.068 Beiträge)

    Die traumhafte Bodensee-Schönheit
    Urlaub am Bodensee verspricht jede Menge Wellness, Natur und traumhaft schöne Ortschaften. Eine der schönsten und zweifelsohne fotogensten Kleinstädte am Bodensee ist unser Platz 7 Meersburg. Seit 2018 gibt die Bodensee-Schönheit den 7. Platz auch nicht mehr her.

    Besonders gerne wird während Ausflügen auf dem Bodensee oder zur wunderschönen Meersburg fotografiert und natürlich auch fleißig auf Instagram gepostet. In diesem Jahr gab es stolze 16.335 neue Fotos mit dem Hashtag #meersburg.

    Meersburg vom Bodensee aus gesehen. Bild: Thorsten Reimnitz

    Platz 8: Kronach (120.857 Beiträge)

    Oberfränkischer Kleinstadt-Traum
    Im letzten Jahr haben wir uns gefragt, ob Kronach wohl 2022 die 100.000 Beträge-Marke knacken wird, und das hat es! 22.854 neue Bilder mit dem Hashtag #kronach kamen in diesem Jahr nämlich noch dazu. Dafür gibt es für das schöne Kronach auch in diesem Jahr wieder den 8. Platz.

    Zu den schönsten Fotospots Kronachs gehören eindeutig die Festung Rosenberg und der mittelalterliche Stadtkern. 2017 lag Kronach übrigens noch auf dem 39. Platz, damit ist es die Top 20 Kleinstadt, die seit Beginn unseres Rankings bisher am weitesten nach oben geklettert ist.

    Platz 9: Monschau (110.464 Beiträge)

    Romantische Kleinstadtidylle in NRW
    Romantische Gassen, traumhafte Fachwerkhäuser und zahlreiche muckelige Cafés erwarten Besucher im idyllischen Monschau in Nordrhein-Westfalen. All das und natürlich auch die beeindruckende Burg bieten sich ideal als Fotomotive an.

    2021 gab es bereits 97.074 Fotos mit dem Hashtag #monschau, in diesem Jahr kamen noch einmal 13.390 schicke Bilder dazu. Damit bleibt Monschau unverändert auf Platz 9.

    Platz 10: Bad Tölz (103.150 Beiträge)

    Willkommen in den Top 10
    Bad Tölz hat es endlich geschafft: 103.150 Instagram-Beiträge bescheren dem traumhaften bayerischen Kurort den lang ersehnten Platz in den Top 10. Die wunderschöne Kleinstadt ist ein wahres Fotoparadies, was anhand der 18.299 Fotos innerhalb eines Jahres mit dem Hashtag #badtölz auch unschwer zu erkennen ist.

    Platz 11: Burghausen (101.936 Beiträge)

    Eine Fotohochburg für Burg-Liebhaber
    Ob es in Burghausen wohl eine Burg gibt? Selbstverständlich! Es ist sogar die längste Burganlage der Welt. Kein Wunder also, dass die knapp über 1 km lange Burg auch ein beliebtes Fotomotiv und vielfach auf Instagram zu finden ist.

    Mit 17.973 neuen Fotos kann Burghausen in diesem Jahr glücklicherweise wieder einen Platz nach oben auf den 11. Platz klettern. Ob es Burghausen und seine beeindruckende Burg im nächsten Jahr wohl unter die Top 10 schaffen? Es bleibt spannend.

    Platz 12: Eichstätt (100.068 Beiträge)

    Fotoperle in Oberbayern
    Auch Eichstätt hat nun endlich die 100.000 Beiträge-Marke geknackt, wenn auch nur ganz knapp. Insgesamt kommt die charmante Kleinstadt in Oberbayern mittlerweile auf stattliche 100.068 Fotos mit dem Hashtag #eichstätt.

    Zu den beliebtesten Fotomotiven gehören die Willibaldsburg und die wunderschöne Altstadt mit ihren barocken Gebäuden. Mit einem Zuwachs von 19.234 Bildern geht es für Eichstätt vom 13. Platz auf den 12.

    Platz 13: Miltenberg (93.916 Beiträge)

    Romantik pur
    Genau das erwartet Besucher des schönen Miltenbergs in Bayern. Fachwerkhäuser und verwinkelte Gassen so weit das Auge und auch die Linse reichen. Das Mainufer und vor allem die bunten Häuser sind wirklich verlockende Fotomotive, was 18.809 Fotos mit dem Hashtag #miltenberg innerhalb eines Jahres eindeutig bestätigen.

