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Schlagwort: Van Gogh Museum

Neo Rauch, Van Goghs Japan und die High Society: Top-Ausstellungen 2018 in den Niederlanden

Rembrandts Doppelporträt, bekannt als "Marten und Oopjen", erstrahlt ab 8. März 2018 in neuem Glanz im Rijksmuseum. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Rembrandts Doppelporträt, bekannt als „Marten und Oopjen“, erstrahlt ab 8. März 2018 in neuem Glanz im Rijksmuseum. Bild: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Die niederländischen Museen haben das Jahr 2017 feierlich ausklingen lassen können. Besucherrekorde, Bestenlisten-Plätze und ein fulminantes Themenjahr rund um Mondrian & De Stijl ließen von der Metropole Amsterdam bis ins friesische Drachten die Sektkorken knallen. Nun geht es mit dem gleichen Elan an die Vorbereitung der großen Ausstellungen 2018. Gelegenheit für eine Übersicht der Highlights.

Januar: Neo Rauch vor historischem Dekor
Den Auftakt bildet eine Übersichtsausstellung des gefeierten Leipziger Künstlers Neo Rauch. Mit „Neo Rauch – Dromos. Malerei 1993-2017“ zeigt das Museum De Fundatie im historischen Hansestädtchen Zwolle die Entwicklung Rauchs von seiner ersten Einzelausstellung 1993 bis zum heutigen Tag. Eines seiner frühesten Gemälde leiht der Ausstellung seinen Namen: Das Wort Dromos bezeichnete im alten Ägypten die von Sphinxen umsäumte Straße, die zum Tempel führte. In der Ausstellung, die insgesamt 60 Werke umfasst, werden auch Bilder aus Rauchs Privatsammlung zu sehen sein, was der Ausstellungen einen sehr persönlichen Anstrich verleiht.
Zu sehen ist „Dromos“ vom 21. Januar bis 3. Juni 2018.
Weitere Infos: www.museumdefundatie.nl

Februar: Neue Seiten von Jan Steen & Vermeer
Das Mauritshuis in Den Haag, bekannt für seine Meisterwerke aus dem 17. Jahrhundert, trumpft im Februar mit zwei ungewohnten Einblicken in bekannt geglaubte Terrains auf. Zum einen wird der populäre Künstler Jan Steen, bekannt für fröhliche und etwas chaotische Alltagsszenen, von einer neuen Seite gezeigt: Eine Reihe seiner Werke zeigt historische Darstellungen und Szenen aus der Bibel oder der klassischen Mythologie. Ein gutes Beispiel ist „Moses und die Krone des Pharaos“. Es sind Geschichten voller Spannung, Drama und Leidenschaft. Mit einer Auswahl von rund zwanzig Bildern zeigt die Ausstellung, dass Steen ein vielseitiger und ambitionierter Künstler mit bedeutendem literarischem Wissen und einem guten Auge für die komischen Aspekte der einzelnen Geschichten war. Parallel wird eine andere Ikone der niederländischen Kunst unter die Lupe genommen: „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Jan Vermeer. 2018 startet das Mauritshuis ein Untersuchungsprojekt zum berühmtesten Gemälde des Museums. Das Besondere: die technische Forschung findet vor den Augen der Besucher im Goldenen Saal statt.
„Jan Steen erzählt“ ist vom 15. Februar bis 13. Mai 2018 zu sehen, das Forschungsprojekt „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ läuft vom 26. Februar bis 11. März 2018.
Weitere Infos: www.mauritshuis.nl

