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Schlagwort: Arizona

Bier, Bratwurst und Bands auf zahlreichen Oktoberfesten in ganz Arizona

Oktoberfest in Arizona. Bild: Arizona Office of Tourism

Oktoberfest in Arizona. Bild: Arizona Office of Tourism

Nicht nur in Deutschland ist das Oktoberfest weit über die bayrischen Landesgrenzen hinaus Kult, mittlerweile hat es sich sogar als wahrer internationaler Exportschlager erWiesn. Auch im fernen Arizona werden auf über 15 Festen die Fässer angestochen und es wird dem echten Oktoberfest nachgeeifert. Kein Wunder, denn fast eine Million Einwohner sind deutscher Abstammung und erinnern sich gerne an die Traditionen der Vorfahren.

Heber-Overgaard Oktoberfest
Ein wahres Urgestein unter Arizonas bayrischen Festen ist das Oktoberfest in Heber-Overgaard, das sein 30. Jubiläum feiert. Bereits am 16. und 17. September wird an zwei Tagen  im Tall Timbers Park mit Musik, Tanz und natürlich viel Bier die Herbstzeit eingeläutet. Weitere Informationen unter: Heber-Overgaard Oktoberfest

Four Peaks Oktoberfest  
Etwa einen Monat später, vom 13. bis zum 15. Oktober 2017, lässt Tempe es mit seinem offiziellen Four Peaks Oktoberfest krachen. Ganze drei Tage wird das bajuwarische Spektakel entlang der Südküste von Town Lake gefeiert. Besondere Highlights sind das Bratwurst-Wettessen und ein Dackelrennen. Natürlich werden auch Bands mit traditioneller deutscher Blasmusik dem Publikum ordentlich einheizen. Weitere Informationen unter: Four Peaks Oktoberfest

Brews and Brats Oktoberfest  
In Kingman feiert man das bekannteste aller deutschen Feste ebenfalls traditionell. Der Kingman Route 66 Rotary Club lädt auch in diesem Jahr am 6. und 7. Oktober zum mittlerweile 10. Brews and Brats Oktoberfest ein. Im großen Festzelt in Downtown Kingman gibt es verschiedene Biersorten, Bratwurst, Brezeln und eine ordentliche Portion Livemusik. Ganz wie es sich für ein bayerisches Oktoberfest gehört. Der Erlös der Veranstaltung wird an nationale und internationale wohltätige Projekte des Rotary Clubs gespendet. Weitere Informationen unter: Brews and Brats Kingman

Quelle: Arizona Office of Tourism


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In Arizona sind die Zombies los

Halloween in Arizona. Bild: Arizona Office of Tourism

Halloween in Arizona. Bild: Arizona Office of Tourism

Am 31. Oktober heißt es wieder Süßes oder Saures, denn es ist der Tag der Kürbisse, Zombies und Gespenster: Halloween! Im Gegensatz zu Deutschland wird in Arizona das kultige Spukevent aber nicht nur einen Tag oder ein Wochenende lang gefeiert. Nein, der Bundesstaat begeistert Bewohner und Gäste über einen Monat lang mit gruseligen Aktivitäten, die den Besuchern im sonst so heißen Wüstenstaat garantiert kalte Schauer über den Rücken laufen lassen.

Spuk im Maislabyrinth

Schon am 1. Oktober hat in Glendale die Tolmachoff Farm die Herbstzeit eingeläutet. Während des gesamten Oktobers sorgt hier ein riesiges Maislabyrinth für Irrungen und Wirrungen. An Freitagen, Samstagen und in der Halloweennacht verwandelt sich das Feld außerdem in ein Spukmaislabyrinth – Field of Screams genannt. Hinter jeder Ecke kann das Grauen lauern, denn in der Dunkelheit warten Geister und Monster auf die orientierungslosen Besucher. Zur Beruhigung der Nerven befindet sich auf dem Gelände aber auch ein Streichelzoo. All diejenigen, die nicht genug von dem gruseligen Maisfeld bekommen können, sollten einmal der Fear Farm in Phoenix einen Besuch abstatten.

