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Es war einmal… 9 zauberhafte Orte entlang der Deutschen Märchenstraße

Es waren einmal zwei Brüder, die mit ihren zauberhaften Geschichten, Märchen und Sagen bis heute große und kleine Märchenfans begeistern. Die Rede ist natürlich von Jacob und Wilhelm Grimm. Seit die beiden zwischen 1812 und 1858 ihre berühmte Märchensammlung „Kinder- und Hausmärchen” veröffentlichten, sind diese aus deutschen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken.

Ganz besonders zur Weihnachtszeit, wenn es wieder etwas muckeliger wird, gibt es doch kaum etwas Schöneres, als dem einen oder anderen Märchen zu lauschen. Wer nicht genug von den Märchenbrüdern bekommt, hat dank der Deutschen Märchenstraße die Möglichkeit, auf den Spuren der Brüder Grimm zu wandeln und all die schönen Märchen hautnah zu erleben. Travelcircus hat sich die Deutsche Märchenstraße einmal genauer angesehen und 9 zauberhafte Orte herausgesucht, die die Herzen aller Grimm- und Märchenfans höher schlagen lassen.

Das Wichtigste in Kürze:
● Märchenfiguren erwachen bei zahlreichen Stadtführungen zum Leben
● Feiern wie einst Jacob und Wilhelm? In Marburg kein Problem!
● Die Route führt durch fünf Bundesländer
● In Göttingen wird ein Mädchen besonders gerne geküsst
● Ein Werk der Brüder Grimm gehört sogar zum UNESCO Weltdokumentenerbe

Grafik: Travelcircus.de

Die Geschichte der Deutschen Märchenstraße
Bei der Deutschen Märchenstraße handelt es sich um eine deutsche Ferienstraße, die Märchenfans auf den Spuren der Brüder Grimm zu zahlreichen märchenhaften Orten Deutschlands führt. Gegründet wurde die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße” 1975 in Steinau an der Straße. Durch die Ferienstraße sollte die gesamte Region attraktiver für Touristen werden – mit großem Erfolg!

Die Deutsche Märchenstraße beginnt in der Geburtsstadt der Brüder Grimm Hanau und führt auf über 600 km an wichtigen Lebensstationen der Brüder und über 50 zauberhaften Orten, in denen Grimms Märchen beheimatet sind, bis nach Bremen und Buxtehude. Dabei durchläuft die Strecke fünf Bundesländer und acht Nationalparks.

Die Strecke lässt sich in vier große Abschnitte unterteilen. Sie verläuft zunächst von Hanau zum Lahntal an Orten wie Steinau an der Straße und Marburg entlang. Anschließend durch das so genannte Rotkäppchenland zwischen Alsfeld und Fritzlar bis nach Kassel.

Dort hat man dann die Qual der Wahl: Entweder nimmt man die Frau-Holle- oder die Dornröschen-Route. Letztere führt von Kassel über Hofgeismar und Trendelburg bis nach Fürstenberg. Die andere kommt an Orten wie Kaufungen, Mackenrode, Heilbad Heiligenstadt und Göttingen vorbei, ehe auch sie nach Fürstenberg führt.

Von Fürstenberg aus gibt es wieder nur eine Strecke, die dann über zauberhafte Orte wie Hameln, Nienburg und Verden bis nach Bremen und Buxtehude führt.

9 wundervolle Orte entlang der Deutschen Märchenstraße
Jeder der Orte, Städte und Gemeinden, die zur Deutschen Märchenstraße gehören, ist auf seine eigene Art märchenhaft und definitiv einen Besuch wert. Wer sie alle mal besuchen will, sollte dafür etwas mehr Zeit einplanen. Als kleine Planungshilfe haben wir neun wunderschöne Orte entlang der Route herausgesucht.

Märchenort Nummer 1: Hanau, Hessen

Unsere traumhafte Reise entlang der Deutschen Märchenstraße beginnt natürlich im schönen Hanau, wo die Brüder 1785 und 1786 das Licht der Welt erblickten. Spuren der beiden sind in der ganzen Stadt zu finden. Am einprägsamsten ist wahrscheinlich das Brüder-Grimm-Nationaldenkmal vor dem Hanauer Rathaus. Wer sich sehr für die Geschichte der Stadt und der berühmten Märchenerzähler interessiert, kann in Hanau beispielsweise eine Themen-Stadtführung machen.