März: Van Goghs Japan und die High Society
Die Amsterdamer Größen der Kunstwelt, das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum, stellen im März zwei absolute Höhepunkte auf die Beine. Es ist bei einem weltweit so bekannten Maler wie Van Gogh schwer vorstellbar, doch das Van Gogh Museum zeigt seinen Besuchern immer wieder neue Aspekte des Künstlers. So war Van Gogh ein Bewunderer und begeisterter Sammler der japanischen Druckkunst. Die Ausstellung „Van Gogh & Japan“ zeigt Schritt für Schritt, wie Van Gogh das japanische Beispiel auf sein eigenes Werk anwendete, Kompositionen und Farbgebung übernahm – und sogar selbst nach japanischem Vorbild leben wollte. Es wird deutlich, wie der japanische Einfluss ihm half, sich als moderner Künstler zu positionieren.
Glamourös geht es im benachbarten Rijksmuseum zu. Mit „High Society“ halten vier Jahrhunderte Porträtkunst Einzug ins Museum. Strahlender Mittelpunkt der Ausstellung sind die aufwändig renovierten Porträts Rembrandts von Marten Soolmans und Oopjen Coppit, darum gesellen sich 35 Meisterwerke von Cranach, Velázquez, Gainsborough oder Manet.
„Van Gogh & Japan“ läuft vom 23. März bis 24. Juni 2018 im Van Gogh Museum.
Weitere Infos: www.vangoghmuseum.nl
„High Society” zeigt das Rijksmuseum vom 8. März bis 3. Juni 2018.
Weitere Infos: www.rijksmuseum.nl

April: Eschers Reise
Der Illusionsgrafiker M.C. Escher gilt als einer der bekanntesten Künstler der Niederlande, dennoch wissen auch viele Einheimische nicht, dass Escher im friesischen Leeuwarden, Europas Kulturhauptstadt 2018, geboren wurde. Das örtliche Fries Museum zeigt anlässlich des Festjahres die große Übersichtsausstellung „Escher auf Reisen“ mit mehr als 80 Originaldrucken. Das Besondere: die Ausstellung ist als eine dreidimensionale Biografie zu verstehen. Man reist auf Eschers Spuren von den weitläufigen Landschaften der Niederlande an die sonnige Felsküste Italiens und verfolgt seine Entwicklung bis zu den mathematisch anspruchsvollen Illusionen, mit denen er die Welt eroberte.
„Escher auf Reisen“ läuft vom 28. April bis 28. Oktober 2018. Weitere Infos: www.friesmuseum.nl

Mai: Elf Städte – elf Brunnen
Im Mai legt die Kulturhauptstadt Europas Leeuwarden-Friesland mit „11 Fountains“ das nächste Highlight nach. In den elf friesischen Städten, die in besonders kalten Wintern durch das Eislaufrennen „Elfstädtetour“ verbunden werden, entstehen besondere Brunnenkunstwerke. Elf innovative Künstler aus aller Welt haben die Skulpturen entworfen, immer mit Blick auf die Geschichte der jeweiligen Stadt. So konzipierte der deutsche Künstler Stephan Balkenhol den Brunnen für das Städtchen Sneek. Am 18. Mai 2018 werden die elf Springbrunnen offiziell präsentiert. Die teilnehmenden Städte und Künstler findet man auf www.2018.nl/de.

Juni: Odilon Redons Wunderwelt
Im Sommer 2018 widmet das Kröller Müller Museum dem französischen Ausnahmekünstler Odilon Redon (1840-1916) eine Sonderausstellung. Das Museum beleuchtet auf der Grundlage von rund 100 Werken, wie der Symbolist seine Liebe zu Literatur und Musik in seine Gemälde und Zeichnungen einfließen ließ. Schon zu Lebzeiten war sein Werk gefragt. Besonders die Verschmelzung verschiedener Disziplinen, wie Zeichnungen, Lithografie und Pastellkunst, fand – auch in Künstlerkreisen – viele Bewunderer. Seine wunderlichen Figuren und nahezu surrealistischen Werke wirken auch heute noch ihrer Zeit voraus.
„Odilon Redon“ ist vom 2. Juni bis 9. September 2018 zu sehen.
Weitere Infos: www.krollermuller.nl

September: Giacometti in Zwolle
Im Spätsommer 2018 zeigt das Museum De Fundatie in Zwolle mit „Giacometti-Chadwick, Facing Fear“ Highlights der modernen Bildhauerei. Beleuchtet wird das Oeuvre von Alberto Giacometti (1901-1966) und Lynn Chadwick (1914-2003). Es ist das erste Mal, dass ihre Werke so ausführlich kombiniert werden, obwohl sie in der Mitte des 20. Jahrhunderts gemeinsam das Gesicht der modernen Bildhauerei prägten. Maßgeblich beeinflusst wurden sowohl der ältere, erfahrenere Giacometti als der jüngere Chadwick von den Eindrücken des Kalten Krieges und der drohenden Eskalation desselben. Themen und Ängste, die auch das heutige Publikum im aktuellen Weltgeschehen wiedererkennt. Dennoch überzeugt die Ausstellung auch ohne Beachtung des politischen Bezugs, allein durch die pure Schönheit der über 120 Werke, Skulpturen und Zeichnungen.
„Giacometti-Chadwick, Facing Fear” läuft vom 22. September 2018 bis 6. Januar 2019.
Weitere Infos: www.museumdefundatie.nl