Horroraction für Adrenalinjunkies

Pünktlich zu Halloween überraschen die Macher der Fear Farm mit einer schaurigen neuen Attraktion. Auf einem vier Hektar großen Maisfeld findet seit September die Heuwagenfahrt des Schreckens statt – der Haunted Hayride. Zwischen riesigen Maispflanzen verstecken sich die legendären Wendigo-Geister, die laut einer alten indianischen Sage eine unstillbare Gier nach Menschenfleisch haben. Zwar berichteten einige Mitarbeiter noch vor der Fertigstellung von ungewöhnlichen Geschehnissen und merkwürdigen Geräuschen auf dem Gelände, trotzdem wurde das Feld planmäßig eröffnet. Wer sich also eine gemütliche herbstliche Kutschfahrt erhofft, wird vermutlich schnell eines Besseren belehrt.           
Überwältigende Action verspricht auch The Crypt Haunted Attraction in Mesa. In einem der größten Spukhäuser Arizonas stehen die Gäste vor der Frage: Wo endet die Wirklichkeit – wo beginnt der Horror? Die Macher des schaurigen Erlebnisses wurden nämlich von einer 1870 gegründeten psychischen Klinik inspiriert, in der Dr. Vantas schreckliche Experimente mit seinen geisteskranken Patienten durchführte. Wagemutige Besucher sollten sich daher vor dem Doktor in Acht nehmen, sonst könnte es schnell um sie geschehen sein.

Noch lange nicht tot

Einige legendäre Veranstaltungen werden in diesem Jahr auch im neuen Gewand auferstehen. So feiert vom 7. bis 9. Oktober die Phoenix Fearcon unter dem neuen Namen Fangoria Fearcon ihr zehnjähriges Jubiläum. Bei dem Festival werden die besten Horrorfilme aus der ganzen Welt gezeigt und der ein oder andere Star der Szene lässt sich garantiert ebenfalls blicken.
Spukliebhaber, die nicht nur zuschauen, sondern selbst gerne zur Verkleidung greifen wollen, sollten sich auch auf keinen Fall den Zombie Walk 8 am 29. Oktober in Downtown Phoenix entgehen lassen. Die Arizona Hemophilia Association und Downtown Phoenix, Inc hauchen dem Event dieses Jahr neues Leben ein. Einst fing die Veranstaltung mit 200 Begeisterten an und hat heute eine Fangemeinde von über 20.000 Zombiefreunden – übrigens eines der größten Zombietreffen weltweit! In der Abenddämmerung wird die Horde der Untoten sich dann auf den Weg machen und mit quälenden Angstschreien und gruseliger Bekleidung im Warehouse District für Aufsehen sorgen. Beim anschließenden Blood (Pub) Crawl können sich die volljährigen Teilnehmer dann ausgiebig stärken.

Ein Fest für die Toten

Eine etwas ruhigere Veranstaltung findet am 22. und 23. Oktober in Flagstaff statt. Zum 13. Mal wird hier die Celebraciones de la Gente im Museum of Northern Arizona begangen. Zum Tag der Toten soll die Trauer in eine Feier umgewandelt werden, mit der dem Leben der lieben Verstorbenen gedacht wird. Die Trauernden bringen eigene Objekte mit, die sie an ihre Liebsten erinnern. Bei Kerzenschein, Musik und einigen Köstlichkeiten wird ihrer gedacht.

Für welches Event die Gäste sich auch immer entscheiden – Abwechslung, Spuk, Spaß und sogar Besinnung sind überall garantiert!