Brüder-Grimm-Nationaldenkmal in Hanau. Alle Grafiken und Bilder zur lizenzfreien und kostenlosen Nutzung finden Sie hier: https://bit.ly/deutsche-maerchenstrasse Weitere Grimm-Highlights in Hanau sind die berühmten Brüder Grimm Festspiele, das Mitmach-Museum „GrimmsMärchenReich” sowie der bezaubernde Hanauer Märchenpfad.

Hanau ist allerdings nicht nur bei Märchen-Fans beliebt. Auch wer auf der Suche nach wunderschönen Fachwerkhäusern, Natur und Industriekultur ist, wird in Hanau fündig. Die Stadt gehört nämlich nicht nur zur Deutschen Märchenstraße, sondern ebenfalls zur Deutschen Fachwerkstraße und zur Route der Industriekultur.

Fans klassischer Musik sollten sich außerdem auf keinen Fall das Open-Air-Konzert der Neuen Philharmonie Frankfurt im Staatspark Wilhelmsbad entgehen lassen. Das ist wirklich magisch!

Märchenort Nummer 2: Steinau an der Straße, Hessen

Schon mal was von Steinau an der Straße gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Insbesondere Märchenliebhaber und Grimm-Fans sollten der hessischen Stadt unbedingt einen Besuch abstatten. Da die Brüder Grimm einst selbst in Steinau lebten, dreht sich in der hessischen Stadt vieles um das berühmte Brüderpaar.

Da wäre beispielsweise das fantastische Brüder-Grimm-Haus, in dem heute ein Museum zuhause ist. Das Besondere an dem Museum ist, dass man hier die Märchen interaktiv erleben kann. Wer will, hat die Möglichkeit, die berühmten Märchen sowohl zu sehen als auch zu hören oder gar zu fühlen. Interessant ist aber auch der Teil des Museums, der sich dem jüngeren Bruder Ludwig Emil Grimm widmet. Dieser war ein bedeutender Grafiker und Maler.

Auch an anderen Stellen in Steinau lassen sich Spuren der Brüder Grimm und ihrer Märchen finden. Die sieben Zwerge und der Froschkönig verstecken sich beispielsweise in der Stadt. Auch am Steinauer Hexenhäuschen kommen Märchenfans nicht vorbei. Direkt daneben steht auch ein Holzkäfig – so wie der, in dem die Hexe einst Hänsel gefangen hielt. All diese Orte (und weitere märchenhafte Ecken) lassen sich am besten bei einer Märchenstadtführung entdecken.

Wer genug von Märchen hat, kann in Steinau natürlich noch jede Menge andere Dinge erleben. Wie wäre es da beispielsweise mit einem Besuch der Tropfsteinhöhle „Teufelshöhle”, einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn, einem Kletterabenteuer im Europa-Kletterwald oder einer wunderschönen Wanderung durch den Spessart.

Märchenort Nummer 3: Marburg, Hessen

Das wunderschöne Marburg ist vor allem bei Studenten beliebt und bekannt. Mit den vielen kleinen Cafés und Bars, der exzellenten Uni und dem lebhaften Ambiente ist Marburg auch wirklich wie gemacht für Studenten. Zwei der wohl berühmtesten Studenten der Stadt waren die Brüder Grimm, die in Marburg gemeinsam Jura studierten und sicher bereits damals eine wilde Studentenzeit in Marburg verlebten.

Die wunderschöne Stadt an der Lahn zieht auch heute noch Scharen an Studenten und Urlaubern an. Bei den zauberhaften Fachwerkhäusern, dem imposanten Marburger Landgrafenschloss und all den kleinen Märchenanspielungen ist das auch wahrlich kein Wunder.