Aktuelle Ausstellungen und Hintergrundinfos zu den niederländischen Museen: www.holland.com/kunst

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

 

Ewig lockt die Seine: „Niederländer in Paris 1789-1914“ im Van Gogh Museum

Vincent van Gogh, Boulevard de Clichy, 1887, Van Gogh Museum Amsterdam

Vincent van Gogh, Boulevard de Clichy, 1887, Van Gogh Museum Amsterdam

Der Sehnsuchtsort Paris übte im 19. Jahrhundert eine besondere Anziehungskraft auf junge Künstler und Freigeister aus. Noch bis 7. Januar 2018 zeigt das Van Gogh Museum mit der Ausstellung „Niederländer in Paris 1789-1914” die spannende Wechselwirkung zwischen niederländischen Künstlern, darunter Van Gogh, Van Dongen und Mondrian, und der Lichterstadt.

Mehr als 130 Werke präsentiert das Museum dem Besucher, darunter ikonische Meisterwerke wie „Boulevard de Clichy“ (1887) von Van Gogh oder kleine Perlen wie „Ballettänzerin“ (1886) von Breitner. Die Gemälde der niederländischen Künstler Van Spaendonck, Jongkind, Van Gogh, Van Dongen und Mondrian werden im Zusammenhang mit jenen ihrer französischen Zeitgenossen Monet, Degas, Signac, Pissarro, Cézanne, Braque und Picasso gezeigt. Daraus ergeben sich spannende Rückschlüsse auf die gegenseitige Beeinflussung der niederländischen und französischen Kunst.

Oh, Paris!

Seit Jahrhunderten ist die Stadt an der Seine eine Quelle der Inspiration für Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Im 19. Jahrhundert, der Zeit der großen Umwälzungen in Politik, Wissenschaft und Kunst, zog es Künstler aus ganz Europa nach Paris. Überall in der Stadt entstanden kreative Brutstätten; Künstler hatten die Wahl aus einer Vielzahl von Ausstellungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Für die junge Generation war dies die Stadt, in der alles möglich war. Die Ausstellung im Van Gogh Museum veranschaulicht dies aus der Perspektive acht niederländischer Künstler und zeichnet so die Liebesgeschichte zwischen den beiden Ländern nach.

Freundschaft

Niederländer wie Scheffer und Jongkind zogen in die „Kunsthauptstadt der Welt“, um dort auszustellen, zu verkaufen und neue Kontakte zu schließen. In Akademien, Privatateliers, Salons, Cafés und auf den großen Boulevards kamen niederländische und französische Künstler zusammen. Inspiriert von ihren verschiedenen Hintergründen und der neuen Freundschaft entstanden wahrhaft grenzüberschreitende Werke. Künstler wie Jongkind, Breitner, Van Gogh, Van Dongen und Mondrian entwickelten gemeinsam mit Monet, Degas, Signac, Pissarro, Cézanne, Braque und Picasso neue Stile und Techniken. Dabei fand die Beeinflussung keinesfalls nur in eine Richtung statt. Nicht nur die Niederländer ließen sich durch die neue Umgebung und Freundschaft inspirieren, auch die französischen Künstler lernten dazu. So zeigte Jongkind seinen Kollegen Monet, Boudin und Sisley, wie man das Licht auf der Leinwand einfängt. Im Gegenzug nahmen Breitner und Israels den französischen Impressionismus mit nach Hause und malten – unüblich für ihre Heimat – Ballerinen oder gar nackte Tänzerinnen.

Frankreichjahr im Van Gogh Museum

Die Ausstellung „Niederländer in Paris 1789-1914“ ist Teil des Frankreichjahres, das 2017 im Van Gogh Museum stattfindet. Fast gleichzeitig zeigt die zum Museum gehörende Mesdag Collectie in Den Haag die Ausstellung „Niederländer in Barbizon“, vom 27. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018.