    Die insgesamt 93.916 Instgram-Beiträge bringen der romantischen Kleinstadt in diesem Jahr einen glorreichen 13. Platz.

    Platz 14: Nördlingen (85.075 Beiträge)

    Ein Fachwerktraum auf der Überholspur
    Das bayerische Nördlingen konnte erneut einige Plätze gutmachen. 2020 schaffte es Nördlingen auf den 20. Platz, 2021 auf den 17. und in diesem Jahr schon auf den 14. Platz. Bekannt ist die Kleinstadt vor allem für ihre schönen Fachwerkhäuser mit roten Dächern – die auch so manches Bild auf Instagram schmücken.

    Der Hashtag #nördlingen wurde seit dem letzten Ranking 20.055 Mal verwendet. Das ist ein beeindruckender Zuwachs von 30,84 % – einen so großen prozentualen Zuwachs hat keine andere der Top 20 Kleinstädte.

    Platz 15: Dinkelsbühl (84.979 Beiträge)

    Weiter auf Erfolgskurs
    Für das schöne Dinkelsbühl geht es in diesem Jahr einen weiteren Platz nach oben. 2021 noch hinter Bad Dürkheim auf dem 16. Platz konnte sich Dinkelsbühl dieses Mal einen stolzen 15. Platz sichern.

    Eine wunderschöne romantische Altstadt und farbenfrohe Fachwerkhäuser sind genau die Zutaten, die Dinkelsbühl zu den fotogensten Kleinstädten des Landes machen. 16.874 Bilder mit dem Hashtag #dinkelsbühl innerhalb eines Jahres sprechen ebenfalls für die schöne Kleinstadt an der Romantischen Straße.

    Platz 16: Bad Dürkheim (83.791 Beiträge)

    Ein Eldorado für Weinliebhaber
    Der beliebte Kurort Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz muss im diesjährigen Ranking leider einen Platz hergeben. Doch auch für einen 16. Platz muss man sich wahrlich nicht schämen. Die wunderschönen Weinberge um die Kleinstadt herum machen sie zu einem traumhaften Ausflugsziel für Weinliebhaber und alle, die gerne Zeit in der Natur verbringen.

    Auch der Kurort selbst macht auf Fotos so einiges her. Kein Wunder also, dass es so viele tolle Bilder mit dem Hashtag #baddürkheim auf Instagram gibt. In diesem Jahr wurde der Hashtag 14.636 Mal verwendet.

    Platz 17: Sigmaringen (79.666 Beiträge)

    Märchenhafte Aussichten
    Die hat auch Sigmaringen. Denn in diesem Jahr geht es für die schöne Kleinstadt in Baden-Württemberg noch einen weiteren Platz nach oben. Dank 16.011 neuer Posts mit dem Hashtag #sigmaringen kann sich Sigmaringen den 17. Platz sichern.

    Insbesondere das imposante Schloss Sigmaringen und die bezaubernde Landschaft sind nicht nur auf Instagram wirklich wunderschön.

    Platz 18: Dingolfing (76.381 Beiträge)

    Ein neues Gesicht in den Top 20
    Mit Dingolfing gibt es auch ein neues Gesicht unter den Top 20. Die bayerische Kleinstadt konnte im Vergleich zu 2021 gleich drei Plätze gut machen und gehört dadurch erstmals zu den 20 fotogensten Kleinstädten Deutschlands. 16.383 neue Bilder innerhalb eines Jahres zeigen deutlich, dass sich Dingolfing seinen 18. Platz wirklich verdient hat.

    Nicht nur die schicke Stadt selbst, sondern auch die schöne Umgebung bieten sich wirklich als Ausflugsziel und auf jeden Fall auch als Fotomotiv an. Insgesamt kommt Dingolfing aktuell auf 76.381 Beiträge mit dem Hashtag #dingolfing.

    Platz 19: Mayen (73.955 Beiträge)

    Gekommen, um zu bleiben
    Letztes Jahr machte Mayen erst sein Debüt in den Top 20 und in diesem Jahr geht es direkt noch einen weiteren Platz nach oben auf den 19. Platz. 12.766 neue Fotos mit dem Hashtag #mayen sorgen dafür, dass die niedliche Stadt und das beeindruckende Schloss Bürresheim auch dieses Jahr zu den fotogensten Orten in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland gehören.