Am besten lässt sich Marburg bei einer thematischen Stadtführung erkunden. Ein besonderes Highlight, das auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung entdeckt werden kann, ist der Grimm-Dich-Pfad. Keine Sorge, hier muss kein Sport gemacht werden. Es geht darum, die eine oder andere Märchenfigur oder bestimmte Märchensymbole in der Stadt zu finden. Kleiner Tipp: Manchmal lohnt es sich, nach oben zu gucken!

Märchenhaft und wunderschön ist übrigens auch das Marburger Umland. Für alle, die gerne Aktivurlaub machen, empfehlen wir einen Ausflug zum Seepark Niederweimar. Dort kann man hervorragend baden, skaten oder radeln. Wer im Winter Lust auf Schneegestöber und jede Menge Action hat, ist im kleinen aber feinen Skigebiet Kleingladenbach an der richtigen Adresse.

Märchenort Nummer 4: Frankenberg (Eder), Hessen

Das romantische Frankenberg ist vor allem für sein markantes und imposantes Rathaus bekannt. Dieses hat nämlich zehn Türme, die über die niedliche Stadt hinausragen. Dank seiner vielen wunderschönen Fachwerkhäuser ist die Stadt an der Eder ein überaus beliebtes Reiseziel für Städte-Romantiker.

Wer die Stadt ein bisschen besser kennenlernen will, kann sich der kostenlosen Stadtführung anschließen, die von April bis Oktober jeden Samstag stattfindet. Egal ob bei der Führung oder alleine, wer einmal in Frankenberg ist, sollte unbedingt Ausschau nach den „Huckepackfiguren” halten – wir verraten nicht, wo sie sind. Die lustigen Figuren sind die märchenhaften Symbolfiguren der Stadt und scheinen zu symbolisieren, dass Frankenberg ein guter Ort für ausgelassene Feste war.

Frankenbergs fantastische Lage lädt zudem zum Wandern und Radfahren ein. Märchen-Fans empfehlen wir hier den Wald-Wichtel-Paradies-Rundweg sowie den Hänsel-und-Gretel-Radweg. Auch der Wildpark Frankenberg ist absolut einen Besuch wert. Der Eintritt ist hier übrigens frei. Da der Großteil der Tiere frei herumläuft, hat man mit etwas Glück sogar die Möglichkeit, dem einen oder anderen zutraulichen Wildtier etwas näher zu kommen.

Märchenort Nummer 5: Kassel, Hessen

Willkommen in der Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße: Kassel. Die Stadt ist zum einen als Stadt der Brüder Grimm und zum anderen als die documenta-Stadt bekannt. Die documenta, die als die wichtigste zeitgenössische Kunstausstellung gilt, findet nämlich alle fünf Jahre in Kassel statt.

Kassel ist aber natürlich nicht nur alle fünf Jahre einen Besuch wert, sondern immer! Wie wäre es beispielsweise mit einem Besuch der berühmten Wilhelmshöhe? Der beeindruckende Bergpark, die Herkules-Statue an der Spitze und die berühmten Wasserspiele sind absolut sehenswert. Lust auf etwas Wellness? Dann ab in die großartige Kurhessen-Therme.

Neben Kunst, Natur und Entspannung locken auch die Brüder Grimm jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Kassel. Von hier aus schrieben und veröffentlichten die Brüder einige ihrer einflussreichsten Werke wie die „Kinder- und Hausmärchen” oder das „Deutsche Wörterbuch”. Grimm-Liebhaber und alle, die es noch werden wollen, sollten unbedingt mal die GRIMMWELT Kassel besuchen. Dort sind u.a. die Handexemplare mit Notizen und Kommentaren der „Kinder- und Hausmärchen” ausgestellt. In der GRIMMWELT gibt es außerdem diverse Ausstellungen, Führungen und besondere Events wie Märchenlesestunden.

Doch damit nicht genug: Im Sommer findet in Kassel jedes Jahr das beliebte Brüder Grimm Festival und im Winter der zauberhafte Märchenweihnachtsmarkt statt. Kein Wunder also, dass Kassel auch die Brüder Grimm Stadt ist.