Das Van Gogh Museum ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“. Dieser Initiative gehören 2017 außerdem das Rijksmuseum, Königliche Concertgebouw, Mauritshuis, Gemeentemuseum, Escher im Palast, Kröller-Müller-Museum, Noordbrabants Museum und Groninger Museum an. Ziel ist es, den deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

Weitere Informationen:
www.holland.com/kunst

www.vangoghmuseum.nl

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

 

Zehn Meisterwerke: Ein Pop-up-Museum auf großer Tour

Claude Monet, Mühlen bei Zaandam, 1871, Van Gogh Museum Amsterdam

Claude Monet, Mühlen bei Zaandam, 1871, Van Gogh Museum Amsterdam

Große Namen wie Rembrandt, Picasso und Monet brechen in den Niederlanden zu einer neuartigen Reise auf: Unter dem Titel »Zehn Meisterwerke auf Tour« werden die Gemälde ab 4. Oktober in sechs unterschiedlichen Ausstellungshäusern zu sehen sein. Sie alle stammen aus insgesamt vier Museen und teilen eine biographische Gemeinsamkeit: Sie wurden in den Jahren von 1999 bis 2016 zum Teil mit Erlösen aus der niederländischen BankGiro Loterij angeschafft. Erst Dank deren Hilfe waren die jeweiligen Museen zum Ankauf in der Lage.

Wer die Ausstellung besucht, bekommt eine »eklektische« Mischung an Werken zu sehen. Zu den Exponaten gehört »Der Bürger von Delft und seine Tochter« von Jan Steen, das eigentlich im Rijksmuseum beheimatet ist. Das Mauritshuis stellt die »Ansicht von Schloss Bentheim« von Jacob van Ruisdael sowie das »Porträt eines Mannes« von Rembrandt ab. Das Van Gogh Museum schickt unter anderem die »Windmühlen bei Zaandam« von Claude Monet auf Reisen, während das Kröller-Müller-Museum die Skulptur »Petite chouette« von Picasso sowie »Der viereckige Mann« von Karel Appel beisteuert.

Die vier Museen können sich jedes Jahr gemeinsam über Erlöse von 7,5 Millionen Euro aus der Lotterie freuen, die einen substanziellen Beitrag zur Finanzierung der Häuser darstellen. Die Pop-up-Ausstellung ist zunächst ab 4. Oktober im Mauritshuis zu sehen. Anschließend zieht sie weiter ins Fries Museum nach Leeuwarden, ins Rijksmuseum Twenthe in Enschede, ins Van Abbemuseum in Eindhoven sowie ins Kröller-Möller-Museum. Letzte Station bis 25. März ist das Bonnefantenmuseum in Maastricht. Jedes Haus tritt für die Dauer von drei Wochen als Gastgeber in Erscheinung.

Weitere Informationen: www.mauritshuis.nl und www.holland.com/kunst

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

 

Auf den Spuren von Vincent van Gogh: Festjahr 2015: „125 Jahre Inspiration“

Vincent van Gogh, Selbstportrait, April - Juni 1887- Quelle: Kröller-Müller Museum

Vincent van Gogh, Selbstportrait, April – Juni 1887- Quelle: Kröller-Müller Museum

Anlässlich des 125. Todestages von Vincent van Gogh gedenken die ihm gewidmeten europäischen Museen im Jahr 2015 mit Sonderausstellungen seinen künstlerischen Anfängen und Werken. Der niederländische Maler starb am 29. Juli 1890.

Die Stiftung Van Gogh Europe, ein Kooperationsverbund von rund 30 Einrichtungen in ganz Europa, nutzt das Gedenkjahr, um den niederländischen Künstler rund um das Thema „125 Jahre Inspiration“ zu ehren. Van Gogh dient bis heute vielen Künstlern als Inspiration und ist 125 Jahre nach seinem Tod durch seine Werke lebendig. In diversen Städten in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und England, die für Leben und Werk des Künstlers von Bedeutung sind, werden das ganze Jahr hindurch Aktivitäten organisiert: interessante Ausstellungen, Kulturevents, digitale Applikationen etc. Nie zuvor wurde in so großem Rahmen zwischen den Institutionen (Museen und Orten) zusammengearbeitet, die sich aktiv für den Erhalt von Van Goghs Erbe einsetzen.