Quelle: Arizona Office of Tourism

Das Naturwunder in Arizona: Der Grand Canyon

Der Tagesausflug von Las Vegas in den Grand Canyon

Nachdem wir in Las Vegas die Themenhotels am Strip abgeklappert hatten (mehr darüber lesen Sie in den Artikeln hier und hier), entschieden wir uns für einen Ausflug in die “nähere” Umgebung. Wenn man schon mal in Vegas ist, wäre es doch eine Sünde, nicht einen Abstecher in den berühmten Grand Canyon zu machen!

Der Grand Canyon ist eigentlich eine Schlucht, die vom Colorado River gebildet wurde. Er liegt im Norden Arizonas und ist um die 450 km lang. Der größte Teil des Gran Canyons ist heute ein riesiger Nationalpark und steht dank Theodor Roosevelt seit Anfang 1900 unter Naturschutz. Die Amerikaner bezeichnen ihn gerne als Weltwunder.

Der Grand Canyon wird offiziellen Quellen nach in 3 Regionen aufgeteilt. Der South Rim, der am häufigsten besucht wird, der North Rim und der Inner Canyon. Der West Rim mit seinem bekannten Skywalk liegt nicht innerhalb des Nationalparkes. Wir entschieden uns für die Tour zum South Rim.

South Rim über Hoover Dam

Alles begann damit, dass wir im Caesars Palace an einem Bell Desk vorbeikamen, an dem die Außentouren angeboten wurden. Es gibt viele Angebote, preislich unterschiedlich, man wird auch auf der Straße angesprochen. Nach eingehender Studie entschieden wir uns, die große Tour zum South Rim in Angriff zu nehmen. Das Personal am Bell Desk war sehr zuvorkommend, buchte uns für die Reise ein und bot an, uns telefonisch morgens zu wecken, damit wir nicht verschlafen. Bezahlt wird übrigens nicht im Hotel, da die Touren andere Veranstalter haben.

Für diese Tour mussten wir um fünf Uhr morgens aus den Federn. Um Punkt 6 Uhr wurden wir mit einem kleinen Transferbus hinter dem Caesars abgeholt, der uns zu dem Hauptsitz des Unternehmens brachte. Dort angekommen wurde man an eine Art Sammelstelle gebracht und auf die “South Rim Tour” oder die “West Rim Tour” verteilt. Es folgte eine kurze Einführung über den Tagesablauf, dann konnte man sich entscheiden, ob man die Tour eventuell nicht doch noch wechseln möchte. Das liegt daran, dass die South Rim Tour zwar landschaftlich gesehen die Einzigartigere sein soll, jedoch eine mindestens 2 stündig längere Anfahrt hat. Gerade, wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man sich das überlegen. Und siehe da, einige, die zuerst den South Rim geplant hatten, wechselten dann doch zur West Rim Tour. Die West Rim Tour ist ebenfalls sehr beliebt aufgrund des weltberühmten Skywalks. Dabei handelt es sich um eine Art hufeisenförmigen Balkons, der über einen Arm des Grand Canyons gebaut wurde. Dieser Balkon befindet sich in 1100 m Höhe. Da der Boden aus Glas ist, muß man Filzpantoffeln tragen, wenn man ihn betritt. Unter sich ist dann erst mal nichts! Man sieht direkt in den Abgrund. Berichten zufolge soll es Leute geben, die für diesen Skywalk bezahlt haben (Extraeintritt) und sich dann trotzdem nicht getraut haben, nur einen Schritt auf diesen Balkon zu setzen. Offenbar ist dazu auch ohne Höhenangst eine ordentliche Portion Mut notwendig, um über den eigenen Schatten zu springen. Hat man sich einmal getraut, muss es ein unvergessliches Erlebnis sein. Da man aber auf dem Skywalk nicht fotografieren darf, kam dieser Ausflug für uns nicht in Frage. Wir blieben bei unserem Entschluß, trotz längerer Busfahrt wird der South Rim angefahren!