Märchenort Nummer 6: Göttingen, Niedersachsen

Eine weitere Stadt, in der man auf den Spuren von Wilhelm und Jacob Grimm wandeln kann, ist Göttingen. Die Brüder unterrichteten hier beide von 1829 bis 1837 an der Universität. Außerdem haben die beiden in Göttingen einige ihrer Werke fertiggestellt, darunter auch die dritte Auflage ihrer „Kinder- und Hausmärchen”.

Wahre Grimm-Fans sollten sich zum einen die Paulinerkirche und zum anderen die Goetheallee Nr. 6 einmal genauer ansehen. An beiden Orten sind Spuren der berühmten Brüder zu finden.

Das allein reicht noch nicht für einen Trip nach Göttingen aus? Keine Sorge, die lebendige Studentenstadt hat noch einiges mehr zu bieten. Da wären beispielsweise die zahlreichen Kulturveranstaltungen wie die Händel-Festspiele, die Figurentheatertage, das Gänseliesel-Fest und das Jazzfestival.

Zum anderen lockt die niedersächsische Stadt mit einer malerischen Altstadt, zahlreichen niedlichen Cafés, jeder Menge Geschichte und dem typischen Flair einer Studentenstadt. In Göttingen steht übrigens auch die vermeintlich meistgeküsste Statue der Welt: das Gänseliesel. Früher war es gang und gäbe, dass neu eingeschriebene Studenten dem Gänseliesel einen Kuss gaben. Heutzutage sind es die Doktoranden – und das obwohl es offiziell verboten ist, das Mädchen zu küssen.

Märchenort Nummer 7: Hameln, Niedersachsen

„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.” Nicht alle Märchen und Sagen haben ein solch friedliches Ende. An eine solcher Sagen, die kein gutes Ende nahm, werden Besucher an vielen Ecken in Hameln erinnert.

Am 26.06.1284 soll dort nämlich der sogenannte Rattenfänger von Hameln 130 Kinder weggelockt und verschwinden lassen haben. Dieser hatte zuvor die Stadt von einer Rattenplage befreit und war anschließend nicht bezahlt worden. Um sich dafür zu rächen, entführte er alle Kinder, die mindestens vier Jahre alt waren.

Neben der Rattenfänger-Figur in der Innenstadt kann man in Hameln auch die eine oder andere Ratte entdecken. Einige davon sind in Form von bronzefarbenen Pflastersteinen in der ganzen Innenstadt verteilt. Es lohnt sich also in Hameln besonders auf seine Umgebung zu achten. Bei den wunderschönen Fachwerkhäusern und kleinen Gässchen kann man ja aber auch gar nicht anders. Wer romantische Städte mit Kultur und Geschichte mag, ist in Hameln goldrichtig.

Für Märchen-Fans eignet sich übrigens ein Besuch im Sommer: Jeden Mittwoch wird das großartige Musical „RATS” aufgeführt, sonntags (von Mitte Mai bis Mitte September) findet zudem das Rattenfänger-Freilichtspiel statt. Beide Stücke handeln vom Rattenfänger und sind kostenlos. Wer will, kann übrigens auch ganzjährig eine unterhaltsame Stadtführung mit dem Rattenfänger buchen.

Märchenort Nummer 8: Buxtehude, Niedersachsen

Doch welche zwei Tiere liefen hier um die Wette? Der Hase und der Igel natürlich. Und das sieht man in der ganzen Stadt: Sei es bei Theateraufführungen, in Form von lieblichen Figuren, die in der Stadt verteilt sind, bei Souvenirs oder sogar bei Stadtführungen – an Has’ und Igel kommt hier keiner vorbei.

In diesem Jahr findet in Buxtehude vom 25.11. bis zum 23.12. auch wieder das beliebte Internationale Märchenfestival statt. Seit diesem Jahr wird das Festival in das Wintermärchen integriert. In weihnachtlichem Ambiente verwandelt sich die süße Stadt in eine lebende Märchenstadt. Dieses zauberhafte Treiben und insbesondere den märchenhaften Weihnachtsmarkt sollte man sich wahrlich nicht entgehen lassen.