Mons 2015: Van Gogh in der Kulturhauptstadt
Die Stiftung Mons 2015 organisiert vom 24. Januar bis zum 17. Mai 2015 als europäische Kulturhauptstadt die Ausstellung „Van Gogh im Borinage, die Geburt eines Künstlers“ im BAM (Museum für Schöne Künste). Während seines beinahe 2-jährigen Aufenthaltes (1878-1880) im Borinage beendete Vincent van Gogh (1853-1890) seine Karriere als Pastor und entschied sich für ein Künstlerdasein. Er entwickelte in Belgien sehr schnell eine Vorliebe für Motive aus dem Alltagsleben von Bauern und Arbeitern. Die Ausstellung zeigt etwa 70 Gemälde und Zeichnungen aus diversen internationalen Sammlungen, darunter auch umfangreiche Leihgaben des Van-Gogh-Museums und des Kröller-Müller-Museums.

Kröller-Müller Museum: Van Gogh inspiriert von Zeitgenossen
Das Kröller-Müller Museum ist weltberühmt für seine umfangreiche Gemäldesammlung von Vincent van Gogh. Im Zeitraum vom 25. April bis zum 27. September 2015 zeigt das Museum die Sonderausstellung „Van Gogh & Co“. Diese geht auf traditionelle Genres am Ende des 19. Jahrhunderts ein: Stillleben, Landschaften, Natur, Stadtbilder und Porträts. Arbeiten von Van Gogh – insgesamt über 50 Stück, sowohl Gemälde als auch Zeichnungen – aus unterschiedlichen Perioden werden mit denen von Zeitgenossen aus der Sammlung des Museums kombiniert. So haben Besucher die Möglichkeit, Parallelen zu ziehen und zu entdecken, wie Van Gogh mit diversen Genres umging.

Nordbrabant Museum: Van Goghs Wurzeln der Kunst
Die einzigartigen Werke von Vincent van Gogh sind über die ganze Welt verstreut. Seine Wurzeln, auch die seiner Meisterwerke, liegen jedoch in der niederländischen Provinz Brabant. In Brabant ist Van Gogh aufgewachsen und legte die Grundlagen für sein Künstlertum. Hier, im Nordbrabanter Museum, wird seinen Arbeiten im Jahr 2015 ausführliche Aufmerksamkeit gewidmet. Das Ausstellungshaus besitzt eine wertvolle Gemäldesammlung aus Van Goghs Brabanter Periode und ist in dieser Region der einzige Ort, an dem man tatsächlich noch Gemälde von ihm bewundern kann. Außerdem präsentiert das Museum elf Neuerwerbungen des Künstlers. Darüber hinaus zeigt die neue Dauerausstellung wertvolle Leihgaben anderer Museen. Das Museum besitzt noch immer die Spuren Van Goghs, seiner Inspirationsquellen und seines Werkes.

Radtour auf den Spuren Van Goghs
Zusätzlich zur Ausstellung hat das Nordbrabant Museum gemeinsam mit dem international anerkannten Künstler, Designer, Unternehmer und Pionier Daan Roosegaarde einen Van Gogh-Radweg konzipiert. Dieser Weg, der zu den Wurzeln Van Goghs führt, verbindet fünf Städte im Süden der Niederlande, die das Leben und das Arbeiten des Künstlers wesentlich geprägt haben: Zundert, Etten-Leur, Tilburg, Den Bosch und Nuenen. Er bietet kunstinteressierten Radfahrern die Möglichkeit, wichtige Stationen im Leben Van Goghs mit dem Rad zu erkunden. Das Besondere hierbei ist, dass der 335 Kilometer lange Radweg den Eindruck vermittelt, man radle durch die Landschaften, die genauso in den Werken des Meisters zu sehen sind. Ein Highlight wird Radfahrern ab November 2014 auf einem 600 Meter langen Abschnitt des Van Gogh-Wegs in der Nähe von Eindhoven geboten. Inspiriert vom berühmten Bild „Sternennacht“ (Museum of Modern Art, New York), wurde ein Muster auf dem Weg kreiert, welches das Werk Van Goghs widerspiegelt. Hierfür wurden viele kleine Steine verwendet, die sich am Tag aufladen und in der Nacht leuchten.