Sobald die Verteilerei abgeschlossen war, wurden wir zur Zahlstelle gebeten. Die Preise variieren, je nachdem, was man noch dazugebucht hat. Wir hatten gleich die Maximalvariante genommen: Wir gönnten uns einen Hubschrauberflug über den Grand Canyon! (Alles zusammen hat um dei 360 Dollar gekostet.) Nachdem das Finanzielle erledigt war, bekamen wir einen Becher Kaffee und einen kleinen Snack, dann stiegen wir in einen vollklimatisierten Doppeldeckerbus ein (hier sei erwähnt, dass auch im Bus die Klimaanlage sehr streng eingestellt ist, also eine Jacke mitnehmen! Zudem könnte es in luftigen Höhen des Grand Canyons durchaus auch etwas kühler sein!). Der Bus ist ansonsten sehr bequem, er ist mit einer Toilette ausgestattet, wenn einem mal die Zeit nicht bis zur nächsten Pause reichen sollte. Ein Fernseher ist ebenfalls vorhanden.

Wir hatten eben Platz genommen, dann ging es auch schon los. Klappe zu – Affe tot? Nicht ganz. Hier muss ich doch eine kleine Bemerkung loswerden. Kaum ist die Bustür geschlossen, ist man sozusagen die Gefangene des Busfahrers! Warum? In Amerika ist der Busfahrer eben nicht nur der Busfahrer, sondern auch der Entertainer! Mit einem Mikrofon ausgestattet bringt diese Spezies von Mensch es fertig, zu fahren und nebenbei den Bus zu unterhalten. Zwischen Witzchen und nützlichen Informationen über das Kommende oder Gesehene schafft er es, 5 Stunden lang am Stück zu unterhalten. Und es ist keineswegs so, dass sich die Busgesellschaft daran stören würde. Im Gegenteil. Die Amerikaner scheinen das so gewohnt zu sein, sie machen im Unterhaltungsprogramm mit. Als einzige Europäer, die sowas nicht gewohnt sind, konnten wir nur noch staunen. Und zuhören.

Der Hoover Dam

Unser erster Zwischenstopp war ziemlich genau nach einer Stunde, an der Grenze zwischen Nevada und Arizona. Hier ist der bekannte Hoover Dam. Dieser Damm, der eigentlich eher eine Staumauer ist, staut den Colorado River zum Stausee Lake Mead. Der Stausee ist ca 64 ha groß, 170 km lang und bis zu 180 m tief und damit der größte Stausee der USA. Der Damm selber wurde von 1931 bis 1935 gebaut. Hierbei handelt es sich um ein beeindruckendes Bauwerk, das sich auch als eigenes Ausflugsziel lohnen würde und auch angeboten wird. Doch wir hatten hier nur einen Fotostopp, denn unser Ziel lag ja noch weit entfernt!

Einige Zwischenstopps und unzählige Witze später erreichten wir gegen 13 Uhr den Grand Canyon Nationalpark. Dort wurden wir wieder auf zwei Gruppen verteilt. Die eine Gruppe wurde zu einem IMax Kino gebracht, um sich dort (Berichten der Mitreisenden zufolge) einen beeindruckenden Film über den Grand Canyon anzusehen. Wir wurden zu einem kleinen Flughafen gebracht, an dem die Hubschrauber stationiert waren.

Am Flughafen angekommen wurden wir sofort in Empfang genommen (sehr gute Organisation!) und zur Registrierung weitergeleitet. Dort wird die Buchung bestätigt und diskret gewogen. Diskret im wahrsten Sinne des Wortes, denn eigentlich bekommt man das gar nicht mit, dass man auf einer Waage steht. Das ist aber notwendig, denn die Sitzplatzverteilung im Hubschrauber erfolgt nach Gewicht.