Buxtehude ist übrigens nicht nur ein tolles Reiseziel für Märchenliebhaber. Dank der hervorragenden Wanderwege lohnt sich die niedliche Stadt auch für Wanderfans. Dabei gibt es neben der historischen und maritimen Stadt auch allerhand schöne Natur in und um Buxtehude zu entdecken. Wer lieber radelt, dem empfehlen wir die Hase-und-Igel-Fahrradroute.

Märchenort Nummer 9: Bremen

Denkt man an Märchen und Bremen, so fallen einem garantiert direkt vier Tierchen ein, die auf der Suche nach Glück nach Bremen gekommen sind. Die Rede ist natürlich von den berühmten Bremer Stadtmusikanten.

Abbilder von Huhn, Katze, Hund und Esel verstecken sich gleich mehrfach in Bremen. Die bekannteste Statue der vier ist die neben dem Bremer Rathaus. Doch wer genau hinsieht, kann sie unter anderem auch im Schnoor, am Brunnen des Handwerkshofs in der Böttcherstraße und natürlich auf zahlreichen Souvenirs entdecken.

Von Mai bis September gibt es jeden Sonntag ein besonderes Highlight auf dem Domshof im Herzen der Stadt: Die Bremer Stadtmusikanten erzählen höchstpersönlich ihre aufregende Geschichte. Das ist ein Spaß für die ganze Familie und noch dazu kostenlos.
In Bremen gibt es eindeutig noch viel mehr zu entdecken als die Bremer Stadtmusikanten. Zu den schönsten Wahrzeichen der Stadt gehören auch das Rathaus, der Roland, das Weserufer sowie die beliebte Schlachte und das romantische Schnoorviertel. Wer Lust auf ein besonders süßes Mitbringsel hat, sollte unbedingt einen Abstecher in die Bremer Bonbon Manufaktur machen.

Quelle: Travelcircus

Adventszauber am Meer, auf Schlössern und in Fachwerkstädten: Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte in Niedersachsens schönsten Orten

Der Emder "Engelkemarkt" lädt zum Verweilen auf festlich beleuchteten Museumsschiffen ein. Foto: djd/TMN/Emden Marketing & Tourismus

Der Emder „Engelkemarkt“ lädt zum Verweilen auf festlich beleuchteten Museumsschiffen ein.
Foto: djd/TMN/Emden Marketing & Tourismus

(djd). An der niedersächsischen Nordseeküste sorgen maritime Weihnachtsmärkte für ein ganz besonderes Flair: So lädt die ostfriesische Seehafenstadt Emden beispielsweise zum sogenannten Engelkemarkt ein. Im alten Binnenhafen legen festlich beleuchtete Museumsschiffe und die Passagierfähre „Wappen von Borkum“ an, die auch zum Verweilen an Bord einladen. In Aurich findet ebenfalls ein schöner maritimer Weihnachtsmarkt statt: Höhepunkt des Weihnachtszaubers ist das größte Knusperhaus Deutschlands. Die mitten auf dem Weihnachtsmarkt stehende Markthalle wird mit einem Kleid aus Folie zu einem Lebkuchenhaus. Auch in Leer kommen Nordseefreunde auf ihre Kosten: Der Weihnachtsmarkt gruppiert sich um eine hohe Weihnachtspyramide und einen über vier Meter großen Nussknacker. Und an den Adventssonntagen findet am historischen Museumshafen zusätzlich der „Wiehnachtsmarkt achter d‘ Waag“ statt.

Advent im Barocksaal

Niedersachsen ist auch ein Land der Schlösser, von denen einige zu besonders festlichen Weihnachtsmärkten einladen: So verwandelt sich das Museum Schloss Fürstenberg im Weserbergland in eine Festtags-Wunderwelt mit Porzellan und Lichterglanz, Kunsthandwerk und Kulinarik. Schloss Gödens, ein barockes Wasserschloss am Jadebusen, bietet einen Weihnachtsmarkt mit vielen Veranstaltungen: Die Jagdhornbläser aus Friesland-Wilhelmshaven spielen weihnachtliche Lieder vor dem illuminierten Schloss, es gibt Adventslesungen im Barocksaal und Führungen mit der Hausherrin Gräfin von Wedel. Und auch Schloss Bückeburg im Schaumburger Land, die Hämelschenburg im Weserbergland sowie Schloss Lütetsburg in Ostfriesland laden zu stimmungsvollen Weihnachtsmärkten ein. Alle Termine und Adressen sind unter www.reiseland-niedersachsen.de/erleben/veranstaltungen zu finden.