Van Gogh Museum: Im Vergleich mit Munch
Das Van Gogh Museum in Amsterdam begeistert seine Besucher mit Arbeiten des Malers und zeigt, welchen Einfluss er auf die Kunstgeschichte hatte. Die Sammlung umfasst 200 Leinwände, 500 Zeichnungen und 750 schriftliche Dokumente. Neben den Werken Vincent van Goghs beherbergt das Museum auch eine Ausstellung über sein Leben sowie Arbeiten anderer Künstler, mit denen er befreundet war oder die er beeinflusste. Das Van-Gogh-Museum präsentiert vom 25. September 2015 bis 17. Januar 2016 eine ambitionierte Sonderausstellung über Edvard Munch (1863-1946) und Vincent van Gogh (1853-1890). Die beiden Maler haben gemeinsam, dass sie emotional geladene Gemälde und Zeichnungen schufen, einen persönlichen und innovativen Stil und auch ein entbehrungsreiches Leben hatten. Beide strebten nach einer Modernisierung der Kunst durch die Abbildung existentieller und universeller Themen in einer expressiven Bildsprache. Trotz der vielen auffälligen Parallelen in ihren Oeuvres und künstlerischen Ambitionen und obwohl sie oft als Gegenstücke zueinander betrachtet werden, wurden diese Titanen noch nie zuvor in einer Ausstellung vereint. Anlässlich des Gedenkjahres sorgt das Van Gogh-Museum in Kooperation mit dem Munch-Museum hier für Veränderung.

Stiftung Van Gogh Europe
Vier Institutionen bilden die Basis der Stiftung Van Gogh Europe: das Van-GoghMuseum, das Kröller-Müller-Museum, Van Gogh Brabant und Mons 2015, Kulturhauptstadt Europas. Zusammen bilden sie unter dem Namen Van Gogh Europe den Kern eines Kooperationsverbandes zwischen etwa 30 Institutionen, die sich in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und England aktiv für den Erhalt des Erbes von Van Gogh einsetzen.
Übersicht der Ausstellungen

24. Januar bis 17. Mai 2015
„Van Gogh im Borinage, die Geburt eines Künstlers“
BAM: Rue Neuve 8, 7000 Mons (Belgien)
Allgemeine Informationen zum BAM: www.bam.mons.be (auf Englisch)

25. April bis 27. September 2015
„Van Gogh & Co”,
Kröller-Müller Museum: Houtkampweg 6, 6731 AW Otterlo (NL)
Allgemeine Informationen zum Kröller-Müller Museum: http://www.kmm.nl/ (auf Englisch)

Im Jahr 2015
Van Gogh in Brabant
Noordbrabants Museum: Verwersstraat 41, 5211 HT Den Bosch
Allgemeine Informationen zum Nordbrabant Museum: http://www.vangoghbrabant.com/de/

25. September 2015 bis 17. Januar 2016
Much: Van Gogh
Van Gogh Museum: Paulus Potterstraat 7, 1071 CX Amsterdam (NL)
Allgemeine Informationen zum Van Gogh Museum: http://www.vangoghmuseum.nl/ (auf Englisch)

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.holland.com/kunst; www.vangogh2015.eu

 

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

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Van Gogh Museum Amsterdam: Festjahr 2015 zum 125. Todestag des Künstlers

Das Van Gogh Museum in Amsterdam blickt 2015 einem aufregenden Jahr entgegen, da sich in diesem Jahr der Todestag von Vincent van Gogh (1853-1890) zum 125. Mal jährt. Mit einer spektakulären neuen Ausstellungsgestaltung, einem neuen Eingangsgebäude und der eindrucksvollen Ausstellung „Munch: Van Gogh“ feiert das Museum das Jubiläum.