Anschließend wird man in einen kleinen Raum geführt, in dem ein kurzer Film (auch in deutsch möglich) über die Sicherheitsbestimmungen im Hubschrauber gezeigt wird. Wir bekamen noch ein Lunch in die Hand gedrückt, dann durften wir in der Wartehalle auf “unseren” Hubschrauber warten.

Dann war es endlich so weit. Wir wurden aufgerufen und zum Flugfeld gebracht. Vor dem Hubschrauber wird man fotografiert, falls man anschließend ein Erinnerungsbild haben möchte (20 Dollar). Ein Helfer weist einem den Sitzplatz zu. “Unser” Hubschrauber hatte insgesamt 7 Sitzplätze, einer neben dem Piloten ( da darf der Leichteste sitzen) und 2 3erReihen hinten. Kopfhörer auf, denn der Hubi ist laut, und los gings!

Hubschrauberfliegen ist an und für sich schon ein Erlebnis, aber dieser Flug übertraf alle meine Erwartungen. Zwar windete es ziemlich stark und der kleine “Hüpfer” hatte starke Turbulenzen, was aber dann folgte machte alles wieder wett. Wir kamen der Schlucht näher…

…und näher…

…und schließlich überflogen wir die Klippe und uns bot sich ein eimaliger Anblick. Majestätisch liegt der Grand Canyon unter/neben einem mit seinen bizarren, unterschiedlich gefärbten Gesteinsformationen, elegant schlängelt sich der Colorado River durch die Felsen.

Ein Anblick, den man in seinem Leben nie mehr vergessen wird, passend untermalt von pompöser Musik über Kopfhörer. Bilder und Filme können diesem Erlebnis niemals gerecht werden. Wir flogen über einen Gebirgskamm, hin und zurück, so dass auch alle genug Zeit hatten, unzählige Fotos zu machen. Der Flug war für eine halbe Stunde angesetzt, und diese verging “wie im Fluge”.

Wieder am Flughafen angelangt konnte man sein Bild begutachten und erstehen, noch einen Blick in den Souvenirladen werfen, dann wurde man vom Flughafenpersonal zu einem Aussichtspunkt gebracht. Dort sollten wir die andere Gruppe wieder treffen, die in der Zeit bereits vom Kino zu einem anderen Aussichtspunkt gefahren worden war. Wir genossen die herrliche Aussicht eine Stunde lang und machten einen schönen Spaziergang.

In der Sonne tranken wir noch einen Kaffee und wurden prompt bestohlen! Die Täter hatten es aber nicht auf Wertgegenstände abgesehen, sondern auf Essbares!

Schließlich waren wir wieder vollzählig, mussten uns von dieser wundervollen Aussicht trennen und traten die 5 stündige Rückfahrt an. Natürlich unterhielt uns der Busfahrer auch auf der Rückfahrt, allerdings brauchte auch er mal eine Pause und wir durften einen Kinofilm ansehen.

Gegen 23 Uhr trafen wir zwar müde, aber mit großartigen Eindrücken wieder in unserem Hotel ein.

Fazit: Der schönste Ausflug in meinem bisherigen Leben! Ich war ganz sicher nicht zum letzten Mal dort. Allerdings würde ich die Tour überhaupt das nächste Mal anders aufziehen. Ich würde ein paar Tage in Vegas bleiben, dann einen Mietwagen nehmen (kann man im Hotel buchen oder billiger – auch von Deutschland aus im Internet) um selber zum Grand Canyon zu fahren. Vielleicht in einem Motel ein paar Tage bleiben? An der Westküste dann weiter nach San Francisco? Der schönsten Stadt der USA? Es war eine lange Busfahrt für einen kurzen Aufenthalt verhältnismäßig gesehen, aber das sollte keinen abschrecken. Ich würde es jederzeit wieder tun!