    Platz 20: Donauwörth (73.180 Beiträge)

    Noch ein Neuling unter den Top 20
    Neben dem schicken Dingolfing hat sich noch eine bayerische Kleinstadt regelrecht in die Top 20 katapultiert: Donauwörth. Im Vorjahr lag Donauwörth auf dem 25. Platz und nun auf dem 20.

    Die geschichtsträchtige Kleinstadt lockt mit jeder Menge mittelalterlicher Sehenswürdigkeiten und schmucken kleinen Cafés. 73.180 Fotos wurden bisher mit dem Hashtag #donauwörth versehen, knapp 16.000 mehr als im Vorjahr.

    Die Top 3 der beliebtesten Kleinstadt-Inseln

    Laut Definition gelten auch drei Inseln offiziell als „Kleinstadt”: Fehmarn, Norderney und Borkum. Da zu den Inseln aber auch viele weitere kleine Ortschaften gehören, die eingemeindet wurden, werden die drei zauberhaften Inseln separat betrachtet.

    Platz 1: Fehmarn (342.720 Beiträge)

    Der unangefochtene Instagram-Star
    Wie heißt es so schön: Alle guten Dinge sind drei. Die zauberhafte Insel Fehmarn ergattert nun schon zum dritten Mal in Folge den ersten Platz. Mittlerweile kommt die Ostsee-Perle auf 342.720 Beiträge – das sind sage und schreibe noch einmal 35.000 mehr als Füssen.

    Die schönen Landschaften, Leuchttürme, Strandkörbe und das Meer sind auch in diesem Jahr wieder ein überaus beliebtes Fotomotiv. 43.649 Mal wurde der Hashtag #fehmarn seit unserem letzten Ranking verwendet, was die Insel zum Instagram-Star macht!


    Platz 2: Norderney (322.385 Beiträge)

    Silber geht an eine Nordsee-Schönheit
    Auch in diesem Jahr hat es Norderney nicht geschafft, Fehmarn wieder zu überholen. Doch der zweite Platz und 322.385 Instagram-Beiträge sind nun wahrlich kein Grund Trübsal zu blasen. 38.893 neue Fotos mit dem Hashtag #norderney zeigen deutlich, dass die Insel auch in diesem Jahr eine der Top Foto- und Urlaubsadressen ist.

    Dank der traumhaften Strände und der großen Sehnsucht, die die Nordsee für viele Menschen symbolisiert, zieht auch Norderney wiederholt an Füssen und Co. vorbei und hat sich die Silbermedaille redlich verdient.

    Platz 3: Borkum (184.669 Beiträge)

    Der stolze dritte Platz…
    … geht auch in diesem Jahr an die schöne Nordseeinsel Borkum. Insgesamt wurde der Hashtag #borkum mittlerweile bei 184.669 Instagram-Posts verwendet. 24.550 davon kamen in diesem Jahr neu hinzu. Nächstes Jahr knackt die bezaubernde Insel bestimmt auch die 200.000 Beiträge.

    Prozentual betrachtet hat Borkum mit 15,33 % übrigens einen größeren Zuwachs als die anderen beiden Kleinstadt-Inseln. Borkum muss sich mit seinen Stränden und süßen Ortschaften auch wirklich nicht hinter den anderen Inseln – und Kleinstädten – verstecken!

    Gewinner-Kleinstädte 2022

    KleinstadtBundes- landPlatz 2018Platz 2019Platz 2020Platz 2021Platz 2022Platzveränderung 2021 – 2022
    HeubachBW220274332345234+111
    Staufen im BreisgauBW792736646609518+91
    PfreimdBY808771712636550+86
    OsterhofenBY585567564537452+85
    Dillingen a.d. DonauBY744727703651573+78
    Neunburg vorm WaldBY782739665581505+76
    WemdingBY678658637570502+68
    PattensenNI514485432414347+67
    SchwarzenbekSH499429405402337+65
    NabburgBY505486423376312+64
    Die Kleinstädte mit der größten Platzveränderung von 2021 auf 2022.