Ende 2014 wird die Dauerausstellung im Rietveld-Gebäude zum ersten Mal seit 20 Jahren komplett umgestaltet. Die beispiellose, innovative Gestaltung nimmt Besucher mit auf den Weg, den Van Gogh einschlug, um seine künstlerische Mission zu erfüllen. Wie gelang ihm dies, welche Maler haben ihn inspiriert? Was macht den Künstler Van Gogh aus, der von so vielen Menschen auf der ganzen Welt verehrt wird? Ein Besuch im Van Gogh Museum Amsterdam wird zu einer völlig neuen Erfahrung, einer faszinierenden Reise. Um die erwarteten Besucherströme zukünftig besser bewältigen zu können, wird 2015 an der Seite des Museumplein (Museumsplatz) ein neuer Haupteingang in Form eines Glasgebäudes am Kurokawa-Flügel entstehen. Das neue Eingangsgebäude wird im Sommer 2015 seine Pforten öffnen. Der Eingang an der Paulus Potterstraat wird bestehen bleiben, zukünftig jedoch als gesonderter Eingang für vorangemeldete Besuchergruppen dienen.

Van Gogh Museum, Paulus Potterstraat 7, 1071 CX Amsterdam, +31 (0)20 570 52 52, geöffnet täglich 9 bis 18 Uhr, im Herbst ab 2.9. täglich 9 bis 17 Uhr (freitags ganzjährig bis 22 Uhr)

www.vangoghmuseum.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

Umzug des Van Gogh Museums: Roter Faden markiert Kunstroute durch Amsterdam

Während der Renovierung des Van Gogh Museums bis 25. April 2013 sind 75 Gemälde, Zeichnungen und Briefe Van Goghs in der Hermitage Amsterdam zu Gast. Mit der Wanderroute „Van Gogh Mile“ verbindet das Van Gogh-Museum nun den Weg vom Museumsplatz bis zur Amstel. Auf gut zwei Kilometern wird die Stadt als Dekoration genutzt, um Besuchern die Welt des Malers und seine Schöpfungsphase näher zu bringen. Die „Van Gogh Mile-App“ verknüpft die Vergangenheit mit der Gegenwart und verwandelt den Museumsplatz in ein Meer aus Sonnenblumen. Passanten sind dazu eingeladen, ihre Gedanken über Social Media zur Aktualität der Briefe des weltberühmten Künstlers zu formulieren, die das Projekt maßgeblich inspirierten. Auf dem Museumsplatz und im Museumsticketshop können Nutzer kostenlos im Internet surfen, und die App steht ebenso gratis zum Download bereit.

An mehreren Punkten entlang der Route lassen „Geräuschskulpturen“ zudem eine neue Wirklichkeit entstehen, in der Van Gogh die Besucher wie ein Stadtführer direkt anspricht. Auffallend an der temporären Installation ist vor allem der rote Faden in fünf Metern Höhe, der das Auge in einem halbstündigen Spaziergang durch die Gassen Amsterdams führt. So wird das Van Gogh-Museum mit der Hermitage verbunden, während der Blick zugleich von der gewohnten Richtung abweicht und wahrhaftig neue Horizonte öffnet.

Mehr Informationen: www.vangoghmuseum.nl; www.holland.com

 Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

„Dreams of Nature“: Hintergründige Landschaftsmalerei

Symbolismus-Ausstellung im Van Gogh Museum

Das Van Gogh Museum in Amsterdam zeigt vom 24. Februar bis zum 17. Juni 2012 die Ausstellung „Dreams of Nature – Symbolismus von Van Gogh bis Kandinsky“. Die Schau bietet anhand von Werken bekannter Künstler wie Monet, Gauguin, Van Gogh und weniger bekannter Künstler aus Europa eine Übersicht über ein bislang vernachlässigtes Thema des Symbolismus, eine der führenden Kunstbewegungen des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt, dass die Landschaften des Symbolismus nicht bloß eine Darstellung der Wirklichkeit sind, sondern sogenannte Spiegelungen der Seele. Sie bieten eine Wahrheit hinter der Wirklichkeit. Es ist die erste große Ausstellung in Europa, die ganz den symbolistischen Landschaften in einem europäischen Kontext gewidmet ist. Es werden Arbeiten von Künstlern zusammengebracht, die noch nie gemeinsam gezeigt wurden.

Dreams of Nature – Symbolismus von Van Gogh bis Kandinsky, 24.2.-17.6.2012, Van Gogh Museum Amsterdam, Stadhouderskade 55, 1072 AB Amsterdam, Tel.: +31 (0)205 70 52 00, geöffnet täglich 10 bis 18 Uhr (freitags bis 22 Uhr)

Weitere Information: www.vangoghmuseum.nl; www.iamsterdam.com; www.holland.com

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus und Convention

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