Tannenduft in Fachwerkgassen

Auch viele Städte sind in Niedersachsen zur Adventszeit eine Reise wert, wenn sich durch ihre Fachwerkgassen der Duft von Tannennadeln und gebrannten Mandeln zieht. In Hameln erstrahlt das historische Hochzeitshaus als riesiger Adventskalender und auf der Weser laden Schiffe zu Adventsfahrten ein. In der Glashütte im Pulverturm können die Besucher mithilfe eines Glasmachers sogar selbst eine Weihnachtskugel blasen. In Osnabrück steht die größte Spieluhr der Welt – und ein fast 100 Jahre altes Traditions-Karussell dreht sich vor dem Rathaus des Westfälischen Friedens. In der Landeshauptstadt Hannover laden mehrere Weihnachtsmärkte zum Bummeln ein: Im Finnischen Weihnachtsdorf auf dem Ballhofplatz gibt es frisch geräucherten Lachs, auf dem Mittelaltermarkt zeigen Kunsthandwerker ihr Können, und im Wunschbrunnenwald unter echten Tannen schmecken Kakao und Glühwein besonders gut.

Besonderes Flair zur Adventszeit

Ausgesuchte Weihnachtsmärkte in Niedersachsen:

Am Meer
Emden: 27. November bis 23. Dezember und 27. bis 31. Dezember
Aurich: 27. November bis 23. Dezember und 26. bis 30. Dezember
Leer: 3./10./ 17. und 23. Dezember

Auf Schlössern
Museum Schloss Fürstenberg: 2./3. und 9./10. Dezember
Schloss Gödens: 30. November bis 3. Dezember
Schloss Bückeburg: 30. November bis 10. Dezember
Hämelschenburg: 1. bis 3. Dezember
Leer: 27. November bis 30. Dezember

In Städten
Hameln: 27. Dezember bis 23. Dezember
Osnabrück: 24. November (außer 26. November) bis 22. Dezember
Hannover: 29. November bis 22. Dezember, vor dem Hauptbahnhof bis 29. Dezember

 

Der Schattenwald – eine poetische Reise in den dunklen Wald“

Hamelns Leitveranstaltung zum 200-jährigen Grimm-Jubiläum

Keine Geringeren als die Profis für Inszenierungen im öffentlichen Raum, das „Theater ANU“ aus Berlin, konnten für den „Schattenwald“ in Hameln gewonnen werden. Vom 23. bis 25. Mai geht es wieder einmal magisch-mystisch zu, wenn ANU in Kooperation mit Hameln Marketing und Tourismus (HMT) in den nächtlichen Wald der Rattenfängerstadt locken.

Es stellt zugleich Hamelns Leitveranstaltung zu Ehren des 200-jährigen Grimm-Jubiläums anlässlich der Veröffentlichung ihrer berühmten „Deutschen Hausmärchensammlung“ dar. Der Schattenwald ist eine Inszenierung an mehreren Stationen im dunklen Wald. Die Besucher erhalten Laternen und werden nach Einbruch der Dunkelheit durch Hamelns Stadtwald, in den verwunschenen Janssens Park, geführt. Die gut einstündige Reise geht vorbei an Spielszenen, einzigartigen Lichtspielen, faszinierenden Traumbildern, Tableaux Vivants (lebendige Bilder) und Schattenspielen. Figuren, der Zeit entrückt, begleiten die Besucher auf ihrem Weg und empfangen sie an wundersamen Lichttoren. Mit seiner sinnlichen und leisen Bildsprache erschafft ANU einen begehbaren Zauberwald, der einen neuen Zugang zu der grimmschen Märchenwelt erschließt.
Sagenhafte Erlebnisse sind traditionell ein zentrales Thema im Hamelner Veranstaltungskalender. Der Rattenfänger steht dafür wie sonst keine andere Figur. Zu Ehren der Brüder Grimm hat die HMT ihren Veranstaltungen in 2013 einen märchenhaft-mystischen Touch verliehen. Neben dem „Schattenwald“ locken die „Mystica Hamelon“ und der „Grimm-Sonntag Anfang Mai zum Start der traditionellen Rattenfänger-Freilichtspiele.
„Bei vielen herausragenden Anlässen, nicht zuletzt bei der 850-Jahr-Feier Münchens, begeisterte das Theater ANU die Besucher. Wir freuen uns sehr, diese Profis für unsere Leitveranstaltung im Festrahmen für das Grimm’sche Jubiläum gewonnen zu haben“, so Harald Wanger, der Geschäftsführer der HMT. Ein Besuch empfiehlt sich unbedingt, zumal mit Janssens Park ein Teil des Stadtwaldes „bespielt“ wird, der Jahrzehnte einen Dornröschenschlaf hielt.