    Heubach klettert über 100 Plätze nach oben

    Nur eine einzige Stadt konnte in diesem Jahr über 100 Plätze gutmachen: Heubach in Baden-Württemberg. 2021 lag Heubach auf dem 345. Platz, in diesem Jahr ging es satte 111 Plätze nach oben auf Platz 234.

    Auch die Platzveränderungen folgender Städte können sich wahrlich sehen lassen: Staufen im Breisgau (+91), Pfreimd (+86), Osterhofen (+85) und Dillingen an der Donau (+78).

    Wie sieht es bei den Gewinner-Kleinstädten von 2021 aus?

    KleinstadtBundeslandPlatzveränderung 2020 – 2021Platzveränderung 2021 – 2022
    GroßräschenBB+187+26
    SchleidenNRW+117-1
    KlötzeST+108+24
    UsingenHE+104+9
    LangenauBW+93-4
    Bad SchussenriedBW+92+37
    Bad Königshofen im GrabfeldBY+91+28
    Rosbach v. d. HöheHE+90+11
    RauenbergBW+87+3
    Neunburg vorm WaldBY+84+76
    Die Gewinner-Kleinstädte 2021 mit der aktuellen Platzveränderung von 2021 auf 2022.

    Im letzten Jahr kletterte keine Stadt so viele Plätze nach oben wie das brandenburgische Großräschen (Platzveränderung 2020 – 2022: +187). Von 2021 auf 2022 kann die Kleinstadt ein weiteres Plus von immerhin 26 Plätzen verzeichnen.

    Besonders gut lief es dieses Jahr für das bayerische Neunburg vorm Wald, das weitere 76 Plätze nach oben klettern konnte. Damit ist die bayerische Kleinstadt übrigens auch die einzige, die auch in diesem Jahr wieder zu den größten Gewinnern zählt.

    Für acht der zehn Gewinnerstädte 2021 ging es auch dieses Jahr weiter bergauf. Lediglich Schleiden und Langenau konnten den Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Schleiden verlor einen, Langenau vier Plätze im Vergleich zum Vorjahr.

    Füssen ist und bleibt das beliebteste Fotomotiv

    KleinstadtBundes- landInstagram- Beiträge 2021Instagram- Beiträge 2022Zuwachs total von 2021 auf 2022
    FüssenBY266.898307.22940.331
    WinterbergNRW241.106273.89332.787
    Rothenburg ob der TauberBY158.380188.00029.620
    KronachBY98.003120.85722.854
    KühlungsbornMV141.178161.54920.371
    CochemRP130.207150.46720.260
    NördlingenBY65.02085.07520.055
    EichstättBY80.834100.06819.234
    HeiligenhafenSH133.442152.41418.972
    MiltenbergBY75.10793.91618.809
    Kleinstädte mit dem größten Zuwachs an Instagram-Beiträgen (in ganzen Zahlen).

    Keine anderen Kleinstädte sind so fotogen wie Füssen und Winterberg

    Füssen und Winterberg halten sich nach wie vor wacker an der Spitze und bleiben die eindeutigen Fotolieblinge. Der Hashtag #füssen ziert weitere 40.331 Fotos auf Instagram, #winterberg 32.787 Bilder. Bei so zauberhaften Motiven wie dem Schloss Neuschwanstein und dem Winterwunderland um Winterberg ist das auch wahrlich keine Überraschung.

    Mit stattlichen 29.620 neuen Bildern hat sich Rothenburg ob der Tauber in diesem Jahr endlich wieder den dritten Platz geholt. Neben den üblichen Verdächtigen haben es auch zwei Neulinge unter die zehn Kleinstädte mit dem größten totalen Zuwachs an Instagram-Beiträgen geschafft: Nördlingen (+20.555) und Miltenberg (+18.809).

    2022 hat eine bayerische Kleinstadt den größten prozentualen Zuwachs

    KleinstadtBundes- landInstagram- Beiträge 2021Instagram- Beiträge 2022Zuwachs von 2021 auf 2022 (prozentual)
    Rottenburg a.d. LaaberBY2.6154.87486,39 %
    Wanzleben-BördeST6812583,82 %
    Neustadt a.d. WaldnaabBY1.1762.10078,57 %
    PfreimdBY7.10512.26372,60 %
    Neustadt a.d. DonauBY1.3082.25272,17 %
    DrebkauBB2.6574.53170,53 %
    Staufen im BreisgauBW7.79213.26470,23 %
    Oelsnitz/Vogtl.SN1.5412.57967,36 %
    Heubach BW16.11926.81666,36 %
    Dillingen a.d. DonauBY6.84611.23164,05 %
    Kleinstädte mit dem größten Zuwachs an Instagram-Beiträgen (prozentual).