Sommeroffensive Urlaubswelten

Das Naturwunder in Arizona: Der Grand Canyon

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Der Tagesausflug von Las Vegas in den Grand Canyon

Nachdem wir in Las Vegas die Themenhotels am Strip abgeklappert hatten (mehr darüber lesen Sie in den Artikeln hier und hier), entschieden wir uns für einen Ausflug in die „nähere“ Umgebung. Wenn man schon mal in Vegas ist, wäre es doch eine Sünde, nicht einen Abstecher in den berühmten Grand Canyon zu machen!

Der Grand Canyon ist eigentlich eine Schlucht, die vom Colorado River gebildet wurde. Er liegt im Norden Arizonas und ist um die 450 km lang. Der größte Teil des Gran Canyons ist heute ein riesiger Nationalpark und steht dank Theodor Roosevelt seit Anfang 1900 unter Naturschutz. Die Amerikaner bezeichnen ihn gerne als Weltwunder.

Der Grand Canyon wird offiziellen Quellen nach in 3 Regionen aufgeteilt. Der South Rim, der am häufigsten besucht wird, der North Rim und der Inner Canyon. Der West Rim mit seinem bekannten Skywalk liegt nicht innerhalb des Nationalparkes. Wir entschieden uns für die Tour zum South Rim.

South Rim über Hoover Dam

Alles begann damit, dass wir im Caesars Palace an einem Bell Desk vorbeikamen, an dem die Außentouren angeboten wurden. Es gibt viele Angebote, preislich unterschiedlich, man wird auch auf der Straße angesprochen. Nach eingehender Studie entschieden wir uns, die große Tour zum South Rim in Angriff zu nehmen. Das Personal am Bell Desk war sehr zuvorkommend, buchte uns für die Reise ein und bot an, uns telefonisch morgens zu wecken, damit wir nicht verschlafen. Bezahlt wird übrigens nicht im Hotel, da die Touren andere Veranstalter haben.

Für diese Tour mussten wir um fünf Uhr morgens aus den Federn. Um Punkt 6 Uhr wurden wir mit einem kleinen Transferbus hinter dem Caesars abgeholt, der uns zu dem Hauptsitz des Unternehmens brachte. Dort angekommen wurde man an eine Art Sammelstelle gebracht und auf die „South Rim Tour“ oder die „West Rim Tour“ verteilt. Es folgte eine kurze Einführung über den Tagesablauf, dann konnte man sich entscheiden, ob man die Tour eventuell nicht doch noch wechseln möchte. Das liegt daran, dass die South Rim Tour zwar landschaftlich gesehen die Einzigartigere sein soll, jedoch eine mindestens 2 stündig längere Anfahrt hat. Gerade, wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man sich das überlegen. Und siehe da, einige, die zuerst den South Rim geplant hatten, wechselten dann doch zur West Rim Tour. Die West Rim Tour ist ebenfalls sehr beliebt aufgrund des weltberühmten Skywalks. Dabei handelt es sich um eine Art hufeisenförmigen Balkons, der über einen Arm des Grand Canyons gebaut wurde. Dieser Balkon befindet sich in 1100 m Höhe. Da der Boden aus Glas ist, muß man Filzpantoffeln tragen, wenn man ihn betritt. Unter sich ist dann erst mal nichts! Man sieht direkt in den Abgrund. Berichten zufolge soll es Leute geben, die für diesen Skywalk bezahlt haben (Extraeintritt) und sich dann trotzdem nicht getraut haben, nur einen Schritt auf diesen Balkon zu setzen. Offenbar ist dazu auch ohne Höhenangst eine ordentliche Portion Mut notwendig, um über den eigenen Schatten zu springen. Hat man sich einmal getraut, muss es ein unvergessliches Erlebnis sein. Da man aber auf dem Skywalk nicht fotografieren darf, kam dieser Ausflug für uns nicht in Frage. Wir blieben bei unserem Entschluß, trotz längerer Busfahrt wird der South Rim angefahren!