Mehr unter: www.grimm-jubiläum.com, Kartenvorverkauf ab sofort im Infocenter Hameln, Deisterallee 1, 31785 Hameln, Tel. 05151/957818, bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Der Preis beträgt € 16,– (€ 12,– erm.)

Quelle: TourismusMarketing Niedersachsen GmbH

„Päpstin“-Premiere in Hameln sorgt für fulminanten Auftakt

Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistert

Mit einer fulminanten Premiere vor ausverkauften Rängen begeisterte das Musical „Die Päpstin“ vergangenen Samstag die Besucher. Unter nicht enden wollenden tosenden Applaus ließen sich die Darsteller nach der bewegenden Show feiern. Beste Vorzeichen für die kommenden 4 Wochen, in denen das Musical im Hameln Theater gastiert. Die anschließende Premierenfeier dauerte bis spät in die laue Sommernacht und gab dem begeisterten Publikum Gelegenheit mit den Künstlern auf Tuchfühlung zu gehen.

In Kirchenkreisen kontrovers diskutiert, als Buch ein Bestseller, im Kino ein Kassenschlager: Die umstrittene Legende der jungen Johanna, die im 9. Jahrhundert den Heiligen Stuhl bestiegen haben soll. Die Rattenfängerstadt, bestens vertraut mit Ungereimtheiten, Geheimnissen und Rätseln aus ihrer eigenen Geschichte, verwandelte sich in eine Musicalstadt. Die spektakuläre Inszenierung „Die Päpstin“ ist der thematische Höhepunkt des Hamelner Kirchenjubiläums „1200 Jahre Münster St. Bonifatius“.

Was sonst nur Hamburger, Kölner oder Berliner bieten, packen in diesem Jahr auch die Hamelner an. Sie laden für vier Wochen zum inspirierenden Städtetrip kombiniert mit dem Besuch eines prämierten Erfolgsmusicals. Im vergangenen Jahr in Fulda uraufgeführt, fasziniert „Die Päpstin“ Musikfreunde in ganz Deutschland. In der vergangenen Spielzeit strömten über 73.000 Menschen zu den Aufführungen. Gleiches erhofft sich die Hameln Marketing und Tourismus GmbH, die das Musical als besonderes Bonbon zum Kirchenjubiläum veranstaltet. Hierzu gibt es bereits einige Omen, denn der Bestseller hat in der gesungenen Version nichts an Magie verloren. Die Leser der Musical-Fachzeitschrift „daCapo“ wählten unter Dutzenden bekannten Inszenierungen „Die Päpstin“ zum „Musical des Jahres 2011“ und würdigten auch Sabrina Weckerlin, als Johanna, zur „Stimme des Jahres“. Platz 1 erreichte die Produktion auch mit dem besten Musicalsong des Jahres und in zwei weiteren Kategorien.
16 € bis 59 €, je nach Sitzplatzkategorie, sind nötig, um die spannende Inszenierung der Legende der Päpstin Johanna in Hameln bis zum 16. September mitzuerleben.

Mehr Informationen:  http://www.päpstin-hameln.de/

Quelle: Hameln Marketing und Tourismus GmbH

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