    Stolze 86,39 % Zuwachs

    Prozentual gesehen ist der diesjährige Überflieger das bayerische Rottenburg an der Laaber. Die Instagram-Beiträge mit dem Hashtag #rottenburganderlaaber haben sich beinahe verdoppelt: 2021 waren es 2.615 und in diesem Jahr sind es bereits 4.874 – ein stolzer Zuwachs von 86,39 %.

    Auch Wanzleben-Börde in Sachsen-Anhalt mit einem Zuwachs von 83,82 % und Neustadt an der Waldnaab in Bayern mit einem Plus von 78,57 % haben in diesem Jahr allen Grund zur Freude.

    Was wurde eigentlich aus den Überfliegern aus 2021?

    Im letzten Jahr entpuppte sich das brandenburgische Großräschen als der größte Überflieger aller Zeiten. Von 2020 auf 2021 hatte die Kleinstadt einen Zuwachs an Instagram-Posts von unglaublichen 880,81 %. Innerhalb der letzten zwölf Monate wurden 2.033 weitere Bilder mit dem Hashtag #großräschen gepostet, was immerhin noch ein Zuwachs von 39,78 % ist.

    Neustadt an der Donau und Neustadt an der Waldnaab gehörten bereits 2021 zu den Kleinstädten mit dem größten prozentualen Zuwachs. Auch in diesem Jahr gehören die beiden wieder dazu. Neustadt an der Waldnaab hatte beispielsweise 2020 nur 403 Instagram-Beiträge mit dem entsprechenden Hashtag. 2021 waren es bereits 1.176 und 2022 stolze 2.100. Neustadt an der Donau kann sich über einen erneuten Zuwachs um 72,17 % freuen.

    Die Verlierer-Kleinstädte 2022

    KleinstadtBundes- landPlatzierung 2021Platzierung 2022Platzveränderung 2021 auf 2022
    Wörth am RheinRP352425-73
    LautaSN496566-70
    BrandisSN404457-53
    PottensteinBY219265-46
    LollarHE276320-44
    ArzbergBY506547-41
    AspergBW302341-39
    ÖstringenBW509548-39
    Ginsheim-GustavsburgHE515554-39
    BeerfeldenHE706745-39
    Die Kleinstädte mit dem größten Platzverlust von 2021 auf 2022.

    Für diese Städte geht es einige Plätze nach unten

    Auch in diesem Jahr verlieren einige Kleinstädte ein paar Plätze. Der größte Verlierer ist dabei Wörth am Rhein in Rheinland-Pfalz. 2021 lag die Stadt auf dem 352. Platz, 2022 verliert sie 73 Plätze und schafft es nur auf Platz 425.

    Das sächsische Lauta, das letztes Jahr die Verliererstadt war, muss auch dieses Jahr erneut einige Plätze einbüßen. Von Platz 496 im Vorjahr geht es weitere 70 Plätze nach unten auf Platz 566. Brandis (-53), Pottenstein (-46) und Lollar (-44) gehören ebenfalls zu den größten Verlierern im diesjährigen Ranking.

    Unser Tipp an die Tourismusmanager der Stadt

    Sie möchten, dass Ihre Kleinstadt im nächsten Jahr einige Plätze nach oben klettert? Dann ist es wichtig, vor allem auch die jüngeren und Instagram-affinen Generationen von Ihrer Kleinstadt zu überzeugen!

    Wie das am besten geht? Bauen Sie Ihr Instagram Profil weiter aus und präsentieren Sie die schönsten Seiten Ihrer Stadt. Zeigen Sie auf Instagram, was Ihre Stadt so besonders und wundervoll macht und locken Sie somit mehr Besucher an. Gute Ideen, um dies voranzutreiben, sind Gewinnspiele, Wettbewerbe oder Gutscheine. Sie werden sehen, mit diesen Ideen wird die Anzahl der Fotos mit Ihrem Hashtag schneller in die Höhe schnellen, als Sie es sich je erträumen könnten.

    Quelle: Travelcircus.de

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