Sobald die Verteilerei abgeschlossen war, wurden wir zur Zahlstelle gebeten. Die Preise variieren, je nachdem, was man noch dazugebucht hat. Wir hatten gleich die Maximalvariante genommen: Wir gönnten uns einen Hubschrauberflug über den Grand Canyon! (Alles zusammen hat um dei 360 Dollar gekostet.)  Nachdem das Finanzielle erledigt war, bekamen wir einen Becher Kaffee und einen kleinen Snack, dann stiegen wir in einen vollklimatisierten Doppeldeckerbus ein (hier sei erwähnt, dass auch im Bus die Klimaanlage sehr streng eingestellt ist, also eine Jacke mitnehmen! Zudem könnte es in luftigen Höhen des Grand Canyons durchaus auch etwas kühler sein!). Der Bus ist ansonsten sehr bequem, er ist mit einer Toilette ausgestattet, wenn einem mal die Zeit nicht bis zur nächsten Pause reichen sollte. Ein Fernseher ist ebenfalls vorhanden.

Wir hatten eben Platz genommen, dann ging es auch schon los. Klappe zu – Affe tot? Nicht ganz. Hier muss ich doch eine kleine Bemerkung loswerden. Kaum ist die Bustür geschlossen, ist man sozusagen die Gefangene des Busfahrers! Warum? In Amerika ist der Busfahrer eben nicht nur der Busfahrer, sondern auch der Entertainer! Mit einem Mikrofon ausgestattet bringt diese Spezies von Mensch es fertig, zu fahren und nebenbei den Bus zu unterhalten. Zwischen Witzchen und nützlichen Informationen über das Kommende oder Gesehene schafft er es, 5 Stunden lang am Stück zu unterhalten. Und es ist keineswegs so, dass sich die Busgesellschaft daran stören würde. Im Gegenteil. Die Amerikaner scheinen das so gewohnt zu sein, sie machen im Unterhaltungsprogramm mit. Als einzige Europäer, die sowas nicht gewohnt sind, konnten wir nur noch staunen. Und zuhören.

[singlepic id=136 w=320 h=240 float=right]Unser erster Zwischenstopp war ziemlich genau nach einer Stunde, an der Grenze zwischen Nevada und Arizona. Hier ist der bekannte Hoover Dam. Dieser Damm, der eigentlich eher eine Staumauer ist, staut den Colorado River zum Stausee Lake Mead. Der Stausee ist ca 64 ha groß, 170 km lang und bis zu 180 m tief und damit der größte Stausee der USA. Der Damm selber wurde von 1931 bis 1935 gebaut. Hierbei handelt es sich um ein beeindruckendes Bauwerk, das sich auch als eigenes Ausflugsziel lohnen würde und auch angeboten wird. Doch wir hatten hier nur einen Fotostopp, denn unser Ziel lag ja noch weit entfernt!

Einige Zwischenstopps und unzählige Witze später erreichten wir gegen 13 Uhr den Grand Canyon Nationalpark. Dort wurden wir wieder auf zwei Gruppen verteilt. Die eine Gruppe wurde zu einem IMax Kino gebracht, um sich dort (Berichten der Mitreisenden zufolge) einen beeindruckenden Film über den Grand Canyon anzusehen. Wir wurden zu einem kleinen Flughafen gebracht, an dem die Hubschrauber stationiert waren.

[singlepic id=137 w=320 h=240 float=left]Am Flughafen angekommen wurden wir sofort in Empfang genommen (sehr gute Organisation!) und zur Registrierung weitergeleitet. Dort wird die Buchung bestätigt und diskret gewogen. Diskret im wahrsten Sinne des Wortes, denn eigentlich bekommt man das gar nicht mit, dass man auf einer Waage steht. Das ist aber notwendig, denn die Sitzplatzverteilung im Hubschrauber erfolgt nach Gewicht.

Anschließend wird man in einen kleinen Raum geführt, in dem ein kurzer Film (auch in deutsch möglich) über die Sicherheitsbestimmungen im Hubschrauber gezeigt wird. Wir bekamen noch ein Lunch in die Hand gedrückt, dann durften wir in der Wartehalle auf „unseren“ Hubschrauber warten.

Dann war es endlich so weit. Wir wurden aufgerufen und zum Flugfeld gebracht. Vor dem Hubschrauber wird man fotografiert, falls man anschließend ein Erinnerungsbild haben möchte (20 Dollar). Ein Helfer weist einem den Sitzplatz zu. „Unser“ Hubschrauber hatte insgesamt 7 Sitzplätze, einer neben dem Piloten ( da darf der Leichteste sitzen) und 2 3erReihen hinten. Kopfhörer auf, denn der Hubi ist laut, und los gings!

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Hubschrauberfliegen ist an und für sich schon ein Erlebnis, aber dieser Flug übertraf alle meine Erwartungen. Zwar windete es ziemlich stark und der kleine „Hüpfer“ hatte starke Turbulenzen, was aber dann folgte machte alles wieder wett. Wir kamen der Schlucht näher…

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…und näher…

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…und schließlich überflogen wir die Klippe und uns bot sich ein eimaliger Anblick. Majestätisch liegt der Grand Canyon unter/neben einem mit seinen bizarren, unterschiedlich gefärbten Gesteinsformationen, elegant schlängelt sich der Colorado River durch die Felsen.

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Ein Anblick, den man in seinem Leben nie mehr vergessen wird, passend untermalt von pompöser Musik über Kopfhörer. Bilder und Filme können diesem Erlebnis niemals gerecht werden. Wir flogen über einen Gebirgskamm, hin und zurück, so dass auch alle genug Zeit hatten, unzählige Fotos zu machen. Der Flug war für eine halbe Stunde angesetzt, und diese verging „wie im Fluge“.

Wieder am Flughafen angelangt konnte man sein Bild begutachten und erstehen, noch einen Blick in den Souvenirladen werfen, dann wurde man vom Flughafenpersonal zu einem Aussichtspunkt gebracht. Dort sollten wir die andere Gruppe wieder treffen, die in der Zeit bereits vom Kino zu einem anderen Aussichtspunkt gefahren worden war. Wir genossen die herrliche Aussicht eine Stunde lang und machten einen schönen Spaziergang.

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In der Sonne tranken wir noch einen Kaffee und wurden prompt bestohlen! Die Täter hatten es aber nicht auf Wertgegenstände abgesehen, sondern auf Essbares!

[singlepic id=145 w=320 h=240 float=left]Schließlich waren wir wieder vollzählig, mussten uns von dieser wundervollen Aussicht trennen und traten die 5 stündige Rückfahrt an. Natürlich unterhielt uns der Busfahrer auch auf der Rückfahrt, allerdings brauchte auch er mal eine Pause und wir durften einen Kinofilm ansehen.

Gegen 23 Uhr trafen wir zwar müde, aber mit großartigen Eindrücken wieder in unserem Hotel ein.

Fazit: Der schönste Ausflug in meinem bisherigen Leben! Ich war ganz sicher nicht zum letzten Mal dort. Allerdings würde ich die Tour überhaupt das nächste Mal anders aufziehen. Ich würde ein paar Tage in Vegas bleiben, dann einen Mietwagen  nehmen (kann man im Hotel buchen oder billiger – auch von Deutschland aus im Internet) um selber zum Grand Canyon zu fahren. Vielleicht in einem Motel ein paar Tage bleiben? An der Westküste dann weiter nach San Francisco? Der schönsten Stadt der USA? Es war eine lange Busfahrt für einen kurzen Aufenthalt verhältnismäßig gesehen, aber das sollte keinen abschrecken. Ich würde es jederzeit wieder tun!

Mehr Bilder aus dem Grand Canyon finden Sie in der EP-Gallery. Klicken Sie dazu hier!



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